Warum wir Online Marketing mit Schwerpunkt SEO anbieten

Wir sind Vollblut–SEOs (Okay, Florian ist einer. Ich bin eher Daten–, Technik–, Standardsmensch mit Faible für SEO). Warum also bieten wir kein „reines“, kein Vollblut–SEO an, sondern Online Marketing Beratung mit Schwerpunkt SEO?

SEO ist ein bisschen halbtot

Eigentlich ist SEO voll da. Wenn man uns fragt lebendiger denn je (klar, natürlich müssen wir das sagen, schließlich haben wir gerade ein Unternehmen mit Schwerpunkt SEO–Beratung gegründet). Die SEO–Denke von vor ein paar Jahren stirbt gerade und das zu recht. Billige Texte, Linkwüsten im Footer und ein paar Links von außen gewürzt mit dem Lieblings „Geheimtrick“ des zuständigen SEOs (Hx-Überschriften, Java–Script maskierte Links und billig gespinnte Kategorietexte FTW! Nicht.), all das ist keine Suchmaschinenoptimierung, die in die Zukunft gedacht ist.
Was uns immer wieder erstaunt: Dieses — old fashioned — SEO stirbt offensichtlich nur aus, weil Google den Druck verschärft. Seit ein paar Jahren haben wir erwartet, dass die Kunden mehr Fragen stellen und aktiver in die Steuerung der SEO–Prozesse eingreifen. Schließlich skalieren die wenigsten Geschäftsmodelle linear mit der Anzahl der Visits über SEO, sondern eher mit der Menge qualitativer User, die SEO generiert.
Echtes SEO ist allerdings nicht tot! Steigen wir mit einer Definition ein. Gott der Definitionen, Wikipedia hilf:

Suchmaschinenoptimierung oder Search Engine Optimization (SEO; engl.) bezeichnet Maßnahmen, die dazu dienen, dass Webseiten im Suchmaschinenranking in den unbezahlten Suchergebnissen (Natural Listings) auf höheren Plätzen erscheinen.

Alle Maßnahmen, die dazu dienen das Ranking zu verbessern sind SEO. Und damit sind wir schon nah an unserem Verständnis von Suchmaschinenoptimierung.

Alle Maßnahmen, die dem Ranking dienen sind SEO

Okay. Alle rankingverbessernden Maßnahmen sind SEO. Aber welche sind das. Und SEO nur um zu ranken ist Unsinn. Wir müssen relevanten Traffic zu erzeugen, der nah an der Conversion ist. Die Speerspitze SEO braucht also im Optimalfall ein paar Widerhaken, damit der potentielle Kundenfisch an der Angel bleibt:

  • Informationsarchitektur und Semantik
  • Priorisierung der Inhalte und Indexierungsstrategie
  • Quelltextstruktur und OnPage–Semantik, Crawlability
  • Contentlänge, Lesbarkeit und Fokussierung
  • Ladezeiten und Rendering–Times
  • Usability und Nutzerzufriedenheit
  • Interoperabilität mit anderen Services (Facebook, Twitter, etc.)
  • Responsive–Design oder andere Device–unabhängig machende Strategien
  • Accessibility und Meta–Daten
  • Vernetzung mit anderen Seiten

All das sind Themen, die Seiten auf ihrem Weg in die Adoleszenz wieder aufgreifen. Eigentlich war das Web schon mal so weit, bevor alles bunt klickbar und für den Internet Explorer 4 bei einer Auflösung von 800×600 Pixeln in Flash neu gebaut wurde. Jetzt müssen wir Online Marketer mühsahm wieder die Tugenden einer guten Seite lernen und tun uns dabei aufgrund der Größe unseres Projektes und der Komplexität jedes dieser einzelnen Aufgabenfelder sehr, sehr schwer. Vor allem weil SEO in der öffentlichen Wahrnehmung (sofern man überhaupt davon sprechen kann. Frag beim nächsten Einkauf an der Kasse, einem Elternabend oder Deinem Besuch einer Autowerkstatt mal nach), nicht über den Status der Manipulation der Suchergebnisse durch Linkkauf hinaus geschafft hat. Einige SEOs leider offensichtlich auch nicht. Natürlich gehören Links zum Geschäft dazu. Wir arbeiten schließlich im Internet, dem Web, da dreht sich alles um Verknüpfungen. Aber SEO besteht nicht nur aus Links und vor allem nicht nur aus Kauflinks!

Doch zurück zum Thema Online Marketing und SEO. Alle Punkte aus der Liste oben hängen mit mindestens einer der großen Disziplinen im Online Marketing zusammen. Doch all das ist wertlos, wenn ich mein Geschäftsmodell nicht bei jeder einzelnen Maßnahme mitdenke.

Erst eine betriebswirtschaftliche Betrachtung jeder Maßnahme führt uns zum Ziel

Und damit stellen wir fest: Marketing ist noch nie ein Selbstzweck gewesen. Natürlich ist es bei einigen klassischen Marketingmaßnahmen nicht leicht die Funktionsweise und den Business Case zu belegen. Aber: Eine Intention gab es dahinter, die einem konkreten betriebswirtschaftlichen Interesse folgt. Und selbst wenn wir pro bono Online Marketing Leistungen anbieten ist doch immer die erste Frage:

[blockquote indent=“yes“ ]Was möchtest Du mit Deiner Seite erreichen und welches Ziel verfolgst Du?[/blockquote]

Diesem Ziel haben sich dann alle noch so kreativen Ideen unterzuordnen. Und da wir uns im Internet befinden und alles vernetzt ist, ist die Schwierigkeit die richtigen Maßnahmen herauszufinden, zu priorisieren und richtig umzusetzen. Das ganze vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells und der konkreten Situation des Kunden. Wir schauen dabei mit einem Fokus aus der SEO–Brille auf alle Maßnahmen, aber die anderen Disziplinen kann man nicht ignorieren, die muss man mitdenken. Für uns hat SEO Schnittstellen mit allen anderen Disziplinen und zwingt einen viel Gutes für die Infrastruktur der Seite zu tun. Ein kleines Schaubild, weder hübsch, noch übersichtlich, aber ein Bild sagt mehr als Worte. Alles ist vernetzt:

Schematische Darstellung des Zusammenwirkens von verschiedenen Online Marketing Disziplinen und Maßnahmen

Schematische Darstellung des Zusammenwirkens von verschiedenen Online Marketing Disziplinen und Maßnahmen


Kommentare

Gerrit am 17. Juli 2013 um 19:43:13

Schön geschrieben und ich denke es geht in die richtige Richtung. Man muss heut zu Tage den Gesamtaspekt sehen, von daher unterstütze ich die Aussage „SEO ist halbtot“ zu 100% :)

Sensemann-SEO am 10. November 2013 um 03:01:44

Hi,

guter Ansatz – > Aber gutes SEO ist ganz und gar nicht Tod -> SEO hat sich weiterentwickelt und schafft heutzutage die bestmögliche Grunglage für die Usuability und das Suchmaschinen-Marketing.

Auch zielgerechtes/themenbezogenes Linkbuilding ist nicht vom Aussterben bedroht, es hat halt einen anderen Wert bekommen.

So ist das nun mal – das ist SEvolution.

Es gibt nicht nur im SEO Werte, die sich ständig neu skalieren …

Wichtig ist doch auch/nur, dass man in allen Werten „zu Hause ist“, damit man die Informationen in „Leichtigkeit“ neu kombinieren/bewerten und anwenden kann.

Mit diesem „gefühlten“ Wissen lassen sich „neue“ Strategien entwickeln, die nicht nur in Sachen SEO langfristig passen.

=->
SEO ist nicht tot – SEO hat im ursprünglichen Sinne schon mit dem Start der Evolution angefangen.

SEO ist für das Internet ein absolut grundsätzlicher Bestandteil, der sinnbildlich dem Erhalt, Fortbestand und Entwicklung der „eigenen“ Ziele dienlich ist.

SEO ist für mich daher auch Wünschen – und Wünschen ist niemals TOD.
Denn selbst, wenn man sich den TOD wünschte, wäre es immer nur ein Wunsch -> Und ein Wunsch ist ein Wunsch -> Und ein Wunsch ist niemals tot.

SEO ist Gedanke -> Gedanke ist Energie -> Energie ist Materie.

Daraus ergibt sich ganz klar, dass SEO überhaupt erst dann tot sein kann, wenn weder Energie noch Gedanke existieren.

In diesem Sinne -> Es lebe die SEOLUTION

Martyn am 13. November 2013 um 17:26:29

Ich arbeite gerade an einem Konzept zum Thema Internetmarketing mit Schwerpunkt Suchmaschinenoptimierung für meine Abschlussarbeit und kann diesem Beitag voll zustimmen. SEO und SEM sind zwar die wichtigste Disziplinen im Internet-Marketing-Mix, aber zeigen Ihre volle Wirkung nur in Verbindung mit anderen Maßnahmen wie Conversion-Optimierung etc..

olaf kopp am 31. März 2014 um 18:46:46

Warum machen wir nicht einfach Online Marketing? :-)

    Johan Hülsen am 31. März 2014 um 19:42:44

    Weil Online Marketing nicht gleich Online Marketing ist. Online Marketing ist insgesamt so breit als Feld, dass man Spezialisten brauchten. Aber: Isoliert lohnt es halt nicht eine Disziplin zu betreiben. Was bringen Milliarden User, wenn sie nicht konvertieren? Was bringen tolle Conversion Rates, wenn die Grundgesamtheit zu klein ist? ;)

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