Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen f├╝r wache Webmarketer #127
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Florian Stelzner
Florian Stelzner
Gesch├Ąftsf├╝hrender Gesellschafter
­čś▒ DAS sollte Dir als SEO nicht passieren

Moin! Heute aus der Kategorie catchy Clickbait-Headlines m├Âchten wir Dich zu unserem diesw├Âchigen SEO-Newsletter begr├╝├čen. Wir wussten, dass Du nicht hast widerstehen k├Ânnen. We put a spell on you! Muahahahaha! W├Ąhrend wir in der letzten Woche noch herbstliche SEO-Deko-Ideen verspr├╝ht haben, geht es heute sozusagen um die eingemachte SEO-K├╝rbissuppe. Schlie├člich war gerade Halloween und Black Friday steht vor der T├╝r. Alle Teaser, Links und Kampagnen angepasst? Gut, dann k├Ânnen wir ja loslegen... Heute mit:

  • Spooky Johan ├╝ber Metas Zwangsverkauf von Giphy

  • H├Âllenhund Nils ├╝ber versteckte Inhalte

  • D├Ąmonenf├╝rstin Anita ├╝ber routinierte Content Optimierung (f├╝r SEOs und Untote)

  • Des Teufels Advokat Behrend ├╝ber l├Ąstige Google Fonts Abmahnwellen

  • Banshee Jolle ├╝ber die H-Struktur

Viel Spa├č beim Lesen,

Eure Winggeister

Was wir gelesen haben
Johan von H├╝lsen
Johan von H├╝lsen
Gesch├Ąftsf├╝hrender Gesellschafter
Meta verkauft Giphy, was w├╝rdest Du tun?

UK Wettbewerbsbeh├Ârden haben Meta gezwungen und Meta verkauft giphy jetzt wieder .

Eigentlich ist das keine SEO-News.

Aber ich habe mich kurz gefragt:

  1. Was w├Ąre der SEO-Wert von giphy?

  2. Was k├Ânnte man SEO-seitig aus giphy machen?

Der SEO-Wert ist nicht so easy zu ermitteln. Sichtbarkeitstools helfen nicht wirklich weiter, weil es vor allem um Bilder-Rankings geht. Die DE-Sichtbarkeit ist 6, die US-Sichtbarkeit 10 (Sistrix). Das ist ├╝berschaubar.

Similarweb hilft mit der Traffic-Sch├Ątzung leider auch nicht , weil die mit 26 Mio. Visits deutlich zu gering sein d├╝rfte. Allerdings sehen wir auch, dass ein Gro├čteil des Traffics ├╝ber Search kommt und das allein das Ranking f├╝r "Gif" 190k Clicks im Monat bringen soll.

Traffic und Sichtbarkeit sind von au├čen okayish, aber weit entfernt von gro├čartig.

Bei den Links sieht es anders aus. 460k verlinkende Domains laut ahrefs. (ahrefs sch├Ątzt 15 Mio. Clicks via SEO). ahrefs sieht ungef├Ąhr halb so viele Links f├╝r tenor.com (die GIF-Datenbank, die Google gekauft hat).

Die Domain hat mehr Links als mayoclinic.org (wenn auch schlechtere).

Was man mit der Domain aber auch in die Hand bekommt:

  • Eine interessante Portion outgoing Links. Beispielsweise hier . (Tenor ist da nicht so freigiebig )

  • Zugriff auf jede Menge iFrames, die giphys content eingebunden haben

  • Ca. 27 Mio. indexierte Seiten

Was k├Ânnte man damit machen:

Der Traffic wird insbesondere spannend, wenn das eigene Ads-Modell jetzt wieder hervorgekramt werden sollte.

Wie w├╝rdest Du an eine Bewertung der Domain gehen?

Und welche Ideen h├Ąttest Du, die Du mit der Domain anfangen w├╝rdest (SEO-bezogen)?

Nils Warnick
Nils Warnick
Consultant
Wie neu ist neu genug f├╝r Newsletter?

Es gibt Themen, die wir entdecken und dann direkt im n├Ąchsten Newsletter dar├╝ber schreiben. H├Ąufig sind das die mit aktuell vorliegenden Anlass. Gelegentlich sind es auch zeitlosere Themen. Diese laufen manchmal Gefahr, auf die lange Bank geschoben zu werden, weil gerade ein anderes Thema spannender war. Ein ├Ąhnliches Schicksal drohte bei mir dem Attribut hidden="until-found" .

Falls Du es noch nicht kennst, habe ich ja Gl├╝ck gehabt und bis hierhin ist das gar nicht aufgefallen. Es handelt sich dabei um ein Attribut, mit dem ich HTML-Elemente kennzeichnen kann, in denen sich versteckte Inhalte befinden, wie zum Beispiel Akkordeons. Kompatibel ist das ganze bisher "nur" im Chrome Browser und Edge.

Das Attribut hat ganz nette Vorteile. Zum Beispiel kann man die versteckten Inhalte immer noch finden, wenn man die Seite durchsucht (cmd+f). Noch spannender ist aber der folgende Hinweis:

"this feature will allow this hidden content to be accessible to search engines. Google Search will even form links that scroll to the revealed fragment."

Die Zankereien zwischen SEOs ("Versteckter Content performt schlechter!") und Google (Das stimmt nicht.") dauern an. Umso toller w├Ąre es f├╝r uns SEOs, wenn wir einen sicheren Weg h├Ątten, wie wir diese Inhalte maschinell durchsuch- und auffindbar machen k├Ânnten. Technisch betrachtet ist der Unterschied vergleichsweise simpel: Statt display:none wird jetzt die CSS property content-visibility:hidden vergeben. Da schwingt schon beim Lesen eine ganz andere Note mit, oder? Statt "nicht anzeigen" wird jetzt "nicht sichtbar" gesagt.

Die spannendste Frage bleibt, ob Google hierbei in der Erfassung auch einen Unterschied macht. Einen derartigen Test habe ich bisher noch nicht gesehen. Vielleicht sollte jemandÔäó das Mal in Angriff nehmen und einen aufsetzen.

Anita B├Âhm
Anita B├Âhm
Consultant
Content Optimierung mit Routine

Ja, ich wei├č, es ist keine bahnbrechende Neuigkeit. Trotzdem ist es sinnvoll, mal wieder daran zu erinnern: Neben all den neuen Inhalten, die Du so tagein tagaus produzierst und ver├Âffentlichst, solltest Du das bestehende Inventar nicht vergessen. Schlie├člich ist schon viel Energie in die Erstellung und Verteilung geflossen - w├Ąre doch schade, wenn Du davon nicht dauerhaft profitierst, oder? Vor allem, wenn Du die Chance hast, dass sich hier mit verh├Ąltnism├Ą├čig wenig Aufwand neue und positive Wirkung entfalten kann. Zumal Content wichtiger denn je ist und es immer schwieriger wird, neue Inhalte in den Index zu bekommen. Also lieber das vorhandene Inventar optimieren, immerhin hat dieses die erste H├╝rde bereits genommen und somit eine valide Chance auf Top Positionen.

Ein paar Ideen, wie Du - ad hoc oder auch in einem regelm├Ą├čigen Turnus - Bestandsinhalte auditieren und optimieren kannst, gibt es von Jared Bauman, Matt Diggity und Kevin Indig.

Sesamstra├če meets RegEx

Wer, wie, was ­čÄÂ

Wieso, weshalb, warum ­čÄÂ

(Ohrwurm? Gern geschehen ­čśë)

Jareds Ansatz geht so:

  • Mit Hilfe einer RegEx s├Ąmtliche Queries mit Frage-W├Ârtern identifizieren, f├╝r die man im Leistungs-Bericht der GSC Klicks und Impressionen erhalten hat

  • Die F├Ąlle, in denen es noch keinen passenden Inhalt zum W-Fragen-Query gibt, heraussuchen

  • Bestehenden Content um den noch fehlenden Aspekt erweitern oder einen neuen Inhalt kreieren

  • Dabei auch schauen, wie die Top Ergebnisse zu den Suchanfragen aussehen und sich dort etwas Inspiration holen

F├╝r tiefergehende Betrachtungen dieses Ansatzes empfiehlt Jared die Beitr├Ąge von Steve Toth und Lily Ray . Zudem gibt es auch die Idee von Mike Ginley , das Ganze via GDS / Looker Reports abzubilden.

Posts pragmatisch und positionsbasiert polieren

Matt ist ein ziemlicher Pragmatiker : Er holt sich die Ranking-Daten eines Quartals und legt sie neben die des vorherigen Quartals. Ein Keyword hat sich verschlechtert? Na dann ran da!

Content-Bl├╝ten hegen und pflegen

Der Ansatz von Kevin funktioniert kurz zusammengefasst so:

"The basic idea:

  • Open Google Search Console

  • Filter for the last 28 days

  • Select a page

  • Look at queries on positions 3-20

  • Expand content on the page for these queries

Groom your content like a garden."

Etwas ausf├╝hrlicher beschreibt er das Vorgehen in seinem Artikel Optimizing for User Intent with content-tuning .

"When tuning content, compare your content with the top results. Reverse engineer how they satisfy the user intent for the variation. Often, it's just a definition or explanation, but it makes a big difference. I prefer positions 3-20 or even just 11-20 because when Google ranks you on page 2 or the bottom results on page 1, you have a legit chance to qualify for the top spots. Sometimes, it just needs a better title, a section in the content, or a stronger link profile."

Erg├Ąnzend dazu hat Kevin den Ansatz auch nochmal mit der Search Console API in den Mixer geschmissen und zeigt Dir, wie Content tuning at scale with the Search Console API funktioniert.

Nicht immer alles neu erfinden

Von dem ein oder anderen Ansatz, den ich Dir vorgestellt habe, hast Du sicher schon geh├Ârt. Also nix Neues. Aber genauso wie beim Content gilt: Man muss nicht immer alles neu erfinden. Manchmal ist es schon ausreichend, das Vorhandene zu nutzen.

Hast Du vergleichbare Routinen, mit denen Du Deine Inhalte regelm├Ą├čig einem kritischen Blick unterziehst?

Behrend von H├╝lsen
Behrend von H├╝lsen
Consultant
Was der Markt nicht regelt, regelt der Anwalt

Seit 2018 gilt die DSGVO. Seitdem sind diverse weitere Regelungen in Kraft getreten, die das Verarbeiten von Nutzerdaten weiter regeln und einschr├Ąnken. Aber getan hat sich dadurch nicht viel. Urteil um Urteil geht ins Land und st├Ąndig wird klarer, dass es so wie es aktuell ist nicht weitergehen kann.

Das Landgericht M├╝nchen hat klargestellt : schon das Teilen der IP-Adresse mit Google durch die (nicht selbst gehostete) Einbindung von Google Fonts ist ein Problem (von Google Analytics oder anderen Tracking-Scripten ganz zu schweigen).

Diese Schriften selbst zu hosten und somit die Privatsph├Ąre der Nutzer zu wahren, ist ein sehr ├╝berschaubarer Aufwand . Die urspr├╝nglich propagierten Caching-Vorteile sind auch nicht mehr relevant . Zudem wurde das Urteil medial ausreichend gew├╝rdigt, so dass die Admins und Devs es mitbekommen haben k├Ânnten. In einer idealen Welt w├Ąre also einige Monate nach diesen Urteilen die Einbindung von problematischen Google Fonts auf europ├Ąischen Webseiten Geschichte.

In der realen Welt haben Admins, Devs und Co. aber volle To Do-Listen und Backlogs. Denn selbst wenn das Problem bewusst ist und es ├╝berhaupt in ein Ticket schafft, ist die Priorit├Ąt doch eher gering. Neue Features und Bugs, die direkte Auswirkung auf die Nutzung der Seite haben, sind ganz klar wichtiger. Und so wird dieses Datenschutzproblem wohl nie gefixt werden.

Zum Gl├╝ck haben findige Anw├Ąlte erkannt, dass wir in einer Marktwirtschaft leben und dass es ein gro├čartiges Mittel gibt, einen finanziellen Anreiz zu schaffen: Die Abmahnung.

Mittels eines Crawlings lassen sich leicht Webseiten identifizieren, die hier noch nicht gehandelt haben. Und auch der restliche Prozess, bis hin zu einem Abmahn-Serienbrief, l├Ąsst sich problemlos automatisieren. Was f├╝r ein tolles, sympathisches und dem Gemeinwohl dienendes Gesch├Ąftsmodell! Sobald ein entsprechendes Schreiben eingeht, steigt die Priorit├Ąt der entsprechenden To Dos wie von Zauberhand.

In der Regel nicht nur bei den direkt betroffenen Webseiten. Die Betroffenen warnen auch Freunde und Bekannte aus der Branche vor diesen Abmahnungen. Es wird in Medien ├╝ber die Abmahnwelle berichtet . Und nach und nach werden auch diejenigen, die noch keine Abmahnung bekommen haben, erkennen, dass es notwendig ist, die eigene Domain auf einem rechtlich sauberen Stand zu halten.

Dieser Newsletter-Beitrag ist so eine Warnung von Freunden und Bekannten (oder ein Bericht in den Medien, je nachdem wie Du es sehen willst)... Auch bei uns ist ein freundlicher (und leider teurer) Hinweis einer so selbstlosen und sehr produktiven Anwaltskanzlei eingetroffen. Deren (bestimmt real existierender) Mandant musste schockiert feststellen, dass der Besuch einer unserer URLs seine IP Adresse an Google mitgeteilt hat.

Wir dachten eigentlich, dass seit unserem Relaunch solche Einbindungen nicht mehr vorhanden sind und haben auch unser eigenes (zugegebenerma├čen rudiment├Ąres) Webtracking auf ein selbst gehostetes Matomo umgestellt. Durch unseren Newsletter und etwas Unachtsamkeit hat sich das Problem allerdings wieder in einer CSS-Datei bei einzelnen URLs eingeschlichen.

Funfact am Rande:

Die "Beweise" dokumentieren genaugenommen einen Request mit HTTP-Referer "Google.de", der also nicht von unserer Domain ausgel├Âst wurde. Aber dass man beim Nachstellen des Sachverhalts versehentlich mal die falsche Domain pr├╝ft, kann ja mal vorkommen.

Dass da keine real existierende Mandant(in)? hinter steht , sondern das nur eine zynische Betrugsmasche ist, k├Ânnen und wollen wir nicht glauben. Ein Anwalt w├╝rde doch niemals eine Abmahnung in betr├╝gerischer Absicht versenden. Dennoch kann so ein Schreiben nat├╝rlich Panik ausl├Âsen und so haben wir vollstes Verst├Ąndnis, wenn einem OpferWebsitebetreiber bei der Bezahlung Fehler unterlaufen .\ Unabh├Ąngig davon ist allerdings das datenschutzrechtliche Problem Real und solche Abmahnungen k├Ânnen theoretisch rechtlich v├Âllig korrekt sein. Daher sei auch Du gewarnt: Checke Deine Seite(n)! Auch, oder sogar besonders dann, wenn Du glaubst, dass Du alles schon getan hast und auf der sicheren Seite bist.

  1. Crawl deine Seite mit Javascript und erfasse alle externe Ressourcen

  2. ├ťberlege auch noch einmal welche Elemente Deiner Seite eventuell erst durch Nutzerinteraktion geladen werden und pr├╝fe, was hier an externen Ressourcen geladen wird

  3. Geh alle externe Ressourcen durch und ├╝berlege

  4. ist das Notwendig

  5. kann ich das selbst hosten

  6. wird daf├╝r Consent eingeholt (und es auch erst danach geladen)

  7. Veranlasse das, was bei uns Heiko in den letzten Tagen f├╝r wngmn.de so flei├čig getan hat: R├Ąum alles auf, was rechtlich nicht in Ordnung ist.

Wenn Dir das zuviel Aufwand ist, wird Dich sicherlich ein netter Anwalt freundlich, aber kostenintensiv, darauf hinweisen. Das kann man nat├╝rlich auch beim n├Ąchsten Crawling einfach mit checken, und auch gleich die ganze Domain und nicht nur einzelne URL pr├╝fen. Wir helfen Dir da nat├╝rlich gern. Die passenden Screaming Frog Settings haben wir zuf├Ąllig schon da.\ Wir werden auch weiterhin im Auge behalten, wie es mit der Rechtsprechung weitergeht. Da ist nach wie vor einiges im Umbruch. Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis deutsche Gerichte oder Datensch├╝tzer beispielsweise dem Tracking mit Google Analytics ├Ąhnliche Grenzen setzen, wie es in Frankreich , Niederlande oder D├Ąnemark geschehen ist.

Jolle Lahr-Eigen
Jolle Lahr-Eigen
Consultant
H-Struktur ÔÇô┬ánicht nur f├╝r Friseur:innen wichtig ­čĺçÔÇŹÔÖÇ´ŞĆ

Wenn wir bei Wingmen HTML-Templates von Webseiten analysieren, schauen wir auch auf die H-Tags, also die ├ťberschriftenstruktur. Wie wichtig oder unwichtig ist das ├╝berhaupt? Meist liegen die gro├čen Hebel in anderen Ma├čnahmen und die Behebung der fehlerhaften Anordnung von ├ťberschriften findet sich eher in der Nice-to-have-/ Nicht-so-wichtig-Ecke wieder.

Doch gerade bei Relaunch-Projekten, wo sich die Gelegenheit bietet, die Templates sauber und zukunftssicher umzusetzen, lohnt sich die M├╝he. So kann nicht nur Googlebot leichter verstehen, worum es in Deinen Inhalten geht. Eine logische H-Struktur bietet klare Vorteile f├╝r die Nutzbarkeit (UX) und den barrierefreien Zugang (Accessibility) f├╝r Deine Leserinnen und Leser. Und alle drei Punkte werden immer wichtiger.

Im Artikel " Level Up Your Headings Game " f├╝hrt Dir Matthias Ott die Vorteile einer sauberen H-Struktur knackig aus. Dazu liefert er Dir direkt eine Liste mit Tool-Tipps, um H-Tags nebst weiterer Accessibility-Features schnell zu erkennen.

Pers├Ânlich nutze ich ja gerne die "headingsMap".

H1 Struktur mit der headingsMap am Beispiel vom Wingmen-Artikel "Die XML-Sitemap - alles was Du wissen musst" (https://wngmn.de/wissen/die-xml-sitemap-alles-was-du-wissen-musst) mit der Browser-Extionsion headingsMap

Wie sieht eine gute H-Struktur aus?

  • H-Tags ausschlie├člich im Main Content. Nicht in der Sidebar, nicht im Footer┬áÔÇô und auch nicht in Teaser-Karten.

  • H-Tags nur f├╝r ├ťberschriften und nicht zweckentfremdet als Styling-Elemente, um Text hervorzuheben. Es folgen also Abs├Ątze, die inhaltlich zur ├ťberschrift geh├Âren. Keine Slogans, Untertitel, Callouts oder Zitate etc.

  • Keine L├╝cken oder Spr├╝nge. Eine H2 folgt nicht auf eine H3.

  • Es gibt eine, und ausschlie├člich eine, H1 pro Seite.

  • Keine Verlinkung von H-Tags. Die ├ťberschriften sollen Ihre Signale auf der Seite entfalten, auf der sie stehen, und nicht weglinken (analog Teaser-Karten oben).

Was ist f├╝r uns pure Kosmetik

  • H-Tags ver├Ąndern, wenn sich an der Hierarchie nichts ├Ąndert.

"Wenn die wichtigste ├ťberschrift eine H2 ist, dann gibt es keine Vorteile, daraus eine H1 zu machen.┬á Denn dadurch wird die wichtigste ├ťberschrift nicht wichtiger."\ Johan von H├╝lsen

Startet die Seite also mit einer H2, hat dann aber nur diese eine H2 und setzt die ├ťberschriften-Hierarchie dann logisch fort, bietet es keinen Mehrwert, alle ├ťberschriften "eins hoch" zu korrigieren ÔÇô auch wenn s├Ąmtliche Content-Check-Tools aufheulen werden.

Was hat sich ver├Ąndert?

Webstandards entwickeln sich weiter. Organisationen wie W3C und WHATWG dokumentieren die Spezifikationen f├╝r uns alle.

Der Outline Algorithm ist tot. ( Und ist es seit Langem .)

So hatten wir jahrelang ├ťberschriften in anderen Seitenelementen als dem Main Content durchgewunken (Sidebar, Footer etc.) und somit auch kein Problem in mehreren H1en auf einer Seite gesehen, weil der "Outline Algorithm" daf├╝r sorgen sollte, dass die verschiedenen ├ťberschriften vom Browser auf der Seite in eine logische Struktur gebracht werden.

"With the Document Outline Algorithm, you could (theoretically) use an < h1 > for all headings, and the browser would figure out the level of each heading based on its nesting within < article >, < section >, and related elements. The outline algorithm would ensure that the top heading in the page would be a level 1, and that all other headings would be nested in a consistent order, with no levels skipped."\ Amelia Bellamy-Royds in " The Document Outline Dilemma " (ÔÜá´ŞĆ Achtung: veraltet)

Das ist jetzt offiziell hinf├Ąllig.

"Recently, the HTML spec changed to replace current outline algorithm with one based on heading levels. So the idea that you could use < h1 > for a generic heading across your documents, and the browser would "know" which level it actually should be by its nesting inside < section> and other related "sectioning elements", is no more. [...]

Here comes the shocker: it has never worked."

Bruce Lawson in " Why the HTML Outlining Algorithm was removed from the spec -- the truth will shock you! "

Was sind Deine Alternativen?

Besonders h├Ąufig tritt das Durcheinander von ├ťberschriften bei Titeln und Untertiteln von Texten auf. Daf├╝r gibt es eine L├Âsung: die im Standard definiertee HGROUP . Statt den Titel in die H1 und den Untertitel in die H2 zu schreiben, wird der Untertitel zum einfachen P-Absatz innerhalb der ├ťberschriftengruppe wie hier im Beispiel von Steve Faulkner.

Screenshot aus dem Artikel "Subheadings, subtitles, alternative titles and taglines in HTML"

Vorher:

< h1>All At Sea Over Ventriloquism< h1>\

< h2>Captain Dick's Logbook< /h2>\

< h3>By Richard P. Wightman alias Captain Dick< /h3>

Nachher:

< hgroup>

< h1>All At Sea Over Ventriloquism< h1>

< p>Captain Dick's Logbook< /p>

< p>By Richard P. Wightman alias Captain Dick< /p>

< /hgroup>

Eine deutsche Fassung der Debatte samt HGROUP-L├Âsung kannst Du auf SELFHTML nachlesen.

Fazit

├ťberschriften sind in der Regel nicht der gr├Â├čte Hebel, um besser zu ranken. Aber sie sind ein wesentlicher Faktor f├╝r eine saubere HTML-Struktur, von der wir alle profitieren. Den Effekt beobachte ich regelm├Ą├čig, wenn ich Leuten ausschlie├člich die ├ťberschriften Ihrer Seiten vorlese, mit der Bitte, mir zu sagen, worum es denn da wohl geht. Da stellt sich schnell nerv├Âs-heiteres Gel├Ąchter ein...

Wie wichtig oder unwichtig sind Dir die ├ťberschriften auf Deinen Seiten?

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