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Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen fĂŒr wache Webmarketer #25
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Florian Stelzner
Florian Stelzner
GeschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter
SEO macht mĂŒde Geister munter

Diese Slogan wurde Ihnen prĂ€sentiert von sloganizer.net. FĂŒr Halloween sind wir zwar ein bisschen spĂ€t dran, aber 2020 ist ohnehin gruselig genug. Spannend hingegen sind mal wieder unsere SEO-FundstĂŒcke, die heute einmal mehr einen sehr starken Content-Fokus haben.

FĂŒr das technische Gleichgewicht sorgen das gestrige Geburtstagskind Johan mit Einblicken in die Passage-Indexing-Sesamstraße und Justus mit einer kleinen Status Code-Diskussion.

Viel Spaß beim Lesen, Eure Wingmen

Was wir gelesen haben
Lars Heinrich
Lars Heinrich
Consultant
Ihr SEOs der Welt, hört auf diesen Malte!

Seit einiger Zeit geht der liebe Juan von Sistrix mit SEO-Live-Sessions bei YouTube auf Sendung. Diesmal zu Gast war Malte Landwehr, Head of SEO bei idealo mit dem Thema “RĂ€umt verdammt nochmal Euren Content auf” (so oder so Ă€hnlich, vielleicht sind auch nur die emotionalen SEO-Sicherungen bei mir durchgebrannt und der Titel lautete schlicht: “SEO-Wert von Evergreen Content“).

Mit sehr anschaulichen Beispielen fĂŒhrt Malte durch ein paar Gruseleien aus dem Netz, bei dem sich mit der Content-Aktualisierung so gar keine MĂŒhe gegeben wurde und zeigt Wege auf, wie man es besser machen kann. In ~25 sehr kurzweiligen Minuten sollte sich hier die ein oder andere Content-Strategie eine große Scheibe vom Know-How abschneiden.

TL:DR:

  • Nur das Datum auszutauschen reicht nicht aus
  • Dinge entwickeln sich und mĂŒssen ĂŒber die Zeit neu bewertet werden
  • (Fehl-)EinschĂ€tzungen mĂŒssen stetig aktualisiert werden
  • Auf Versionierung und Umbenennungen Dritter acht geben und darauf eingehen

Oder um es auf den Punkt zu bringen: Autoren sollten sich mit der Materie ĂŒber die sie schreiben intensiv beschĂ€ftigen und Details sauber herausarbeiten. TextmĂŒll vom Fliessband besser in die Tonne. QualitĂ€t sticht immer heraus!

Andreas Schalay
Andreas Schalay
Consultant
Wie geht Google eigentlich mit Status 307 um?

SEOs können sich die Köpfe heiß diskutieren, ob man 302 in 301 umwandeln sollte oder nicht. Kommt dann noch ein standardverliebter Entwickler der alten Schule (wir lieben Euch!) dazu, dann kann es ziemlich lustig und leicht nerdig werden. Ein wenig anders ist das mit dem Status 307. Hier haben wir schon Empfehlungen anderer Agenturen gesehen auch den 307 in einen 301 zu Ă€ndern. Warum das nicht geht und wie Google aber mit dem 307 umgeht hat John sehr schön in diesem Video herausgearbeitet.

Long story short:

  • Da der 307 nicht wirklich existiert, kann Google ihn nicht crawlen.
  • Da Google sich zwischen den Crawl-VorgĂ€ngen nichts merkt (auch keine Cookies), crawlt Google die HTTP-Version der Seite auch wenn HSTS gesetzt ist erneut.
  • HSTS fĂŒhrt also nicht dazu, dass Google weniger HTTP-URLs crawlt.
  • Trotzdem ist der 307 natĂŒrlich eine gute Praxis. Wir sind dafĂŒr.
Justus BlĂŒmer
Justus BlĂŒmer
Consultant
Ein Artikel ĂŒber EAT, der schwer zu verdauen ist

Eigentlich ist er gut zu fassen, aber schlecht zusammenzufassen. Lily Ray hat sich hingesetzt und Bill Slawski interviewed. Bill ist ein profilierter SEO, der regelmĂ€ĂŸig die Patente von Google auseinandernimmt. Aus diesem GesprĂ€ch ist eine Zusammenfassung geworden welche Patente wohl hinter Googles Verarbeitung von E-A-T stehen könnten.

Wer sich fĂŒr E-A-T interessiert, sollte diesen Artikel gelesen haben. Die ganz kurze Fassung ist, dass Google bei EAT Faktoren besonders auf EntitĂ€ten achtet. In Verbindung mit Gary Illyes ErwĂ€hnung der Entity Extraction aus Structured Data (s. Anitas Linktipp) spricht einiges dafĂŒr sich noch mal intensiver damit zu beschĂ€ftigen welche Inhalte mit noch mehr Structured Data ausgezeichnet werden können.

Johan von HĂŒlsen
Johan von HĂŒlsen
GeschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter
Google, die ganze Sesamstraße und einzelnen Passagen

Die ganze SEO-Welt redet von BERT. Dawn Anderson hat einen umfangreichen und extrem guten Artikel geschrieben in dem sie den aktuellen Stand von BERT und die Probleme dahinter herleitet und diskutiert. Der zentrale Satz ist gut versteckt:

In two stage ranking there is first full ranking (the initial ranking of all the documents), and then re-ranking (the second stage of just a selection of top results from the first stage).

Der Satz fast sehr gut zusammen, worum es beim Passage Indexing gehen wird und sagt uns auch, worauf wir bei der Optimierung achten mĂŒssen. Was meint das: BERT ist auch bei Optimierung sehr teuer in der AusfĂŒhrung. Daher ist die Basis vorab immer noch eine „ganz einfache“ Bag of Words vorqualifizierte Liste. Und diese Liste wird dann mit den teuren Methoden in eine Reihenfolge gebracht.

Die erste Phase versucht so viele grundsÀtzlich relevante Dokumente zusammenzutragen, wie möglich. Wenn hier ein paar nicht ganz so relevante dabei sind, dann ist das nicht so wild. Eine solche Liste ist recht einfach skalierbar abzubilden. Wahrscheinlich wird dabei eine Weiterentwicklung von Okapi BM25 genutzt (eine Weiterentwicklung von WDF*IDF).

In der zweiten Phase können aufgrund der kleineren Dokumentenmenge mehr Ressourcen aufgewandt werden, um die Dokumente in eine relevante Reihenfolge zu bringen. Hier spielen dann die ĂŒblichen Rankingfaktoren eine deutlich grĂ¶ĂŸere Rolle und natĂŒrlich auch BERT.

To summarize, efficiency and effectiveness combined are the main driver for two stage ranking processes. Use the most computationally expensive resources on the most important documents to get the greater precision because that’s where it matters most. Full ranking is stage one with reranking as stage two for improvements on the top-K retrieved from the full collection.

Und warum hÀngt das nun mit Passage Indexing zusammen? Nun ein Grund ist, dass BERT ein Problem mit langen Dokumenten hat. Zum anderen ist das Ranking von Einzelabschnitten ein lang gehegter Wunsch von Google. Eine schnellere Antwort auf die Frage des Nutzers bietet eine bessere User Experience, mehr Suchen und mehr Klicks auf Werbung.

Im Artikel zeigt Dawn anhand verschiedener Paper, welche Performance-Gewinne BERT-basierte Modelle auch fĂŒr die erste Phasen haben können. Und warum es in der ersten Phase sinnvoll sein kann, nur Einzelabschnitte eines Dokuments zu bewerten.

Dieser Artikel ist ein Brett, aber eines, das sich lohnt zu bohren.

Anita Böhm
Anita Böhm
Consultant
Kleine FundstĂŒcke, die man so eigentlich nicht finden will

Schaust Du regelmĂ€ĂŸig in Deine robots.txt und Deine XML-Sitemaps? Oder hast dafĂŒr vielleicht sogar ein Monitoring am Start? Könnte sinnvoll sein, damit Dir sowas nicht passiert:

Im Best Case werden kostenpflichtige Inhalte, die in der XML-Sitemap landen, nur von neugierigen SEOs gefunden. Im Worst Case packt Google sie, wenn es kein “noindex” gibt, in den Index. Da können sie dann potenziell von jedem gefunden werden, ohne das Du einen Cent siehst.

Schade auch, wenn Inhalte, die Google sehen sollte, in der robots.txt gesperrt werden:

Klar, ist zwar immer schön, wenn der Mobile Friendly Check validiert. Aber nicht, wenn das Ergebnis dann so aussieht. Ein Grund, warum wir Fans von möglichst schlanken robots.txt sind, denn der Standard-Eintrag tut es in den allermeisten FÀllen und verhindert solche Fails.

Also immer dafĂŒr sorgen,

  • dass wirklich nur verfĂŒgbare und indexierbare Dinge in der XML-Sitemap stehen
  • dass die robots.txt nicht zu restriktiv ist und Google vielleicht den Zugriff auf relevante Ressourcen verwehrt
  • dass es Dir möglichst direkt und nicht nur durch Zufall auffĂ€llt, wenn doch mal was schief geht
Kann man sich schon mal merken
 
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Wir sind fĂŒr Dich da.
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