Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen für wache Webmarketer #70
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Johan von Hülsen
Johan von Hülsen
Geschäftsführender Gesellschafter
🐳 Aus, aus, die Wahl ist aus!

Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Aber ich bin unglaublich froh, dass ich gestern meine 3 Kreuze machen durfte (Erststimme, Zweitstimme, Bürgermeisterwahl). Für einen Demokraten ist wählen ein Fest.

Und nach diesem Wahlkrampf bin ich ziemlich froh, dass das vorbei ist. Der Ausgang garantiert immerhin, dass auch die nächsten Wochen nicht langweilig werden.

Ihr kennt uns. Uns wird auch nicht langweilig. Darum:

  • Hannah diskutiert ähnliche häufig gestellte Fragen

  • Ich hab mir die Features der neuen ScreamingFrog-Version angesehen

  • Flo lässt Pandas Hamsterrad fahren und Diät machen

  • Hat Nora zusammengefasst, was Sören und ich über Parteiwebseiten analysiert haben

  • Nils diskutiert Ideen für die Kommunikation mit dem C-Level

Was wir gelesen haben
Hannah Rohde
Hannah Rohde
Trainee
FAQ Markup vs. "Ähnliche Fragen"

Immer wieder hören wir den Begriff des FAQ Markups in Verbindung mit der "Ähnliche Fragen"-Box. Gern möchten wir für Dich noch einmal den Unterschied deutlich machen.

Das FAQ Markup erfreut sich immer größerer Beliebtheit und auf der SERP erscheinen immer mehr Snippets mit einer entsprechenden Visualisierung. 

Was solltest Du über das FAQ Markup wissen? In unserem Newsletter Nummer 59 hat Anita darüber schon geschrieben. Ich fasse für Dich nur noch einmal kurz die wichtigsten Punkte zusammen:

  • Es erscheinen nur 2 Frage-Antwort Kästchen an Deinem Snippet, Du kannst aber mehr als 2 Fragen in Deinen strukturierten Daten hinterlegen

  • Es erscheinen maximal 3 Snippets mit FAQ Erweiterung auf der SERP

  • FAQ Erweiterungen erscheinen nur auf Seite 1 

  • In der Antwort kannst du Visualisierungen per HTML auszeichnen, in der Frage nicht

Woher kommen nun also die Fragen in der "Ähnliche Fragen"-Box? 

Wir finden dort allerhand unterschiedlichen Inhalt, manchmal sogar Videos und häufig auch Fragen und Antworten, die sich Google selbst aus dem Content zusammenbastelt. Semrush hat Ende letzten Jahres eine Studie zur "Ähnliche Fragen"-Box veröffentlicht. Diese Studie hat ergeben, dass bei uns in Deutschland bei etwa einem Drittel der Suchanfragen eine entsprechende SERP Integration vorliegt, in anderen Ländern sogar noch häufiger. In der Box erscheinen häufig Ergebnisse von Seiten, die mit ihrem Content allein es nicht auf die erste Seite geschafft hätten, als Anreicherung der SERP aber hier gefeatured werden. In über der Hälfte der Fälle kommt es aber sogar zu einem Doppelranking auf Seite 1.

Achtung! Bitte denk daran, dass Du für das Erscheinen in der "Ähnliche Fragen"-Box eine Impression in der GSC erhältst, wenn die Frage aufgeklappt wurde und deine Website somit sichtbar war. Laut Semrush befindet sich die Box in fast 60% der Fälle in den Top 3 auf der SERP.

Je länger die Suchanfrage, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine "Ähnliche Fragen"-Box ausgespielt wird. Vor Allem, wenn die Suche ein Fragewort beinhaltet erscheint eine "Ähnliche Fragen"-Box.

85 % der Absätze aus den angezeigten Antworten kommen direkt aus dem Inhalt von den hinterlegten Websites. Auch Tabellen, Listen oder Videos werden hier aufgeführt. Die Antworten zu den Fragen haben durchschnittlich nur eine Länge von 37 Worten, ähnlich wie bei dem Position Zero Ranking. Dass die Inhalte aus dem FAQ Markup teilweise in der "Ähnliche Fragen"-Box zu finden sind, liegt daran, dass diese Inhalte ja auch direkt auf den Websites zu finden sind. Um in der Fragen-Box zu landen ist aber kein spezielles Markup notwendig.

Wenn Du in der "Ähnliche Fragen"-Box ranken möchtest, solltest du folgende Punkte befolgen:

  • Analysiere die SERPs zu Deinen Keywords - welche Fragen erscheinen? (Achtung, wenn du die Fragen aufklappst, dann erscheinen immer mehr…)

  • Analysiere die longtailigen Suchanfragen zu deinem Content - denn je länger die Suchanfrage, desto häufiger die Integration auf der SERP.

  • Stelle gut strukturierten Content zur Beantwortung der Fragen zur Verfügung - kurz und knackig auf den Punkt gebracht. Das hilft auch dem Passage Ranking.

Florian Stelzner
Florian Stelzner
Geschäftsführender Gesellschafter
Pack den Panda ins Hamsterrad!

Es liegt in der Natur der Sache einer stetig wachsenden Website, dass Inhalte, die nicht stetig überarbeitet und aktuell gehalten werden, irgendwann veralten. "Egal, die Festplatte im Cloud-Speicher hat keine Limits und schließlich haben wir unsere Redakteure teuer für die Erstellung bezahlt". So oder ähnlich habe ich schon so manchen Portalmanager sprechen hören. Gut, dass es immer wieder spannende Cases gibt, die beweisen, dass es sehr sinnvoll ist von Zeit zu Zeit den Rotstift auf veraltete, irrelevante Inhalte anzusetzen.

David Lewis hat auf der Brighton SEO (übrigens sehr zu empfehlen - wer fährt mit mir nächstes Jahr hin?) einen sehr schönen Vortrag über die Löschung von über 130 Millionen Unterseiten gehalten und warum das sinnvoll war. Da das Thema zumindest bei mir aktuell fast wöchentlich auf dem Herbstputz-Aufgabenplan für meine Kunden steht und ich unseren Wissensartikel Qualität vor Quantität schon gar nicht mehr empfehlen mag, weil es sooooo logisch ist wenn man drüber nachdenkt, habe ich die Präsentation von Lewis mal von hinten nach vorne aufgesäumt und bin über diese 3 spannenden Insights gestoplert, die für mich eigentlich immer klar waren, aber ich künftig auf jeden Fall deutlich dazusagen werde, wenn ich Löschaufgaben formuliere:

  • Denke an Googles Langzeitgedächtnis! Es reicht nicht, die XML-Sitemap nicht mehr zu referenzieren. Sie muss komplett gelöscht werden.

  • Erwartungsmanagement ist wichtig! David und Team sind davon ausgegangen, dass alle auf Status 410 (Gone!) gesetzten URLs binnen 48 Stunden aus dem Index verschwunden sind und haben nicht bedacht, dass Google erstmal vorbeikommen muss, um sich die Änderungen anzusehen und zu verarbeiten. Johan und Dominik konnten beim gefährlichsten Relaunch der Welt ein Lied davon singen.

  • Google re-crawlt URLs mit Status 410 "again and again and again"... klingt doch erstmal sinnvoll, also vielleicht gar nicht mal so überraschend. Trotzdem würde ich hier zu gern einmal in die Details schauen und prüfen, ob hier Caching und Expiration Header sauber gesetzt wurden

Und wann steht Dein Herbst-Putz an?

Johan von Hülsen
Johan von Hülsen
Geschäftsführender Gesellschafter
🐸 Neue ScreamingFrog Version 16

Mancher Mitmensch mustert mich mitleidig, wenn ich davon berichte, dass ich an keinem Changelog vorbeigehen kann, ohne es zu lesen.

Und die ScreamingFrog Changelogs gehören besonders dazu.

Was mir besonders aufgefallen ist:

  • HTML und JS-Abgleich: Wenn auf Deiner Seite etwas mit JavaScript passiert, dann ist das definitiv sinnvoll. Der Frosch gleicht jetzt automatisch HTML und gerenderte Seite ab. Auf die Qualität dieses Abgleichs bin ich gespannt.

  • Inlining von iFrame-Content (zumindest manchmal sinnvoll). Das dürfte für viele Seiten nicht entscheidend sein. Ist aber ein guter Punkt darauf gelegentlich stärker zu achten.

  • Tabellen lassen sich jetzt besser filtern. Da mein Workflow mit dem ScreamingFrog meist so aussieht: Problem identifizieren, URLs aus dem Crawl löschen. Freue ich mich sehr darüber hier jetzt besser filtern zu können.

Viele scheinen sich über das Dashboardingfeature zu freuen. Aber für mich ist das Blingbling. Ich liebe den Screamingfrog dafür, dass ich möglichst nah an die Rohdaten komme. Den Weg allerdings die Visualisierung über DataStudio zu lösen anstatt zu versuchen eine Visualisierung in das eigene Tool zu bringen, finde ich spannend.

Behrend glaubt, dass er persönlich für das aktuelle Update auf Version 16.1 verantwortlich ist mit seinem Bugreport von Freitag.

Freu mich auf den nächsten Einsatz. In Crawlerland ist einiges Los und ich finde den Wettbewerb der Anbieter klasse.

Nora Tiedemann
Nora Tiedemann
Trainee
Bundestagswahl 2021 - Nächstes Mal läuft es besser!

Deutschland hat gewählt: Johan und Sören beschäftigen sich im Zuge der Wahl in der vierten Ausgabe des Technical SEO Talks mit den Webseiten der verschiedenen Parteien. Dabei erhalten sie tatkräftige Unterstützung von Ernie.

Themenfokus sind die Kommunikation im Internet und das fehlende Verständnis der Parteien, wie Menschen im Internet suchen sowie ganz konkrete technische Fehler der einzelnen Webseiten.

Dabei fällt unter anderem auf:

Viele Parteien...

… mögen keine Bots 🤖

… führen uns im Kreis 🔁

… haben PageRank zu verschenken 🎁

… verstehen nicht, wie und was Menschen suchen 🔎

… haben DSGVO-Verstöße und sind nicht sicher 🚨

… gönnen ihren Parteimitgliedern keinen individuellen Title 🧑🏼‍🤝‍🧑🏼

… haben Inhalte, die nicht für alle zugänglich sind ❌

Außerdem findest Du in dem Video hilfreiche Tipps, was die Parteien besser machen können und sollten. Insgesamt ist die (SEO-)Performance von allen analysierten Parteien ausbaufähig - aber wie heißt es so schön: Beim nächsten Mal läuft es besser!

Eine kleine Zusammenfassung hat Johan auch auf Twitter geschrieben.

Nils Warnick
Nils Warnick
Consultant
SEO auf dem C-Level verkaufen

Wie viele dringend notwendige SEO-Maßnahmen liegen wohl gerade brach, weil das notwendige Budget, die erforderliche Zeit oder schlichtweg die Priorität im Unternehmen nicht vorhanden ist? Als Inhouse SEO aber auch als Berater kennt jeder mindestens einen solchen Fall. Um ein erfolgreiches Projekt abzuliefern, hat man aber am besten alle drei genannten Dinge auf seiner Seite.

Dort hinzukommen ist die Herausforderung. Nicht jeder Entscheider ist ein Fan von SEO und in mehr Fällen als man denken möchte ist SEO noch kein Begriff. Wie überzeugt man diese Entscheider jetzt am besten? Einen aus meiner Sicht sehr charmanten Ansatz beschreibt Tom Critchlow. Der Artikel zeigt ein Grundgerüst von 6 simplen Folien (plus 1 optionale) für eine erfolgreiche Präsentation. Das minimiert schonmal den Pain, sollte einem die Zeit für die Audienz im Vorstand gekürzt werden ;)

Inhaltlich ist das ganze schlicht gestrickt:

  1. Große Zahl zum Einstieg, z.B. Anteil organischer Traffic, Anteil an Umsatz

  2. Verlagerung des Bezugs von SEO zu Traffic hin zu Umsatz

  3. Modernes SEO ist mehr als Technik

  4. Wie können wir skalieren?

  5. Was ist (an Umsatz) drin?

  6. SEO-starke Wettbewerber aufzeigen

Natürlich ist Tom nicht der erste, der auf die Idee kommt, in Führungsebenen vor allem mit monetären Möglichkeiten zu überzeugen. Besonders hervorhebenswert finde ich allerdings die Entkoppelung des Themas SEO vom Traffic und dem häufig eher mühsamen Wust der technischen Suchmaschinenoptimierung. Die Brücke braucht vom Maschinenraum hauptsächlich den Hinweis, dass das Schiff schneller fahren kann. Die Details über Schaufeln und Kohle kann man sich für den direkten Ansprechpartner sparen.

Es ist jedenfalls nie verkehrt, einmal bewusst zu reflektieren, welche Argumente man für SEO ins Feld führt und welche für den jeweiligen Rezipienten am besten geeignet sind. Vielleicht hilft Dir dieser kurz gefasste Ansatz ja beim nächsten Mal, wenn Du die Chance hast, Entscheider auf den Pfad der Tugend zu führen ;) Wenn es geklappt hat, lass es uns (und Tom) wissen!

 
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