Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen f├╝r wache Webmarketer #73
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Andreas R├Âne
Andreas R├Âne
Consultant
Frisches Salz f├╝r Deine SEO-K├╝rbissuppe

Mit voller Besetzung und voller Kraft sind wir in eine neue Woche, voller SEO-Abenteuer, gestartet. Unsere Chefs Johan und Flo sind frisch erholt aus ihrem wohlverdienten Urlaub zur├╝ck und ich hege noch die Hoffnung, dass wir die Erholung der beiden nicht gleich in der ersten Woche aufbrauchen :-) Solange die Beiden die freie Zeit genossen haben, haben die anderen Wingmenschen solange die Stellung gehalten, auf Justus achtes Firmenjubil├Ąum angestossen, sich in Kundenprojekten getummelt und um folgende Themen f├╝r Euch gek├╝mmert:

  • Anita hat sich Gedanken zu Monitoring gemacht
  • Nils h├Ąlt Euch ├╝ber Google Discover auf dem Laufenden
  • Behrend erkl├Ąrt Euch die n├Ąchsten Probleme in der GSC
  • Ich durfte mir das Thema JavaScript, Frameworks und Suchmaschine genauer angesehen
  • Und Johan hat noch Kommentare zu Snippets
Was wir gelesen haben
Nils Warnick
Nils Warnick
Consultant
I try to Discover

Google Discover ist hier im Newsletter ja immer mal wieder ein Thema. Falls Du Dich bisher noch nicht damit befasst hast, Dein Wissen auffrischen m├Âchtest oder Du ein paar Grundlagen dazu mit Deinem Team teilen m├Âchtest: Dieser Rundumschlag von Lily Ray sei Dir sehr ans Herz gelegt!

Wie immer gibt es bei Lily Ray einen riesigen Berg an Infos, gut strukturiert und verst├Ąndlich erkl├Ąrt. Von den Basics - Was ist dieses Discover eigentlich und wieso ist es f├╝r uns SEOs von Interesse? - hin zu tiefergehenden Details - Was sind Ranking-Faktoren in Discover und was kann ich da alles hinsichtlich meiner Performance analysieren? - ist alles dabei.

Dabei betont Lily, wie fragil der schwer analysierbare Discover-Traffic ist und dass man die Inhaltsrichtlinien f├╝r Discover einhalten sollte, sonst gibt es eventuell eine Penalty.

Spannend ist die eigene Analyse, die Lily durchgef├╝hrt hat, basierend auf 12k URLs aus ├╝ber 75 Domains. Auf dieser Grundlage hat sie 5 Thesen abgeleitet, die f├╝r eine gute Performance in Google Discover von Relevanz sind:

  • Discover Content is highly emotional.
  • Clickbait headlines appear to drive traffic, but be careful not to get a manual action.
  • What works best in Discover might not work at all in regular organic search (and vice versa).
  • Posing questions in headlines appears to drive high CTRs in Google Discover.
  • Content that deeply targets usersÔÇÖ interests performs best in Discover.

Hier findest Du bei Bedarf noch weitere Ausf├╝hrungen und konkrete Beispiele dazu.

Wenn Du schon dort bist, kannst Du Dir auch die Slides zu Lilys Pr├Ąsentation von Anfang September auf der DeepSEO Conference anschauen.

An dieser Stelle darf nat├╝rlich eine Empfehlung der SEO Meetup Hamburg Ausgabe mit Teresa Wolf nicht fehlen. Da erkl├Ąrt Teresa nochmal ganz genau, worauf es bei Google Discover ankommt.

A propos Google Discover: Ein neues Feature namens Follow wird derzeit getestet.

Quelle: developers.google.com

Es erm├Âglicht eine Art Abo eines Discover Feeds, ├╝blicherweise in Form von RSS oder Atom. Daf├╝r scheinen nur ein paar kleine Code Snippets an der richtigen Stelle erforderlich zu sein. Die ausf├╝hrlichen Infos nochmal genauer zu betrachten, lohnt sich sicherlich, wenn das Feature es aus der Beta und auch zu uns schafft.

Behrend von H├╝lsen
Behrend von H├╝lsen
Consultant
GSC-Faktup 357274734 nicht gel├Âst, aber gekl├Ąrt

Inkonsistent wirkende und tats├Ąchlich inkonsistente Daten in der Google Search Console existieren ja, meiner Vermutung nach, haupts├Ąchlich daf├╝r, um Behrend zu ├Ąrgern. Man denke nur mal an den epischen durch die Canonical Consolidation verursachte Canonical-Hreflang-Fuckup. Oder Minimum, um m├Âglichst viele Menschen damit zu verwirren. Wie war das nochmal mit "by Property" und "by URL" Daten?

Manche Ph├Ąnomene sorgen erstmal f├╝r Unmut, sind dann aber doch irgendwie leicht zu erkl├Ąren und dann auch nachzuvollziehen.

Zum Beispiel gibt es an verschiedenen Orten in der GSC Informationen zum Indexierungsstatus einer URL. Erstmal nicht schlimm. Nur doof, wenn sie sich widersprechen und man keine Ahnung hat, was denn nun stimmt oder warum das so ist.

Im Index Coverage Report gibt es beispielsweise den Status "Crawled - currently not indexed". Also URLs, die der Googlebot sich grunds├Ątzlich schon mal angeguckt hat, aber wohl gerade noch nicht in den Index gepackt hat. Gleichzeitig kann es sein, dass eine URL aus diesem Report im URL Inspect Tool keinerlei Probleme aufweist und "Submitted and indexed" als Status hat. Was soll das? Wie kann das sein? Das haben sich offenbar einige Nutzer*innen nicht nur selbst gefragt, sondern auch direkt an Google reportet.

Diese Erl├Ąuterung dazu, die auf Twitter via Google Search Central ver├Âffentlicht wurde, ist durchaus einleuchtend: Die Daten im Coverage Report werden seltener und langsamer aktualisiert als die, die uns das URL Inspect Tool liefert. Daher kann es sein, dass eine URL im Coverage Report noch den veralteten "Crawled - currently not indexed" Status ausgewiesen bekommt, obwohl die URL mittlerweile in den Index aufgenommen wurde.

Da die Informationen des URL Inspect Tools aktueller sind, sollte man sich in diesem Fall also eher darauf verlassen. Wie so h├Ąufig, hat sich an der GSC damit nichts ge├Ąndert und die Widerspr├╝che sind noch da, aber wir wissen, wo es herkommt und worauf wir achten m├╝ssen.

Nat├╝rlich kann Google sich nur mit solchen Ungereimtheiten und Daten-Stolperfallen auseinandersetzen, ├╝ber die Kenntnis besteht. Deswegen ist das Feedback-Formular in der GSC ein wichtiges und n├╝tzliches Tool. Daher - mal wieder - der Aufruf: Nutze es!

Andreas R├Âne
Andreas R├Âne
Consultant
Javascript oder kein Javascript das ist hier die Frage

Gef├╝hlt kommt fast jeden Tag ein neues JavaScript-Framework auf den Markt, diese versprechen uns neue tolle Funktionen, Zeitersparnis in der Umsetzung und ganz neue Benutzer-Erlebnisse. Doch wie reagieren eigentliche Suchmaschinen wie Google auf diese Frameworks und Javascripte allgemein? Mit diesen Fragen rund um Frameworks, Javascript und dessen Auswirkungen auf die Suchmaschinen durfte ich mich in der letzten Woche f├╝r einen Kundenworkshop auseinandersetzen und auch Martin und Bartosz luden in der letzten Woche zu einem Webinar mit genau diesem Thema ein und stellten sich den Fragen der Teilnehmer. Dabei gefiel Johan besonders das Renaming von "JavaScript SEO" hin zu "Rendering SEO", denn so wird viel deutlicher, worauf es eigentlich ankommt: Egal welche Techniken wir anwenden oder in Zukunft anwenden werden: Rankingrelevante Inhalte haben im HTML-Quellcode zu stehen.

Kleine Hilfsmittel

Wenn Du dich fragst, wie es um Eure Website gestellt ist, empfehle ich Dir zwei kleine schnelle Check-ups:

  • Schalte in Deinem Browser doch einfach mal das Javascript ab und schau Dir die Website ohne Javascript an und denke dabei auch unbedingt an die mobilen Versionen der Seite. Was kannst Du noch sehen?┬á

  • Pr├╝fe in der GSC einmal die wesentlichen URLs deiner Website und schaue Dir dabei den HTML-Quellcode an, der dem Googlebot ausgeliefert wurde.

Kurz zusammengefasst gilt

  • Alle f├╝r das Ranking relevante Inhalte m├╝ssen schon im HTML-Quellcode vom Webserver ausgeliefert werden

  • Einmal ausgelieferte Inhalte wie z.B. der Seitentitel, die Meta-Description, ├ťberschriften usw. sollten nachtr├Ąglich nicht mehr durch Javascript ver├Ąndert werden

Kommen moderne Frameworks wie Angular, Vue.js & Co. ins Spiel, bei denen ich keinen (oder nur schwer) Einflu├č auf den HTML-Quellcode habe, ist ServerSideRendering (SSR) Pflicht. Dabei entscheidet SSR ma├čgeblich den SEO-Erfolg (oder Flop) und deswegen sollte man hier gen├╝gend Zeit zum Testen und f├╝r Korrekturschleifen einplanen.

Johan von H├╝lsen
Johan von H├╝lsen
Gesch├Ąftsf├╝hrender Gesellschafter
Kommentare zu Snippets, Snippets zu Kommentaren

Behrend hat neulich schon gezeigt, wie es aussieht, wenn Google das Cookie Banner im Snippet darstellt.

Auf Twitter sind wir diese Woche auf dieses wundersch├Âne Beispiel gesto├čen, wie Google Kommentare als Description im Snippet einbaut. Das zeigt aber auch, dass Kommentare nicht nur f├╝r das Nutzer-Engagement hilfreich sind, sondern sie k├Ânnen auch ein Ranking-Asset sein.

Ich habe mir deshalb noch einmal Gedanken zu SEO-freundlichen Kommentaren gemacht:

  • Die Moderation kostet Arbeit, aber ist Pflicht, damit es funktioniert. Ungepflegte Kommentare sind gef├Ąhrlich und sollten lieber garnicht erst erm├Âglicht werden. Insbesondere bei politisch brisanten Themen ist es auch bei der besten Moderation h├Ąufig ratsam, die Kommentare f├╝r einzelne Artikel zu deaktivieren. Eine entsprechende Funktion zum Deaktivieren muss f├╝r die Moderatoren verf├╝gbar sein.

  • Links wollen in den Kommentaren nat├╝rlich als User Generated Content (oder zumindest nofollow) ausgezeichnet sein.

  • Wenn jetzt noch Entwickler-Kapazit├Ąten frei sind, k├Ânnen wohl-moderierte Kommentare in den strukturierten Daten ausgezeichet werden.

In einer perfekten Welt kannst Du Kommentare nicht nur moderieren und deaktivieren, sondern auch selektiv mit einem data-nosnippet-Attribut aus den SERPs tilgen, ohne die Kommentare gleich komplett zu deaktivieren. F├╝r viele Seiten lohnt der Aufwand bei der geringen Anzahl an Kommentaren nicht, da es eher selten vorkommen wird, dass Dein Snippet so unvorteilhaft wie im Beispiel aussieht..

Und mal ehrlich, solch einen fantastischen Clickbait, wie das Beispiel (das gestern ├╝brigens noch live funktioniert hat), bekommt man gezielt nur selten in die SERP.

Termine, Termine, Termine

Es ist mal wieder Zeit f├╝r das SEO Meetup Hamburg: Heute Abend gibt es die 66. Ausgabe. Stefan Rudolph und Boris Bamberger bringen eine Case Study zum Thema "Die Local SEO Strategie von McMakler 2021" mit. Zur Anmeldung bei Meetup geht es hier. Dort werdet ihr auch den Link zum Stream finden. Wir freuen uns auf Dich!

 
Fragen? Immer gerne fragen!
Wir sind f├╝r Dich da.
Schreib uns gern jederzeit
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ruf uns einfach kurz an: +49 40 22868040

Bis bald,
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