Zurück zur Newsletter-Übersicht
Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen für wache Webmarketer #55
Wingmen Online Marketing GmbH Logo
Florian Stelzner
Florian Stelzner
Geschäftsführender Gesellschafter

Modeste, Modeste, Anthony Modeste!

Hach, bist Du auch schon so im EM-Fieber? Zugegeben, hat nichts mit der EM zu tun, aber hat sich irgendwie zwischen die SEO-Gehirnwendungen geschraubt.

Apropos… damit man dieses Liedgut durch sinnvolleres Wissen austauschen kann, haben wir mal wieder für Dich den SEO-Rasen gemäht.

  • Johan fragt sich, ob Bandenwerbung zur EM sich lohnen kann
  • Hannah feiert Schema.org-Geburstag
  • Nora wirft einen strengen Blick aufs Regelwerk für Google Shopping
  • während Nils sich schmerzerfüllt zum Query-Kopfball hochschraubt
  • und Lars uns einen geheimen Einblick in seine EM-Spiel-Trickkiste auf SEO-Art zeigt.

In diesem Sinne… das Runde muss ins Eckige und das Spiel hat 90 Minuten.

Viel Spaß beim Lesen!

Was wir gelesen haben
Johan von Hülsen
Johan von Hülsen
Geschäftsführender Gesellschafter
Lohnt sich Bandenwerbung bei der Europameisterschaft?

Wahrscheinlich hast Du es mitbekommen: Der Ball rollt wieder. Das Runde muss ins Eckige und Europa sucht den Fußballmeister. Ich hab null Motivation für das Turnier.

Ich kriege maximal die Hälfte der deutschen Mannschaft zusammen und bei den anderen sieht es nicht anders aus. Aber das Tippspiel und die Berichterstattung im Vorfeld haben doch ein wenig Laune ausgelöst.

Also hab’ ich mir das Eröffnungsspiel angesehen. Du auch? Dann ist Dir sicher auch die chinesische Bandenwerbung aufgefallen. Ich habe dann ein paar Minuten drauf geachtet, wer so Werbung auf der Bande hat.

Über Google Trends können wir in sehr kleinteiliger Auflösung anschauen, wie sich Suchvolumina entwickeln. Und siehe da. Es gibt Muster zu erkennen:

  • Volkswagen hat kaum Ausschläge in der Suche.
  • TikTok braucht ein bisschen Zeit, bis ein Effekt eintritt. Dann halten die Suchen aber recht dauerhaft an. Bei Qatar Airways ist es ähnlich.
  • Hisense ist offensichtlich anders. Vivo ebenfalls.

Learnings: Bandenwerbung lohnt sich vor allem für Brands, die keiner kennt. Die Werbung von Volkswagen, die darauf abzielt, Suchen zu triggern, scheitert komplett.

Mein Tipp auf Italien war eine ziemlich sichere Wette. Auch wenn ich keine Ahnung von Fußball habe. Wir haben ein erneutes Beispiel, wie gut sich unsere SEO-Tools für die Beantwortung von Marketingfragen anderer Kanäle eignen können.

Auch spannend: Das Interesse an verschiedenen Spielen im Vergleich oder ein einzelnes Spiel in Nahaufnahme.

Hinweis zu Google News:

Willst Du Google News öfter nutzen, dann solltest Du diese Tipps sehr gründlich durcharbeiten:

Hast Du das getan, dann werden noch Fragen offen bleiben. Aber Du wirst weniger Gefahr laufen, die Daten grob falsch zu interpretieren.

Hannah Rohde
Hannah Rohde
Trainee
Happy Schema.org Anniversary

Am 3. Juni feierte schema.org das 10-jährige Bestehen. Jippie!

Schema.org was founded on the idea of making it easier and simpler for the ordinary, everyday sites that make up the web to use machine-readable data, and for that data to enable an ecosystem of applications used by millions of people.

2011 haben Google, Microsoft, Yandex und Yahoo das einheitliche Vokabular veröffentlicht. Dadurch wurde es möglich komplexe Inhalte besser für Suchmaschinen auszuzeichnen. Und dadurch einen positiven Effekt auf Sichtbarkeit und Darstellung in Suchergebnissen zu erhalten. Es hieß damals wie heute:

Structured data separates the presentation layer (what a web user sees) from the data layer (what a computer robot sees): machines consuming structured data don't have to "guess" what a web resource is about, but are provided with very exact information that can be parsed and queried.

Dies wurde damals als "pretty big news" von Aaron Bradley auf Seoskeptic vorgestellt. Auch wenn Suchmaschinen heute sehr viel besser im Lesen und Verstehen von Inhalten geworden sind, sind structured data immer noch relevant und die Schemata werden stetig weiterentwickelt.

Vor 10 Jahren wurde Microdata angepriesen als einfache Form der Einbindung von den auf schema.org angegebenen “Vokabeln”, die nur um das bereits bestehende HTML herum gebaut werden mussten. Heute nutzen wir lieber JSON-LD. Denn im Vergleich zu anderen Formaten ist es häufig deutlich leichter zu implementieren und warten.

2008 hatte Google bereits begonnen anhand von gesammelten Daten die Snippets in den SERPs anzureichern. Im Februar 2011 hatte Google dann auch die sogenannte “Recipe view” eingeführt, bei der Rezepte durch strukturierte Daten entsprechend in der SERP erscheinen. Aber sowohl damals als auch heute gilt: die Implementierung von structured data nach schema.org ist keine Garantie für Rich Results! Bereits damals wurde angenommen, dass die Ergebnisse in den SERPs durch das Einsetzen von structured data nach schema.org dazu führen wird, dass viele Fragen bereits auf der SERP beantwortet werden - damit hatten sie offensichtlich Recht. ;)

Eine hilfreiche Übersicht über alle von für Rich Snippets genutzten Datentypen von Article bis Video stellt Google ergänzend zu schema.org zur Verfügung. Daran kannst Du Dich bei der Konzeption gut orientieren.

Aber denk daran: Es gibt noch deutlich viel mehr als diese Datentypen und selbst wenn diese nicht zu besonderen Darstellungen in den SERPs führen, können sie den Suchmaschinen dabei helfen, Inhalte und Zusammenhänge besser zu verstehen.)

Nora Tiedemann
Nora Tiedemann
Trainee
Shop - until Google drops you 💸

Google hat seine Shopping-Richtlinien aktualisiert und vergibt einen neuen Richtlinienstatus:

Website sollte verbessert werden

Diesen Status erhält ein Händler, wenn er die professionellen und redaktionellen Standards auf der eigenen Website nicht erfüllt. Zudem führe dieser Status zu einer temporären Sperrung des Kontos. Ziel dieser neuen Richtlinienverordnung ist vor allem der Schutz des Nutzers vor negativen Kundenerfahrungen. Google möchte eine ausgezeichnete Nutzererfahrung gewährleisten und daher nur Werbung zulassen, die professionell und unmissverständlich gestaltet ist.

Darüber, ob etwas verständlich oder missverständlich ist, lässt sich bekanntlich streiten, dennoch habe ich mir die redaktionellen sowie professionellen Anforderungen von Google einmal näher angeschaut. Neben den Produktfeedspezifikationen, welche die Struktur und das Format für Produktdaten vorgeben, gibt es einen Beispielkatalog für unzulässige Inhalte:

  • So sollte die Website generell gut nutzbar sein und funktionieren. Das heißt unter anderem, dass Inhalte erreichbar sind, die Navigation gut funktioniert und der Nutzer nicht durch hindernde Pop-ups gestört wird.
  • Unternehmensinformationen müssen leicht zugänglich und eindeutig sein. Verständlich! Für mich gibt es auch nichts Schlimmeres, als eine kontraintuitive Seite und nicht auffindbare Kontaktinformationen!
  • Darüber hinaus sollten die Inhalte die allgemeingültigen Rechtschreib- und Grammatikregeln sowie die Interpunktion berücksichtigen
  • und die Seite muss zum Schutz des Nutzers eine gewisse Domainsicherheit erfüllen.
  • Zudem ist es erforderlich, dass die Landingpage auch mit dem angeteaserten Title und der Description übereinstimmt. Stell Dir mal vor, du siehst in einem Schaufenster ein leckeres Franzbrötchen. Voller Vorfreude betrittst Du den Laden und bist plötzlich in einer Fachhandlung für Schrauben - das ist nicht nur verwirrend, sondern auch pure Enttäuschung.
  • Produktbeschreibungen sollten fehlerfrei und möglichst umfassend sein, damit ein potenzieller Käufer alle relevanten Informationen erhält. Dopplungen innerhalb dieser Beschreibungen sieht Google aber gar nicht gerne. 😉
  • Die Inhalte einer Website sollten auch keine generischen Platzhalter oder unpassende Copy-und-Paste-Elemente enthalten und die stilistischen Anforderungen der Produktfeedspezifikationen erfüllen.

Wenn Du all diese Dinge berücksichtigt, solltest Du aber keinerlei Probleme bekommen - und läuft doch mal etwas schief, gibt es wie immer für alles einen Ausweg!

Nils Warnick
Nils Warnick
Consultant
Not all queries are created equal

Auf Googles Blog “The Keyword” wurde vor kurzem ein Artikel veröffentlicht, in dem uns Google Tipps und Hinweise für die effektive Verwendung der Google Suche gibt. Nun denken wir als SEOs gerne, tagein und tagaus mit der Suche beschäftigt, dass wir das Suchen selbst weitestgehend beherrschen. Wer aber rastet, der rostet, deswegen haben wir uns den Artikel natürlich trotzdem durchgelesen.

Während die Tipps keine völlig neuen Dimensionen eröffnet haben, hat es sich trotzdem gelohnt. Denn mit der SEO-Brille ist die folgende Anregung spannend zu lesen:

Tipp #3: Wählt Wörter gezielt aus Wählt Wörter, die wahrscheinlich auf der gesuchten Website vorkommen. Schreib also zum Beispiel nicht “mein Kopf tut weh”, sondern “Kopfschmerzen”, da dies das Wort ist, das auf einer medizinischen Website höchstwahrscheinlich erscheinen würde.”

Je nachdem, wie lange Du schon in diesem Internet unterwegs bist, wirst Du Dich an deutlich plumpere Suchmechanismen erinnern als den aktuellen Stand der Dinge. Die “Sprache” der Suchmaschine zu sprechen, war noch nie so leicht wie heute. Aus unserer Sicht war ein Teil dieser Entwicklung das Bestreben von Google, dass diese “Verschlüsselung” der Suchintention über die Suchanfrage so weit wie möglich entfällt.

In diesem Artikel wird dieses Vorgehen nicht nur befürwortet, sondern konkret empfohlen. Im Jahr 2021 schon ein wenig überraschend. Zwar liegt die Vermutung nahe, dass der Artikel größtenteils diesem Eintrag aus der englischen Google-Hilfe entlehnt ist.

Doch selbst wenn dieser Ursprung möglicherweise älter ist, wurde die Information schlicht übernommen und in keinem der beiden Fälle aktualisiert. Ohne aus einer Mücke einen Elefanten machen zu wollen, scheint es so, als würde Google uns sagen: “Sag nicht, was Du willst, sondern das, wovon Du denkst, dass es die besten Ergebnisse für Dein Anliegen liefert.” Und das ist schon spannend.

Vor allem wenn man sich anschaut, wie die Suchergebnisseiten für die von Google genannten Beispiele “mein Kopf tut weh” und “Kopfschmerzen” aussehen.

Mit einem behält Google recht: man kann mit der Anpassung seiner Suche unterschiedliche Ergebnisse erwarten. Aber vor dem Hintergrund, dass Google “Kopfschmerzen” für die richtige Anfrage hält, um zu dem vom Nutzer bei “mein Kopf tut weh” gewünschten Ergebnis zu kommen, sollten die Ergebnisse nicht ähnlicher sein?

Reproduzieren lässt sich ein so deutlicher Unterschied für die Beispiele aus der englischen Variante nicht. Auch ein Test mit Bauchschmerzen anstelle von Kopfschmerzen liefert weitaus ähnlichere Ergebnisse. Jetzt könnte man wohlwollend sagen, dass Google an dieser Stelle ja ein gutes Beispiel genommen hat.

Auf der anderen Seite fragen wir uns doch, wieso die Interpretationen der Suche so auseinanderklaffen. Entweder Google weiß etwas über die Anfragen, was wir nicht wissen, oder aber nicht jede Anfrage wird gleich gut verstanden.

Lars Heinrich
Lars Heinrich
Consultant
Wenn man einen Fußball hat, sieht jedes Problem aus wie ein Tor

Alle 2 Jahre wieder! Erster Spieltag der Welt- oder Europameisterschaft und schon wieder nicht getippt. Das Büro-interne Kicktipp geht in die heiße Phase, das liebe Team hat mich daran erinnert, dass ich zumindest die ersten Tipps eintragen solltest.

Aber wie soll man zwischen zwei Relaunches und anderen dringenden Kundenprojekten sorgfältig die Performance der einzelnen Nationalmannschaften und ihrer Spieler auswerten? Statistische Modelle für wahrscheinliche Spielausgänge zu programmieren dauert dann doch 5 Minuten länger.

Von Fußball selbst habe ich auch nicht genug Ahnung, um mich auf Fachwissen und Intuition verlassen zu können. Wettquoten verwenden kann jeder und es macht keinen Spaß… wir haben das Problem letzte Woche beim virtuellen Kneipenabend wild diskutiert und haben ein paar Lösungsansätze gefunden:

  • Ich habe eine kurze Keywordrecherche zu den einzelnen Mannschaften gemacht und mir das Suchvolumen via Keyword Planner gezogen. Die Mannschaft mit dem höherem Suchvolumen der jeweiligen Partie gewinnt. Die Differenz bestimmt das Torverhältnis. Mit dieser Variante habe ich es nach dem ersten Spieltag immerhin unter die Top 5 von 15 Tippern geschafft. Nur dass die Türkei 4 zu 1 gegen Italien gewinnt war dann doch weitab vom Schuss.
  • Der Kollege Warnick nutzt einen W4 und würfelt seine Ergebnisse. Längst nicht so valide, wie eine Recherche, aber auch eine Möglichkeit.
  • Wem das nicht tagesaktuell genug ist, kann das Tippspiel auch mittels Google Trends bestreiten. Einfach die Ergebnisse der Mannschaften/Nationen an den jeweiligen Spieltagen abfragen. Auch hierüber lässt sich problemlos das vermeintlich wahrscheinliche Torverhältnis errechnen.
  • Wer noch mehr Daten berücksichtigen möchte, der nutzt die Knowledge Graph Entitäten. Hierdurch werden auch Top-Spieler und Trainer einbezogen. Die Entitäten können schnell über die SERPs erhoben werden. Danach nur noch die entsprechenden Entitäten in Google Trends abfragen und sie den entsprechenden Nationalmannschaften zuordnen.

Bei dieser EM bleibt es bei dem Wettkampf Suchvolumen vs. Würfel. Wir müssen uns ja auch noch was für die kommende WM aufheben. Wir werden berichten, wie es ausgeht.

Termine, Termine, Termine

Es ist der 3. Dienstag im Monat - also ist es mal wieder soweit für das SEO Meetup Hamburg! Heute mit Martin Splitt von Google, der mit ein paar typischen SEO-Mythen aufräumen wird. Bist Du dabei?

 
Fragen? Immer gerne fragen!
Wir sind für Dich da.
Schreib uns gern jederzeit
eine E-Mail an kontakt@wngmn.de oder
ruf uns einfach kurz an: +49 40 22868040

Bis bald,
Deine Wingmen
Anckelmannsplatz 1, 20537 Hamburg, Germany
Wingmen Online Marketing GmbH Logo