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Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen für wache Webmarketer #54
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Johan von Hülsen
Johan von Hülsen
Geschäftsführender Gesellschafter

Niemand hat nach RegEx-Filtern für die Search Console gefragt. Also haben wir sie bekommen. Behrend muss also seine Wunschliste an die GSC um einen Punkt kürzen. Aber es stehen noch genügend Punkte drauf. Also bitte: Mach’ es wie Valentin und frage nicht nach:

  • API für Discover und News für Indexierungs- und Fehlerberichte
  • Konkreteren Angaben für die Art der Einblendung in die Suche
  • Besseren Möglichkeiten, mehr Daten trotz Anonymisierung zu bekommen.

Und wo wir gerade bei den für Publisher wichtigen Daten waren: Letzte Woche hat Google einen Reminder zu der Wichtigkeit von Transparenz bei Publishern gepostet. Wetten, da kommt in den nächsten Monaten noch was? Von der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es übrigens einen schönen Test, um die eigene Medienkompetenz einzuschätzen.

Und da wir gerade wetten: Wetten, dass beim nächsten Update der PageExperience-Metriken die Accessibility einen stärkeren Fokus bekommt (wie auch immer die Metrik dann aussehen wird)?

Und heute für Dich serviert mit gut abgehangenen Alliterationen:

  • Andreas achtet auf Analysen zu Web Stories
  • Behrend bedenkt Berformance-Metriken
  • Johans joviale Jedanken zu Googles Core Update
  • Flo friemelt fröhlich viele Helferlein
  • Lars lässt Lesezeichen los.

Ein Glück sind die Inhalte wichtiger als die Überschriften.

Was wir gelesen haben
Andreas Schalay
Andreas Schalay
Consultant
Studie von Semrush zu Google Web Stories in 2021

SEO Tool Anbieter Semrush hat eine Studie zum Thema Google Web Stories in 2021 veröffentlicht. Für diese Studie hat Semrush 2423 Google-SERPs analysiert und dabei folgende Schwerpunkte untersucht:

  • Anzahl der Stories in SERP
  • Positionen der Stories
  • Top Domains mit Web Stories Rankings
  • Textanalyse
  • Anzahl der Seiten in den Web Stories
  • Videos und Bilder
  • Keywordanalyse
  • Call To Action auf der letzten Seite
  • Bilderanalyse

Obwohl die Google Web Stories momentan nur in den USA, Indien und Brasilien ausgespielt werden, empfehlen wir trotzdem diese Studie komplett zu lesen, falls visuelle Inhalte für Deine Seite oder für Dein Produkt wichtig sind. Hier sind aber ein paar Erkenntnisse, die wir besonders spannend finden:

  • Fast 20% der Keywords mit Web Stories in den Suchergebnissen haben 0-100 Suchvolumen, und 54,6% der Keywords – 100-1000 Suchvolumen. Also bleibt Longtail auch für die Web Stories ein wichtiger Bestandteil der Optimierung.
  • Momentan sind Reisen und Sport die populärsten Themen in den Stories.
  • Die meisten Stories haben aktuell wenig bis gar keinen Text. Das zeigt nochmal wie wichtig Bilder und teilweise auch Video für dieses Format sind.

Sehr spannend das Thema, leider müssen wir aber noch etwas warten, bis die Google Web Stories auch in Deutschland angekommen sind.

Behrend von Hülsen
Behrend von Hülsen
Consultant
Core Web Vitals Version 2.021.06

Die Messung der CLS wurde am 1.6.2021, rechtzeitig vor dem Page Experience Update, angepasst.

Screenshot Google Search Console Update-Hinweis im CLS-Bericht

Die Anpassung der CLS war schon länger geplant (wir berichteten) und wurde sehr transparent mit Feedback der Web-Community durchgeführt. Das Ergebnis stand schon vor der letzten Anpassung am 13.4.2021 fest. Insofern ist nicht ganz klar, was davon genau im April passiert ist und was das jetzige Update umfängt.

Was wissen wir über die aktuelle CLS Messung:

Die Messung findet nicht mehr über die gesamte Dauer eines Seitenaufrufes statt (freundlich für SPAs und Infinite Scrolling) sondern aufgeteilt in Fenster von maximal 5 Sekunden Länge. Von diesen Fenstern gilt jeweils der höchste Wert.

Für die CLS Optimierung bedeutet das, dass kleine Layout Shifts, die durch Infinite Scrolling oder Ähnliches erst bei der Nutzung der Seite entstehen, geringere Priorität haben. Wenn diese für sich genommen so groß sind, dass sie über den Threshold von 0,1 kommen, musst Du sie natürlich höher priorisieren.

Mit dieser Änderung hat die CLS übrigens auch in Chrome Lighthouse Audits eine höhere Priorität bekommen.

Und damit Du es nicht überliest, wie mir beinahe passiert wäre, wenn Anita mich nicht darauf hingewiesen hätte: CLS war nicht das Einzige was sich ändert:

Auch die Messung des Largest Contentful Paint ist im Detail angepasst worden. Und das ebenfalls am 01.06. für die Search Console. Auch wenn es nicht aus dem Changelog hervorgeht können Änderungen an Deinen LCP-Werten auch mit der Messung zu tun haben und nicht mit tatsächlichen Änderungen der Nutzererfahrung.

Johan von Hülsen
Johan von Hülsen
Geschäftsführender Gesellschafter
Der Kern des Googles ist nicht begraben, sondern upgedatet.

Hurra! Hurra! Das Juni-Core Update ist da. Intern hatten wir den Juni erwartet und Google hat uns nicht enttäuscht. Es gibt ein Core Update. Seit 03.06. wird das Update ausgerollt. Mit diesem Update wird der Update-Sommer eingeläutet:

Dazu kommt Mobile first und natürlich: Corona, Sommer, Europa-Meisterschaft und Olympiade. All das wird es nicht einfach machen die Auswirkungen der Updates voneinander zu trennen.

Um so wichtiger: Ruhig bleiben, analysieren, austauschen. Zum Core-Update hat Valentins Datensatz wieder deutliche Ausschläge: Hast Du schon mal Gemeinsamkeiten zwischen Rankingveränderungen und Knowledge Graph beobachtet?

Johannes hat eine erste Auswertung bei Sistrix gepostet. Eine auffällige Gemeinsamkeit zwischen den angesprochenen Domains und dem Reisebereich: In beiden Fällen sind viele SERPs im Spiel, die von fremden Organisationen geprägt sind (Unternehmensinformationen, Hotels) und bei diesen Queries ist viel Fluktuation auch schon vor dem Core Update zu beobachten.

Noch ist es zu früh für eindeutige Einordnungen. Möglicherweise wissen wir nächste Woche schon mehr. Falls Du betroffen bist hat Areej einen 5 Punkte Plan für Dich. Hat Dich das Update getroffen? Dann sollten wir sprechen.

Florian Stelzner
Florian Stelzner
Geschäftsführender Gesellschafter
Einfaches Scraping mit Bookmarklets

Immer wieder ernte ich erstaunte Blicke, wenn ich ein Bookmarklet in meine Seite ziehe und scheinbar wie durch Geisterhand genau die Inhalte aus der aktuellen Seite rausgesogen werden, die ich für meinen jeweiligen Analysezweck gerade brauche.

Browser-Extensions für SEO werden quasi monatlich im Top X Format durchs Netz geschliffen, aber wenige SEOs wissen von den coolen Möglichkeiten von Greasemonkey und anderen JS-Prozessoren und noch weniger haben je etwas von Bookmarklets gehört.

Bookmarklets sind in Einzellinks zusammengefasste Mini-Scripte, die per Drag and Drop aus der Bookmarks-Leiste des Browsers in die jeweils aktive Seite gezogen werden. Kaum den Klickfinger losgelassen, fängt das Script auch schon an seine Arbeit zu tun. Je nachdem, wie aufwendig Dinge aus der Seite gezogen, aggregiert, normalisiert und umformatiert werden, kann es schon mal etwas dauern, aber in der Regel liegen in nur wenigen Sekunden die gewünschten Daten vor.

Praktischer Vorteil gegenüber Browser-Extensions ist die Verwendbarkeit in allen Browsern ohne vorherige Installation einer Extension. In Kombination mit einer Bookmark-Sharing-Extension allerdings lässt sich so auch als Team eine schicke gemeinsame Sammlung anlegen. Einfach den jeweiligen Link des Bookmarklets in die Bookmark-Leiste des Browsers ziehen und schwupps kann man dieses Script auf jede beliebige Seite anwenden. Aber Obacht! Wie auch bei den Extensions sollte man dem Anbieter des Scriptes nicht blind vertrauen oder selbst auf Nummer sichergehen, denn manchmal funken die Scripte auch nach Hause oder stellen ungewollte, schlimmstenfalls schädliche Dinge an.

Wer dieses Zauberwerk einmal ausprobieren möchte, schaut entweder in diesen Artikel von Cognitive SEO mit den 69 vermeintlich besten Bookmarklets oder bastelt sich mit ein bisschen JavaScript-Wissen das passende Bookmarklet einfach selbst.

Lars Heinrich
Lars Heinrich
Consultant
Unser Content ist wie Eisschollen. Manchmal driftet er ab oder verschwindet sogar in Gänze.

Beide Fälle bringen unangenehme Folgen mit sich. Das Columbia Journalism Review hat einen tollen Artikel zum Thema Links und der Kurzlebigkeit des Netzes verfasst und diesen mit umfangreichen Daten hinterlegt. Ein toller Reminder, wie wichtig es ist, seine Links regelmäßig zu prüfen und auch anzupassen.

Die Studie von cjr.org basiert auf einem Datensatz der Artikel der New York Times. In Summe wurden über 500.000 Artikel mit mehr als 2 Millionen Links geprüft. Eine nicht ganz überraschende Erkenntnis ist, dass die schlechten oder sog. "rotted links" zunehmen, umso weiter der Artikel bzw. sein Erstellungsdatum in der Vergangenheit liegt.

Spannend ist der Umstand, dass, je nach Rubrik, Links beständiger oder unbeständiger sind. So liegt die Reisebranche deutlich über dem Durchschnitt, was kaputte Links anbelangt. Ob ein Link intakt ist, konnte automatisiert geprüft werden. Dies ist im Bereich des “Content-Drift” schwieriger. An der Stelle erfolgte eine manuelle Prüfung mit einer deutlich kleineren Stichprobe. Es wurden 4.500 URLs geprüft, ob der Content noch dem Anspruch an den Link entspricht oder er inhaltlich erheblich abgeändert wurde.

Das wir unsere Links stetig im Auge behalten sollten, steht für uns außer Frage. Als Erkenntnis aus dem Artikel nehme ich mit, dass es sich aber durchaus lohnen kann, noch einmal zu überlegen, ob man sich in einer Branche befindet, deren Content inhaltlich sehr volatil oder kurzlebig ist und somit eine regelmäßige inhaltliche Überprüfung notwendig ist, um einen Content Drift zu vermeiden. Welcher Threshold in Bezug auf das alter von Links sinnvoll ist, kannst du vermutlich nur in Deiner eigenen individuellen Analyse prüfen.

 
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