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Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen fĂŒr wache Webmarketer #47
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Florian Stelzner
Florian Stelzner
GeschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter
Mit dem Vertikutierer durch die SERPs

Mach mal Urlaub haben sie gesagt. Es wird total erholsam haben sie gesagt. Nunja, ich habe es probiert. Eine Woche lang. Kaum gab es die ersten Sonnenstrahlen ging es unter den strengen Augen meiner Lieblingsehefrau in den Garten zum Vertikutieren. Einmal alles umpflĂŒgen und schick machen. Parallel dazu hat auch Google offenbar mit der FrĂŒhjahrs-Gartenarbeit angefangen und hat sicher genau so schlimm RĂŒcken wie ich.

WĂ€hrend Google Shopping erstmal im rein “englischen Garten” startet wie Daniel berichtet, verweist Heiko uns einmal mehr auf die kontroverse Diskussion rund den Googleschen Cookieklau und die Idee mit den FLoCs. Fragen ĂŒber Fragen ergeben sich auch bei Nora, Caro und Behrend, die sich um die Themen Your Money Your Life, Vergleiche und Bindestriche kĂŒmmern.

Wie sieht es denn in Deinem Ranking-Garten aus? Bist Du bereit fĂŒr den SEO-FrĂŒhling? Wir wĂŒnschen Dir jedenfalls viel Spaß beim Lesen!

Deine Wingmen

Was wir gelesen haben
Daniel Drießelmann
Daniel Drießelmann
Junior Consultant
Shopper aufgepasst!

Gemeint sind nicht die SchnĂ€ppchenjĂ€ger, die nicht erst seit Corona ihren Shoppingtouren auf digitalen Pfaden frönen. Nein, gemeint sind die Shop-Betreiber da draußen. FĂŒr die sich bereits kleinste Änderungen am Google-Algorithmus nach kurzer Zeit im Geldbeutel bemerkbar machen können. Also, Obacht!

Genau genommen, betrifft das "Prodcut Review Update" von Google nicht nur Shop-Betreiber. Vor allem Affiliates sollten hier hellhörig werden. Google hat sich dem Wust von Produkttests angenommen, die im Netz kursieren. Die QualitĂ€t dieser Content-Formate geht deutlich auseinander, was zum einen an der Kompetenz der Autoren liegen mag, aber vor allem an der Zielsetzung. Böse Zungen mögen behaupten, dass gewisse Produkttests absichtlich wenig objektiv und einen geringen Detailgrad besitzen, denn das wĂŒrde die "falschen" Produkte auf die vorderen PlĂ€tze spĂŒlen.

In jedem Fall versucht Google nun einmal mehr QualitĂ€t zu belohnen. Aktuell bezieht sich dieses Update ausschließlich auf englische Inhalte. Es wird also höchste Zeit seine eigenen Produkttests noch einmal unter die Lupe zu nehmen.

Google gibt konkrete Hinweise, wie Du nĂŒtzliche Produkttests gestalten solltest. Hier von uns zusammengefasst und auf den Punkt gebracht:

  • Sei "expertig" wo es hilfreich ist und ĂŒberfordere den Leser nicht. Detailtiefe ist nur hilfreich, wenn der Leser sie versteht.
  • Zeige, wie das Produkt physisch aussieht oder Du es einsetzen kannst. Nutze dafĂŒr selbst erstellte Inhalte, die ĂŒber das hinausgehen, was vom Hersteller bereitgestellt.
  • Menschen lieben Bewertungsskalen. Verteile Punkte fĂŒr relevante Kategorien. Triff so eindeutige Aussagen und unterstĂŒtze den Entscheidungsprozess.
  • ErklĂ€re, was dieses Produkt von seinen Mitbewerbern abhebt.
  • Zeige vergleichbare Produkte und stelle VorzĂŒge heraus, die in unterschiedlichen AnwendungsfĂ€llen zum Tragen kommen.
  • Liste Vor- und Nachteile auf, die Nutzer berichten.
  • Welche VerĂ€nderungen gibt es zu möglichen VorgĂ€ngerversionen. Konnten dadurch berichtete Probleme gelöst werden und bieten sich dadurch neue Vorteile und AnwendungsfĂ€lle?
  • Definiere konkrete Entscheidungskriterien, anhand derer der Leser eine Entscheidung treffen kann. Stelle dadurch eine Vergleichbarkeit der Produkte her.
  • Beschreibe Entscheidungen, warum ein Produkt wie gestaltet wurde und welchen Wert diese Gestaltung fĂŒr den Benutzer haben wird. Diese Informationen sollten ĂŒber die reinen Produktangaben des Herstellers hinausgehen.
Heiko Gerlach
Heiko Gerlach
Developer
FLoC bleibt kontrovers

Wir haben hier schon mehrmals ĂŒber FLoC berichtet mit dem Google nach dem Ende der Third-Party-Cookies weiterhin Profile von Nutzern fĂŒr Werbung nutzen will. Google hat vor Kurzem begonnen erste FLoC-Daten zu erheben und ein neues Informationsportal ĂŒber die Privacy Sandbox live gestellt. WĂ€hrenddessen gehen die Diskussionen darum weiter.

Nun hat Wordpress vorgeschlagen defaultmĂ€ĂŸig FLoC auf allen Wordpress-Installationen auszuschalten und erst wieder zuzulassen, wenn der Admin das explizit verlangt.

Ob der Chrome-Browser, den man gerade nutzt schon FLoC verwendet und damit an Googles ersten Tests teilnimmt, kann man auf amifloced.org sehen. Noch ist allerdings kein EU-Land in der von Google genannten Testgruppe.

FLoC schrĂ€nkt die Möglichkeiten, Werbung gezielt auszuspielen, gegenĂŒber Third-Party-Cookies ein. Aber die PrivatsphĂ€ren-Bedenken bezĂŒglich FLoC sind fundiert - wie schlimm es wirklich ist, hĂ€ngt von der genauen Umsetzung durch Google ab. Daher ist die Diskussion auch wichtig. Solange Google sein Geld mit zielgerichteter Werbung verdient, werden EinschrĂ€nkungen der Nutzerrechte und Missbrauch der Technologien in Kauf genommen. Das Google hier ĂŒberhaupt bereit ist RĂŒckschritte zu machen, hĂ€ngt vermutlich damit zusammen, dass Google mit FLoC noch stĂ€rker zum Gatekeeper fĂŒr Werbetreibende wird.

Nora Tiedemann
Nora Tiedemann
Trainee
YMYL oder Nicht-YMYL - DAS ist hier die Frage!

Beim Your-Money-Your-Life-Content setzt Google eine Expertise voraus. Um fĂŒr solche Themen zu ranken, sollte Google klar sein, dass diese Inhalte ein Experte oder eine Expertin verfasst hat, oder die ganze Seite sollte darauf deuten, dass die Seitenbetreiber kompetent sind. Es kommt aber manchmal vor, dass auf Seiten sowohl YMYL-Content als auch Nicht-YMYL-Content vertreten ist und dies könne, laut John MĂŒller, eine Herausforderung fĂŒr den Google Algorithmus darstellen.

So sei die Bewertung von Content fĂŒr Algorithmen per se eine Challenge ohne zusĂ€tzliche HĂŒrden wie YMYL oder E-A-T. Kommen nun inhaltlich sehr unterschiedliche Themenspektren hinzu, wĂŒrde dies die Bewertung des Contents zusĂ€tzlich erschweren und im Worst Case zu einem schlechteren Ranking fĂŒhren. Daher sei es manchmal hilfreich, den YMYL-Content von Nicht-YMYL-Inhalten zu trennen.

Klar, manche Big-Player wie https://buzzfeed.de können sich leisten auf einer Domain ĂŒber Memes, Cat-Content und investigative Recherchen zu schreiben. Kleinere Seiten, die sich mit viel MĂŒhe Trust bei einem seriösem Thema aufgebaut haben, sollten aber lieber vorsichtig mit unseriösen Inhalten umgehen. Das funktioniert auch andersrum: Auf einem Fashion-Blog wĂŒrde ein Beitrag ĂŒber Versicherung wahrscheinlich erstmal nicht so gut ranken.

Caro Wendt
Caro Wendt
Trainee
Vergleiche, Vergleiche, Vergleiche!

Das neue Update des Screaming Frog Seo Spider auf Version 15.0 ermöglicht Dir, zwei Crawls miteinander zu vergleichen. WĂ€hle hierzu einfach den Modus “Compare” aus und lade die beiden Crawls, die du vergleichen möchtest, als “current” und “previous” Crawls hoch. Die GegenĂŒberstellung verrĂ€t Dir unter “Overview”, ob und wie viele URLs in Deinem aktuelleren Crawl im Vergleich zum Ă€lteren Crawl neu sind, nun fehlen oder zu einem anderen Tab bzw. Filter hinzugefĂŒgt oder entfernt wurden. Das ist vor allem bei Problematiken bekannter URLs hilfreich, um VerĂ€nderungsprozesse besser nachvollziehen zu können. Oder womöglich auch, um unbekannte URLs zu identifizieren. ZusĂ€tzlich können die einzelnen VerĂ€nderungen in separaten Listen direkt filterbar nach “Added”, “New”, “Removed” und “Missing” angeschaut werden, indem man auf die einzelnen Zahlen in der VergleichsĂŒbersicht klickt. An dieser Stelle fĂ€llt auf, dass ein zusĂ€tzlicher Filter fĂŒr die “Changes” noch hilfreicher wĂ€re.

Unter “Site Structure” sieht man nun jegliche VerĂ€nderungen der Anzahl an URLs in den jeweiligen Verzeichnissen einer Website. Per Drilldown kannst Du hier tiefer in die Seitenstruktur eintauchen, um vor allem die VerĂ€nderung spezifischer URLs zu erkennen. Aufschlussreich ist auch ein Vergleich der Crawl-Tiefe fĂŒr Änderungen an der internen Verlinkung.

Mit der Vergleichsansicht unter “Change Detection” in der Übersicht wird Dir die GegenĂŒberstellung von Titles, Meta Description, interne Links, strukturierten Daten und vieles mehr ermöglicht. Sie unterstĂŒtzt Dich bei Deiner OnPage-Optimierung und lĂ€sst die Umsetzung von diversen Optimierungen ĂŒberprĂŒfen. Und wer weiß - vielleicht entdeckst Du hier auch unerwartete VerĂ€nderungen, auf die Du dann ab jetzt schneller reagieren kannst.

Durch die neue URL-Zuordnungsfunktion sparst Du mĂŒhsames Vergleichen in Excel & Co und kannst im Screaming Frog direkt via RegulĂ€ren Ausdruck bekannte URL-Änderungen zwischen vorherigen Crawl-URLs den aktuelleren zugeordnet werden. Hilfreich ist dies vor allem bei der Untersuchung von Testumgebungen und Pre-Post-Relaunch-Vergleichen.

Wenn Du Dir die neuen Vergleichsfunktionen mal genauer anschaust, wirst du noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten entdecken, die Dir zukĂŒnftig bestimmt Einiges erleichtern werden. Angesichts der anstehenden Umstellung auf Mobile First ist ein Vergleich von Mobile vs Desktop sicherlich auch interessant.

Behrend von HĂŒlsen
Behrend von HĂŒlsen
Consultant
Drum PrĂŒfe wer mit Bindestrich bindet

Seo-Suedwest hat JohnMus Kommentar dazu, wie Bindestriche von Google behandelt werden, aufgegriffen, und noch ein wenig ausgefĂŒhrt. FĂŒr Bindestriche heißt das, dass Google sie nicht einfach ignoriert, sondern im Einzelfall entschieden wird, ob die Schreibweise unterschiedliche Bedeutung hat oder als “Synonym” gewertet wird.

Wenn Du ĂŒberlegst, ob Du das Keyword mit Bindestrich schreibst, sollte also genau nachgedacht und eventuell ĂŒberprĂŒft werden. Denn das Thema hört eigentlich nicht beim Bindestrich auf, sondern die Behandlung von Bindestrichen folgt hier der “Synonym”-Logik von Google insgesamt. “Synonym” schreibe ich dabei in AnfĂŒhrungszeichen, weil Google in diesem Kontext Synonyme anders definiert als das Lexikon.

Letztendlich will Google nur wissen, ob die Worte/Schreibweisen in dem Kontext zu der gleichen Nutzerintention passen. Google denkt daher in statistischen Synonymen. Wer Thomas Mindnich (termlabs.io) kennt, hat mit Sicherheit schon davon gehört. Der von JohnMu zitierte Vortrag von Paul Haahr, erklÀrt das Thema aus Googles Perspektive hervorragend. Es lohnt sich, diese 20 Minuten zu investieren.

Auch bei anderen Themen ist es also sinnvoll zu ĂŒberlegen, welche Schreibweise Deiner Keywords wo am meisten Sinn ergibt. Google ist lĂ€ngst keine dumme Maschine mehr, die nur exakte Buchstabenfolgen vergleichen kann. Schreib also lieber guten Content, der Deinen Nutzern weiterhilft, anstatt nur die verschiedenen Schreibweisen Deines Produktes aufzuzĂ€hlen.

Nicht verpassen!

Heute Abend geht’s im SEO Meetup mit Mandy um das Thema Relaunch - wie immer um 19:00 auf YouTube!

 
Fragen? Immer gerne fragen!
Wir sind fĂŒr Dich da.
Schreib uns gern jederzeit
eine E-Mail an kontakt@wngmn.de oder
ruf uns einfach kurz an: +49 40 22868040

Bis bald,
Deine Wingmen
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