Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen für wache Webmarketer #86
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Nora Tiedemann
Nora Tiedemann
Trainee
🌬️ Heißt Veränderung immer (SEO)-Fortschritt?

Der Philosoph Heraklit hat einmal gesagt „Nichts ist so beständig wie der Wandel". Eine Aussage, der ich nur zustimmen kann.

Besonders die SEO-Welt verändert sich stetig. Dadurch müssen wir als  SEOs uns häufig umstellen, aber das ist auch gut, so wird es nie langweilig. Denn Langeweile ist schließlich tödlich. Um Dich vor diesem Schicksal zu bewahren, haben wir auch diese Woche wieder spannende Themen, die in der letzten Woche durch unsere Köpfe gewabert sind:

  • Johan befasst sich mit der Fragestellung, ob sich die Google-Suchergebnisse verschlimmbessern 🔍

  • Anita hat abstimmen lassen - sind strukturierte Daten jetzt Technik oder Content? 🗳️

  • Flo wirft einen Blick aufs Ganze und erinnert Dich auf John Müller zu hören👁️

  • Caro zeigt Dir, wie Du Beispiele für in die SERP gewirbelten leeren Snippets findest 🌪️

  • Außerdem kommt frischer Wind geweht: Herzlich willkommen liebe Chrissi 🧡

Das Sprichwort "Bleib so wie Du bist" finde ich übrigens blöd, denn dann würde man sich ja gar nicht verändern. Und ohne Wandel keinen Fortschritt, oder? Naja, erstmal wünsche ich Dir viel Spaß beim Lesen! 💌

Was wir gelesen haben
Johan von Hülsen
Johan von Hülsen
Geschäftsführender Gesellschafter
Alles wird immer schlimmer, schlechter, abträglicher, scheußlicher, ärgerlicher, bedauerlicher…

Ich könnte noch lange so weiter machen. Aber genug Old School SEO-SPAM. In Teilen des Internets wird mal wieder diskutiert, ob die Qualität der Google-Suchergebnisse nicht viel schlechter geworden ist. SurgeHQ hat dazu eine kleine, schöne Untersuchung durchgeführt.

Denn natürlich werden immer viele zustimmen, wenn Du fragst, ob etwas schlimmer geworden ist. Und je älter diese Menschen sind, desto eher. Wir Menschen sind dafür gemacht Vergangenheit zu romantisieren und die Gegenwart schlecht zu reden.

Aber natürlich haben die Kollegen mit den Unkenrufen recht. Die SERPs bei Google sind nicht immer besser geworden. Tatsächlich hab ich öfter das Problem, dass ich nicht finde, was ich suche (gerade zum Beispiel die Studie, die ermittelt hatte, dass über 30 die Bereitschaft sich neue Tools anzueignen deutlich sinkt, an die ich meine mich zu erinnern).

Spannend aber ist das „Warum": Warum entsteht der Eindruck, dass die Ergebnisse schlechter geworden sind (jenseits des Vorurteils)?

  • Veränderung: Alles ist bunter geworden

  • Vergrößerung: Google muss Perlen in einem größeren Haufen Schrott suchen

  • Verlaufen: Schon beim Crawling und der Indexierung merken wir SEOs, dass Machine Learning nicht automatisch alles besser macht. Das System wird träge und schwerer zu beeinflussen. Vielleicht muss es tatsächlich erst schlechter werden, bevor es besser wird?

Was SugeHQ sehr schön herausarbeitet: Zufriedenheit mit Suchergebnissen ist hochgradig individuell.

Wenn ich meine persönliche Zufriedenheit bewerte: Für ca. 90% bin ich sehr happy mit den Ergebnissen. Bei den 10% bei denen ich nicht zufrieden bin probiere ich häufig andere Suchmaschinen (aktuell: You.com, duckduckgo und bing).

Und tatsächlich: Auch dort finde ich meist dann nicht besser wonach ich gesucht habe. Das Problem scheint – in meiner individuellen Bewertung – also kein reines Google-Problem zu sein.

Wie ist das bei Dir?

Wann warst Du das letzte Mal überhaupt nicht zufrieden mit den Ergebnissen?

Macht Desktop oder Mobile dabei einen Unterschied?

Und wie sehen die Ergebnisse dazu in einer anderen Suchmaschine aus?

Anita Böhm
Anita Böhm
Consultant
Strukturierte Daten: Content oder Technik?

Wir haben neulich bei LinkedIn die Frage in die Runde geworfen, ob strukturierte Daten ein Content oder ein Technik Thema sind. 81 Personen haben mit abgestimmt.

  • 58% meinen: Ganz klar, Content!

  • 26% meinen: Technik, ist doch logisch!

  • 16% sind einer anderen Meinung

Vielen Dank fürs Abstimmen und ergänzende Erläuterungen dazu!

Es gibt viele SEO-Themen, die sich sehr klar einem Bereich zuordnen lassen. Manchmal ist es aber nicht ganz so eindeutig. Zum Beispiel Titles und Descriptions: Manuelle Betextung erfolgt durch die Redaktion. Implementierung von automatisierten Lösungen ist eher Aufgabe der Entwicklung.

Oder eben die strukturierten Daten: Auch wenn sie im Kern in der Tat ein technisches Thema sind, kommt es hier oft nicht nur auf die Entwicklung an, sondern auf das Zusammenspiel verschiedener Stakeholder aus unterschiedlichen Disziplinen.

Dieser Prozess könnte beispielsweise so aussehen:

  1. Inhalte sichten: Zu Beginn steht erst einmal die Frage, welche Inhalte es auf der Domain gibt oder noch geben soll.

  2. Datentypen identifizieren: Basierend darauf kann ein Abgleich erfolgen, welche Structured Data Typen überhaupt relevant sind.

  3. Backend prüfen: Damit das Markup später automatisiert in den Quellcode purzelt, muss das CMS entsprechend so gestrickt sein, dass es weiß, wie eine Eingabe in dieses oder jenes Feld auf diesem oder jenem Template am Ende zu behandeln ist. Zum Beispiel: Das ist ein Rezept, hier ist die Kalorienangabe, da das Foto und hier die Anleitung. Oder: Das ist ein Event. Hier ist das Datum, da die Uhrzeit, hier der Ort, dort der Titel. Bei Formaten wie FAQ oder How To kann das durchaus anspruchsvoller sein, denn üblicherweise sind die Bestandteil herkömmlicher Beitragsformate und haben kein eigenes Template.

  4. Markup hinterlegen: Wenn die Templates soweit passen ist die Grundlage geschaffen, diese nun mit dem Markup zu verknüpfen und dafür zu sorgen, dass bestimmte Inhalte aus verschiedenen Feldern am Ende als Markup im HTML landen. Empfohlen ist dabei JSON-LD.

  5. Inhalte erstellen oder überarbeiten: Je nachdem, wie es um die Inhalte bisher bestellt ist, können diese nun erstellt oder überarbeitet werden. Mithilfe von strukturierten Daten kannst Du beispielsweise auch unterschiedliche Seiten zu einem Thema klar unterscheiden und so Google helfen Deinen content noch besser zu verstehen und entsprechend anzeigen zu können - also: dies ist das Rezept, das ist ein allgemeiner Hintergrundartikel dazu und hier ein News Artikel weil ein Celebrity das neulich auch gekocht hat...

  6. Implementierung validieren: Natürlich darf eine Validierung nicht fehlen. Dazu gibt es gleich zwei Tools, die nützlich sind: Google Rich Results Test Tool und Schema.org Validator. Achtung: Nicht nur darauf achten, dass es keine Fehler und auch möglichst keine Warnungen gibt - sondern auch mindestens exemplarisch prüfen, dass die Properties auch inhaltlich sinnvoll gefüllt sind. Rein technisch wird beispielsweise ein Event, dass zur gleichen Zeit beginnt und endet, im Tool validieren. Aber aus inhaltlicher Sicht ist es eher unlogisch, dass die Dauer der Veranstaltung so 0 Minuten beträgt.

  7. Strukturierte Daten monitoren: In der Google Search Console tauchen die strukturierten Daten bei den Enhancement Reports auf - bzw. bei den "Verbesserungen" wenn Du Deine GSC auf deutsch eingestellt hast. Diesen Bereich sollte man also im Auge behalten um bei Problemen direkt reagieren zu können.

Insbesondere die ersten Schritte müssen aber nicht zwangsläufig genau so und in dieser Reihenfolge ablaufen, nur dass jeder Punkt irgendwann abgehakt wird ist wichtig.

Wir sehen also: Die reine Implementierung ist durchaus technisch, genauso wie ein Teil der erforderlichen Voraussetzungen. Aber einfach so im luftleeren Raum, ohne eine grundsätzliche Vorstellung davon, was möglich ist sowie geeignete existierende oder geplante Inhalte, kann die Technik alleine nicht wirklich etwas tun. Zudem ist es mit der einmaligen Implementierung nicht getan. Es gilt, diese kontinuierlich zu monitoren - und auf neue Entwicklungen und Datentypen einzugehen.

Florian Stelzner
Florian Stelzner
Geschäftsführender Gesellschafter
Den Mist nicht unter den Teppich kehren

Hell, yes! Diese Meldung von John Mu öffnet Türen:

Wenn Deine Website einen Bereich hat, der qualitativ eher dünn ist - egal ob es an einer schlechten Übersetzung oder was anderem liegt - kann dies die Gesamtqualität in Googles Augen beeinträchtigen.

But if we see that there are significant parts that are lower quality then we might think overall this website is not so fantastic as we thought. And that can have effects in different places across the website.

Klar wie Kloßbrühe, beten schlaue SEOs schon seit Jahrzehnten, aber durch die offizielle John-Würze rieselt es bis in die letzten übelriechenden "Nice to have"-Ecken der Ticketsysteme.

Insbesondere bei größeren Unternehmensstrukturen mit mehreren Abteilungen und SEO-Zuständigkeiten passiert es häufig, dass eben genau diese Zuständigkeiten zu stark fokussiert werden. Jeder kümmert sich nur um die wichtigsten Sachen auf der eigenen Agenda. Der Rest wird unter den Teppich oder zur anderen Abteilung gekehrt. Das klassische Prinzip des Laubbläsers wenn man so will... ab zum Nachbarn mit dem Kram und nicht mehr dran denken.

Herzblut-SEOs tut das weh. Sie verstehen die Website als Gesamtkunstwerk und betrachten die komplette Domain aus Nutzersicht statt vereinzelt Nuancen scheinen zu lassen. Sei schlau, sei ein Herzblut-SEO, hör auf John!

Caro Wendt
Caro Wendt
Trainee
Indexiert aber durch die Robots.txt geblockt

Johan hatte auf Twitter Verbesserungen für Kevins SEO first principles-Artikel vorgeschlagen.

In dem Zusammenhang kam die Frage auf, ob URLs, die durch die Robots.txt geblockt werden tatsächlich ranken können oder nicht.

Johan hatte da ein paar Beispiele gefunden und ich habe ihn gefragt, wie er das gemacht hat.

  1. Starke Domain überlegen und schauen, ob Einträge in der Robots.txt vorhanden sind

  2. Aufruf des Keywordberichts in Sistrix

  3. Filtern der Description auf "Für diese Seite sind keine Informationen verfügbar" oder "No information available for this page"

  4. Eventuell branded queries ausschließen.

Wie oft sind Dir diese “leeren” Snippets schon über den Weg gewirbelt?

Christiane Kirsch
Christiane Kirsch
Werkstudentin
Das Wingmen-Team wächst weiter: Chrissi sagt Hallo

Hey ich bin Chrissi und bringe seit Januar noch mehr Girl-Power in das Wingmen-Team. 

Aktuell befinde ich mich kurz vor meinem Bachelorabschluss des Studiengangs Marketing-Management. Vor meiner Zeit als Wingwoman konnte ich bereits durch mein Praktikum bei shopping24 erste Einblicke in das Online-Marketing auf Basis von Social-Media, Content und SEO erhaschen. Nun möchte ich mein SEO-Wissen erweitern und mit meinen bereits bestehenden Kenntnissen und Stärken das Wingmen-Team unterstützen. 

Ich freue mich sehr, Teil der Werkstudenten-Crew zu sein und bin gespannt auf die Reise!

 
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