Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen fĂŒr wache Webmarketer #143
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Andreas Röne
Andreas Röne
Consultant
đŸ€– Die einzigen SEO News diese Woche FAST ohne ChatGPT

Wenn ChatGPT eines geschafft hat, dann dass mir die Meldungen in den Medien aktuell zum Hals heraus hĂ€ngen. ChatGPT hier, ChatGPT da. Haben wir SEOs nicht Sorgen genug? Aber im Ernst: Bevor wir ChatGPT die BĂŒhne ĂŒberlassen, sollten wir doch wenigstens als SEOs unsere Hausaufgaben gemacht haben. Deshalb haben wir Dir viele spannende Artikel ĂŒber fĂŒr Deinen SEO-Alltag und NUR EINEN Artikel zu AI mitgebracht – Danke Caro!:

  • Annemieke ĂŒber SEO im Affiliate-Marketing
  • Jolle fĂŒhrt Dich in die Filterfalle
  • Caro hat ihre Gedanken zum Thema AI fĂŒr News-Publisher in ein Trinkspiel gegossen. Du wirst das Bingowort spielerisch leicht erraten
  • Anita rĂ€t Euch, die Augen bei der Outfit-Wahl offen zu halten
  • und ich erzĂ€hle Dir etwas ĂŒber CDNs, Interstitials und wieso Google so etwas doof findet

Viel Spaß beim Lesen,

Deine Wing-bots, Àh -Menschen!

Was wir gelesen haben
Annemieke Einfeldt
Annemieke Einfeldt
Trainee
Auch Affiliate-Marketing braucht eine SEO-Strategie

Heute handelt mein Beitrag von dem neuen Artikel von Jessie Williams und Shelby Backley auf WTF is SEO. Die beiden Publishing-Profis beschÀftigen sich mit dem Thema SEO und erklÀren vor allem dem Journalismus-Publikum immer wieder leicht, worauf es da ankommt. In der vergangenen Woche beschÀftigten sie sich mit dem Thema Affiliate Marketing SEO.

Beim Thema Affiliate Marketing denkt man schnell an Hobbyblogger, fĂŒr die der schnelle Rubel im Vordergrund steht. Dass dieser Eindruck tĂ€uscht und es viele seriöse Seiten gibt, zeigen beispielsweise viele Newsportale oder renommierte Infoportale wie Finanztip.de. (Anmerkung der Redaktion: "renommiert" rĂ€usper

Affiliate Marketing beschreibt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Produkthersteller/-vertreibendem und dem Webseitenbetreiber, der die Ratgeber Inhalte produziert sowie die jeweiligen Produkte innerhalb seines Contents empfiehlt oder bewertet.

Der Websitebetreiber spricht Kaufempfehlungen fĂŒr die jeweiligen Produkte aus und stellt die direkte Weiterleitung zu dem Shop des VerkĂ€ufers her, zumeist aus seinem Text und/oder am Ende innerhalb einer ĂŒbersichtlichen Platzierungstabelle, heraus. Eine Provision ist an einen Erfolg geknĂŒpft, das kann der Kaufabschluss eines Produktes oder auch nur ein Klick auf einen Partnerlink bedeuten.

Laut den Erhebungen des Digital Marketing Institutes informieren sich 53% der Verbraucher im Vorwege online ĂŒber ihren potentiellen Produktkauf, entsprechend hoch ist demnach die Relevanz der eigenen Affiliate-Strategie fĂŒr den Verkauf der eigenen Produkte.

Eine Herausforderung besteht hier darin, dass die Kunden die Produktseiten hĂ€ufig nicht als Brand kennen und sie nach dem gewĂŒnschten Produkt oder Vergleichs-Keywords suchen. Aus diesem Grund ist es wichtig, fĂŒr generische Keywords zu ranken und bestenfalls besser als die Anbieter/ Hersteller selbst.

SEO & Affiliate - Warum SEO nicht aus dem Affiliate-Marketing wegzudenken ist:

Wie bei vielen Dingen im SEO sind auch hier wieder Keywords der SchlĂŒssel zum Erfolg, denn auch hier ist es das Ziel, bestmöglich bei Google zu ranken. Die Konkurrenz ist groß und  fĂŒr Deine erfolgreiche Affiliate-Strategie ist es notwendig, dass potentielle Kunden, die eine Affiliate-Page als eines der ersten Ergebnisse zu ihrer Suchanfrage finden. So können sie sich direkt dort informieren und es kann zur angestrebten Conversion kommen.

Die Unterscheidung zwischen den kommerziellen und transaktionsbezogenen Suchbegriffen aus dem Artikel von Jessie Williams und Shelby Blackley sind besonders spannend. Mit transaktionsbezogenen Suchbegriffen zielen Nutzer direkter auf einen Kauf ab. Bei den kommerziellen Suchbegriffen geht es vordergrĂŒndig darum, sich ĂŒber bestimmte Marken oder Dienstleistungen zu informieren. Sie sind quasi die informationalen unter den transaktionalen Suchbegriffen đŸ˜”â€đŸ’«. Die kommerziellen Suchbegriffe sollten Deine Website-Besucher informieren und auch mögliche Nutzerfragen sollten nicht außer Acht gelassen werden.

Ende letzten Jahres hat Google seine Quality Rater Guidelines aktualisiert und dem E-A-T- Konzept ein zweites E hinzugefĂŒgt. Zudem sind die E-A-T-Faktoren mit dem Zusatz der Erfahrung ein wichtiger Bestandteil, um Vertrauen aufzubauen, damit die Leser Deinen Empfehlungen auch folgen. Ebenso wichtig zu wissen ist, dass Google mit den Product Review Updates vom August 2022 die Erfahrung und Expertise mittlerweile noch schwerer gewichtet.

Durch dieses Update ist es fĂŒr die Pappnasen in der Online-Welt nicht mehr so einfach möglich, ungetestete Produkte zu vertreiben. Es werden Nutzer belohnt, die die hilfreichsten Bewertungen zuerst veröffentlichen, unabhĂ€ngig davon, ob sie positiv oder negativ ausgefallen sind.

Produktbewertungen, die beispielsweise einen Nutzen, sowie Vor-und Nachteile auffĂŒhren, werden im oberen Bereich der Suchergebnisse aufgefĂŒhrt und der Thin-Content rĂŒckt nach unten.

Abschließend war es fĂŒr mich spannend zu sehen, dass sich nun auch Publisher mit dem Thema Affiliate Marketing und SEO auseinandersetzen und es fĂŒr sie ein wichtiger Einnahmekanal sein kann.

Jolle Lahr-Eigen
Jolle Lahr-Eigen
Consultant
Vorsicht: Filterfallen verfĂŒhren zu Fehlern

Bei unseren Kundenprojekten hantieren wir oft mit großen DatensĂ€tzen, die gĂ€ngige Programme fĂŒr Tabellenkalkulationen zum Ächzen bringen. Zum GlĂŒck helfen Tools wie Knime oder die Pythonskripte, die unserem Highfivemind entspringen, die dicksten Brocken in handliche Scheiben zu schneiden, mit denen sich vernĂŒnftig weiterarbeiten lĂ€sst.

Zudem sind wir große Fans der 80/20-Regel (auch: des Pareto-Prinzips), nach der sich mit gut 20 Prozent des Aufwands oft 80 Prozent der Ergebnisse und Erkenntnisse erzielen lassen. Der Aufwand fĂŒr die letzten 20 Prozent bis zu einem perfekten Ergebnis kann umgekehrt nochmal exorbitant ansteigen und 80 Prozent der Arbeit locker ĂŒberschreiten. Die genaue Aufteilung spielt fĂŒr dieses Sinnbild keine Rolle.

Wo setzt Du den Datenschnitt an?

Neulich war ich mit einem Datensatz aus der Google Search Console (GSC) beschÀftigt. Ich habe zwei ZeitrÀume vor und nach einem gravierenden Traffic-Einschnitt untersucht, um herauszufinden, ob bestimmte Gruppen und Typen von Seiten und Suchanfragen besonders betroffen sind.

Bei den Suchanfragen mit wenigen Impressionen handelt es sich hĂ€ufig um Vertipper und Zufalls-Rankings, die wenig Klicks bringen und fĂŒr das KerngeschĂ€ft im Projekt meist keine Rolle spielen. Deshalb habe ich anfangs den Filter großzĂŒgig auf mindestens 200 Impressionen pro Suchanfrage und Seite entweder im Vorher- oder Nachher-Zeitraum gesetzt.

Tabelle mit GSC-Daten: Delta an Impressionen, Positionen, Klicks und der Click-Through-Rate (CTR) in Prozent sowie verlorene Klicks absolut beim Filtern der Daten auf 4, 50 oder 200 Impressionen

Ein Großteil der verlorenen Klicks ist mir in diesem Fenster zu den Daten aber direkt flöten gegangen. Also habe ich den Filter auf 50 Impressionen mindestens gedrosselt. In diesem Fall war das immer noch viel zu grobschlĂ€chtig. Letztlich habe ich mit einem Filter von mindestens 4 Impressionen gearbeitet, um wirklich einen reprĂ€sentativen Blick auf das Problem zu bekommen.

Was ich gelernt habe

  • Niemals vergessen: Filtern verfĂ€lscht Daten, also Aussagekraft der abgeleiteten Erkenntnisse gegenprĂŒfen

  • Positionen und Impressionen können gleichzeitig im Longtail stabiler bleiben (weniger verlieren) und dennoch stĂ€rker leiden (mehr verlieren), wenn es um den Traffic-RĂŒckgang (Klicks) geht

Hast Du Ă€hnliche Anekdoten? Welche Filter-Szenarien haben Dich in Deinen Analysen ĂŒberrascht? Wir sind immer gespannt, wie die Welt von Deiner Warte aus aussieht, also meld Dich bei uns!

Caro Wendt
Caro Wendt
Junior Consultant
Was ist eigentlich mit der AI-Spielerweiterung fĂŒr News Publisher?

Weiter geht's mit unseren Gedanken rund um AI und SEO. (Sorry Andreas!) 

Jolle hat Dir letzte Woche schon ihre Gedanken zu strategischen SchachzĂŒgen in ihrer Spielanleitung verkĂŒndet. Behrend hatte dargelegt, wieso dieses Spiel auch mal Spielfehler aufzeigen kann. 

Diese Woche gibt's den Wunsch nach einer Spielerweiterung fĂŒr News Publisher: Viele große Publisher sprechen ĂŒber mehr Spielregeln fĂŒr ein faires Spiel. Dabei kommen nicht nur Sorgen bei einigen News Publishern um die eigene gute Partie in diesem riesen Schachspiel hoch, sondern auch Zweifel an der SpielqualitĂ€t selbst, wenn AI vielleicht auch mal unabsichtlich schummelt oder eben immer wieder Spielfehler auftreten:

"Other news trade groups are also watching search chatbots closely. "We are very concerned about the role this revolutionary technology, which has the potential to do good, can play in the exponential proliferation of misinformation," says Paul Deegan, president and CEO of trade body News Media Canada. "Real journalism costs real money, and it is in Big Tech platforms' self-interest to negotiate fair content licensing agreements with news publishers."" - Wired Magazine

Dass AI das Spiel komplett ĂŒbernimmt und alle SEO-SchachzĂŒge von News Publishern verhindert, erscheint fĂŒr uns erstmal unwahrscheinlich: 

  • AI-zusammengestellte News benötigen eine Datenbasis. Ohne Datenbasis keine SchachzĂŒge fĂŒr AI. Die Spielpartner sind also in einer gegenseitigen AbhĂ€ngigkeit.

  • Außerdem ist die Gefahr von Spielfehlern noch viel zu hoch.

  • Passend dazu ein kleiner Fun Fact: ChatGPT fĂ€llt durch das bayrische Abitur

NatĂŒrlich kennt kein Spieler die nĂ€chsten SchachzĂŒge des anderen, aber das Spiel wird noch sehr lange weitergespielt werden, bis es tatsĂ€chlich eine revolutionĂ€re Spielerweiterung geben wird. Und selbst dann werden News Publisher weiterhin zum Kreis der Schachspieler gehören mĂŒssen.

Spielst Du noch oder bangst Du schon um die neue Spielerweiterung?

P.S.: Kennst Du die AI-Spielerweiterung fĂŒr Katzenliebhaber schon? (SelbstverstĂ€ndlich entdeckt von unserem Katzenliebhaber Behrend).

Anita Böhm
Anita Böhm
Consultant
Augen auf bei der Outfit-Wahl

Stell Dir vor, Du gehst auf 'ne Party – und ein halbes Jahr spĂ€ter launcht Google deshalb ein neues Produkt. Klingt komisch, ist aber Jennifer Lopez wirklich passiert. Am 23. Februar 2000, also vor dezent 23 Jahren (Uff, fĂŒhlst Du Dich gerade auch unfassbar alt?), trug sie ein grĂŒnes Kleid von Versace auf dem Red Carpet der Grammy Awards. Das Outfit wurde ziemlich gefeiert und quasi ĂŒber Nacht explodierte die Suche nach dem grĂŒnen Kleid. Da es die Bildersuche damals noch nicht gab, wurde sie tatsĂ€chlich deshalb erfunden.

"In 2000, Google Search results were limited to simple pages of text with links. Google's developers worked on developing this further, and they realized that an image search tool was required to answer "the most popular search query" they had seen to date: the green Versace dress of Jennifer Lopez worn in February 2000." - Wikipedia

Falls Du Dich jetzt fragst, wie denn ein Kleid, das einen solchen Hype auslöst, aussieht: Hier ein Screenshot aus der Google Bildersuche.

Screenshot aus der Google Bildersuche zum Query "jennifer lopez green dress versace 2000". Es sind 3 Reihe mit Vorschaubildern zu sehen, auf denen Jennifer Lopez in einem grĂŒnen Kleid abgebildet ist. Das Kleid ist aus einem leicht transparenten Stoff mit Jungle-Motiv (BlĂ€tter) in grĂŒn, hat lange Ärmel und einen Ausschnitt, der bis unter den Bauchnabel geht.

Eric Schmidt fĂŒhrt die Geschichte hier auch nochmal etwas weiter aus:

"When Google was launched, people were amazed that they were able to find out about almost anything by typing just a few words into a computer. The engineering behind it was technically complicated, but what you got was pretty rough: a page of text, broken up by ten blue links. It was better than anything else, but not great by today's standards.

So our co-founders Larry Page and Sergey Brin – like all other successful inventors – kept iterating. They started with images. After all, people wanted more than just text. This first became apparent after the 2000 Grammy Awards, where Jennifer Lopez wore a green dress that, well, caught the world's attention. At the time, it was the most popular search query we had ever seen. But we had no surefire way of getting users exactly what they wanted: J­Lo wearing that dress. Google Image Search was born."

Ziemlich verrĂŒckte Geschichte, finde ich. Auch wenn es schon eine Weile her ist, dass ich zum ersten Mal davon gelesen habe, muss ich doch immer schmunzeln und bin amĂŒsiert, wenn ich wieder mal darĂŒber stolpere. Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du diese Geschichte bereits gekannt? Welche anderen kuriosen und unterhaltsamen Geschichten aus der Suchmaschinen-Welt faszinieren Dich?

Andreas Röne
Andreas Röne
Consultant
Auch gute Bots lösen kein Recaptcha

Wie oft ist es Dir selber schon passiert, dass Du auf einer Website als erstes einmal ein ReCapcha ausfĂŒllen musstest, um zur eigentlichen Website "durchzukommen"? CloudFlare und auch andere CDNs bieten dies in Form einer SpamBot- Protection ihren Kunden an und dies kann unter UmstĂ€nden auch fĂŒr Deine Website wichtig sein, wenn Du mit vielen DDOS-Attacken zu kĂ€mpfen hast. Gary Illyes von Google hat jetzt noch einmal darauf hingewiesen, dass Du dabei unbedingt sicherstellen solltest, dass Google Bots (und ich denke, dass wir das auf alle anderen, uns wichtigen, Bots ausweiten können) diese so genannten Interstitial niemals zu Gesicht bekommen sollten.

Cloudflare ReCaptcha

Vielleicht fragst Du Dich wieso? Wenn wir uns die Funktionsweise eines Crawlers anschauen, dann ruft dieser eine beliebige URL aus seiner Verarbeitungs-Warteschlange ab und versucht den Inhalt fĂŒr diese URL abzurufen. So zumindest die stark vereinfachte Annahme der Funktionsweise des Googlebot Schedulers, der uns hier fĂŒr unsere Zwecke ausreicht 😉.

Antwortet nun ein CDN mit einem Interstitial, so nimmt der Crawler an, dass dies der Inhalt fĂŒr die angeforderte URL wĂ€re, schließlich wurde der Inhalt mit einem StatusCode 200 ausgeliefert. Nach dem Aufbau wĂŒrde Google diesen Inhalt vermutlich als "Thin Content" bzw. "Duplicate Content" klassifizieren. Passiert dies nur ab und zu, so werden Deine Inhalte vermutlich immer mal wieder ranken, dann wieder nicht und Du wirst Dich fragen, weshalb Deine doch so guten Inhalte nicht auf den vordersten PlĂ€tzen gerankt werden.

Aus diesem Grund solltest Du sicherstellen, dass alle Bots aller Dir wichtigen Suchmaschinen alle wichtigen Inhalte zu jeder Zeit abrufen können und auch wirklich ausgeliefert bekommen.

Aber auch regionsbezogene Blockierungen solltest Du, wenn es Dir möglich ist, vermeiden. So gehen Dir nicht nur potentielle Neukunden verloren, sondern Du blockierst ggf. aus Versehen auch andere wichtige Bots der Suchmaschinen.

Cloudflare regionsbezogener Blocker

CDNs wie z.B. Cloudflare bieten Dir dafĂŒr Sicherheitseinstellungen an, die Du Dir unbedingt nach diesem Artikel einmal anschauen und verstehen solltest. Um die Einstellungen des Cloudflare Security Levels zu verstehen, empfehle ich Dir einmal die Dokumentation von Cloudflare direkt.

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