Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen f├╝r wache Webmarketer #76
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Johan von H├╝lsen
Johan von H├╝lsen
Gesch├Ąftsf├╝hrender Gesellschafter

Es ist wieder so weit: Spam-Update-Time. Au├čerdem wissen wir jetzt, wann die Core Web Vitals auf den Desktop kommen: Rollout ist von Februar bis M├Ąrz geplant. Schnell also noch mal in der GSC auf den Performance-Bereich und den zweiten Graphen checken, ob da auch alles gr├╝n ist.

Und Google MyBusiness hei├čt jetzt Google Business Profile und kann direkt aus dem SERPs heraus bearbeitet werden.

Aber nat├╝rlich gibt es auch Dinge, die wir uns ausf├╝hrlicher angeschaut haben:

  • Nils fasst das Update der Quality Rater Guidelines zusammen

  • Hannah hat sich mit Video-SEO besch├Ąftigt

  • Justus hat sich die neuen Metriken f├╝r Core Web Vitals angesehen, die diskutiert werden

  • Behrend hat sich Gedanken gemacht zu den Vorschl├Ągen vom debugbear, wie man die Core Web Vitals faken k├Ânnte

Und nat├╝rlich freuen wir uns sehr, dass sich Christoph Dir vorstellt.

Ich selbst verlasse gerade meine Komfortzone von Browser und SublimeText und baue Slides ├╝ber interne Verlinkung f├╝r meinen Vortrag bei der ARD SEO Konferenz und nat├╝rlich die SEOkomm in 10 Tagen.

Jetzt aber rein ins Vergn├╝gen!

Was wir gelesen haben
Nils Warnick
Nils Warnick
Consultant
Update der Google Quality Rater Guidelines

Falls Du sie noch nicht kennst, dann seien Dir die Quality Rater Guidelines von Google ans Herz gelegt. Dabei handelt es sich um Richtlinien f├╝r Mitarbeiter von Google, nach denen sie sich bei einer manuellen Qualit├Ąts├╝berpr├╝fung einer Website richten k├Ânnen. F├╝r alle SEOs ein interessanter Einblick in die Ansichten der Suchmaschinenbetreiber, was eine hohe Qualit├Ąt ausmacht.

Diese Guidelines werden wie der Algorithmus auch ├Âfter ├╝berarbeitet. Eine neue Version erschien am 19. Oktober. Nett von Google, dass sie seit 2019 am Ende des Guideline-Dokuments ein Changelog mit den wesentlichen Ver├Ąnderungen auff├╝hren. Diesmal darin enthalten:

  • Die Your Money Your Life (YLYL) Themen wurden in der Subkategorie 'Groups of people' erweitert.

  • Die Hinweise zur Ermittlung von Informationen zur Reputation von Websites und Content Creators wurde ├╝berarbeitet.

  • Der Teil zu 'Lowest Page Quality' wurde ├╝berarbeitet und um Beispiele erweitert.┬á

  • Im Zuge dessen wurde auch die Kategorie 'Upsetting-Offensive' ├╝berarbeitet um Redundanz mit der Lowest Page Quality Section zu vermeiden.

  • Viele kleinere ├änderungen (Updates f├╝r Screenshots, URLs, Wording, Beispiele & Typos, etc.)

Die genannten Punkte sind nat├╝rlich auch guter Gespr├Ąchsstoff in der SEO-Szene. Um einen meiner Kollegen zu zitieren:

"Das ist der Stoff aus dem das n├Ąchste Update gemacht wird :D".

In der Tat stecken in den Details wieder einige Aspekte, mit denen sich Website-Betreiber auseinandersetzen sollten, sofern sie es noch nicht getan haben. Eine ├ťbersicht s├Ąmtlicher Changes wurde von Jennifer Slegg bei der SEMPost ver├Âffentlicht (auch die, die von Google unter den kleinen ├änderungen geparkt wurden).

Insgesamt verst├Ąrkt sich ├╝ber viele ├änderungen hinweg der Eindruck, dass Google einen noch gr├Â├čeren Fokus auf die Vertrauensw├╝rdigkeit setzt. Zum einen darin wie sie sich definieren l├Ąsst. Betreiber einer Website mit Paywall d├╝rfte zum Beispiel diese konkrete Formulierung freuen:

"Logins or paywalls on otherwise trustworthy sites should not be considered untrustworthy, deceptive, or coercive."

Hei├čt f├╝r mich in etwa, dass "Logins oder Paywalls auf sonst vertrauensw├╝rdigen Seiten nicht als vertrauensunw├╝rdig, t├Ąuschend oder zwingend betrachtet werden sollten."

Zum anderen aber auch wie sie wahrgenommen werden kann. So geht es bei der Ermittlung der Reputation nicht nur um die Seite selbst, aber auch um deren Content Creators.

"If the creator of the MC is different from the creator of the website, it's important to understand the reputation of the creator as well."

Hier wird explizit betont, dass wenn der Sch├Âpfer des Hauptinhalts einer Seite anderer als der der Website ist, es wichtig ist, auch dessen Reputation zu ber├╝cksichtigen. Ein weiterer Wink in Richtung Authentizit├Ąt & Authorship.

Die gr├Â├čte ├ťberarbeitung fand im Bereich 'Lowest Quality Content" statt. Hier wird neuerdings von Google ausdr├╝cklich festgehalten, dass Websites und Seiten Nutzern mit sch├Ądlichem Zweck oder T├Ąuschung ├╝ber den eigenen Zweck als Content niedrigster Qualit├Ąt bewertet werden sollte.

"Assess the true purpose of the page. If the website or page has a harmful purpose or is designed to deceive people about its true purpose, it should be rated Lowest."

Darauf folgen genauere Beschreibungen m├Âglicher negativer Zwecke von Seiten mit konkreten Beispielen.

Meine Empfehlung - wenn Dich etwas Englisch nicht abschreckt - lies es Dir in den Guidelines am besten selbst durch!

Zum Abschluss noch ein Gedanke: Noch einmal spannender f├╝r uns SEOs w├Ąre es vermutlich, wenn Google seine Ausf├╝hrungen zum 'Highest Quality Content' ├Ąhnlich konkret gestalten w├╝rde. Aber was nicht ist, kann ja noch werden ;)

Hannah Rohde
Hannah Rohde
Trainee
Videos m├Âchten am liebsten eine eigene Seite

Im Newsletter 52 habe ich bereits einen kurzen Blick auf das VideoObject Markup geworfen und Nora hat in der Ausgabe 61 von der Einf├╝hrung des SeekToAction-Markups berichtet. Nun hat Google seine Best Practice Dokumentation zur Einbindung von Videos aktualisiert. Das nehme ich als Ansto├č, um mir das ganze noch einmal genauer anzuschauen und f├╝r Dich zusammenzufassen.

Mit dem Video Markup k├Ânnen Key Moments ausgezeichnet werden - f├╝r die wichtigsten Momente kannst Du also bestimmte Sequenzen mit Zeitstempel angeben und jeweils einen eigenen Titel festlegen. So sieht der Nutzer dann eine Art Zeitstrahl mit den wichtigsten Momenten und kann dazwischen navigieren und sich einfach einen ├ťberblick verschaffen. Aber diese tollen Features erh├Ąlt Dein Video nur, wenn es eine eigene Seite hat. Das Video muss der Hauptcontent der Seite sein. Nur dann kann es beispielsweise in einer Video-Box auf der SERP ranken.

Google gibt Best Practices an, damit Dein Video auf der SERP und bei Discover ranken kann:

  • Das Video muss im Netz verf├╝gbar sein - das bedeutet, dass es auf einer g├╝ltigen URL zu finden sein muss┬á

  • Wenn Dein Video auf einer anderen Seite hochgeladen wurde muss sichergestellt sein, dass Google sowohl auf Deine Seite zugreifen darf, als auch auf die, auf der das Video liegt

  • Das Video muss au├čerdem sichtbar und einfach erreichbar sein - muss der Nutzer sich erst zu Deinem Video durchklicken oder scrollen, findet Google es eventuell nicht

  • Hinterlege das VideoObject Markup - diese strukturierten Daten sind ben├Âtigt f├╝r Features wie "Live Video" oder "Key Moments", geben ├╝ber die Description aber auch genaue Informationen an Google, worum es in dem Video geht

  • Lege ein qualitativ hochwertiges Thumbnail fest (mindestens 60 x 30 Pixel) oder erlaube Google, dies zu tun

  • Erstelle Video Sitemaps um Google deutlich zu zeigen, wo sich Videos befinden und gib dort mit Hilfe von Metadaten ebenfalls an, worum es in dem Video geht

  • Das Video muss in einem Format sein, dass Google ├Âffnen kann - eine entsprechende Liste an Formaten befindet sich in der Doku

Was bringt Dir aber der ganze Aufwand? Wenn Google das Video sehen und verstehen kann, hast Du die Chance auf: 

  • Eine kurze Video-Vorschau anstatt nur eines Bildes - mit dem max-video-preview robots meta tag kannst Du die maximale Dauer einer solchen Preview eingrenzen.

  • Wenn Google den Inhalt des Videos versteht, kann dieser zu mehr Suchanfragen passend ausgespielt werden...

  • ...und Google kann selbst Key Moments erstellen, damit Nutzer einfacher zu relevanten Punkten im Video navigieren k├Ânnen

Willst Du sichergehen, dass keine Key Moments f├╝r Dein Video angezeigt werden, kannst Du das nosnippet meta tag verwenden.

Nutzt Du Videos schon, um Deinen Content anzureichern? Wenn ja, pr├╝fe einmal, ob die Einbindung den Best Practices von Google entspricht.

Justus Bl├╝mer
Justus Bl├╝mer
Consultant
Neue Web Vitals Metriken sind in Arbeit

Die Web Vitals bekommen Zuwachs! In der Keynote zum Chrome Developer Summit 2021 hat Google die bisherigen Erfolge seit Einf├╝hrung der Core Web Vitals Revue passieren lassen:

Im Vergleich zum Vorjahr erreichen 20% mehr Seitenaufrufe im Chrome Browser die von Google empfohlenen CWV Werte, damit werden sie nun von insgesamt 60% aller Seitenaufrufe und 33% aller Websites erreicht.

Houssein Djirdeh stellt das in der Keynote als direkte Folge der Einf├╝hrung der Core Web Vitals dar und das ist zumindest plausibel: Mit einem relativ einfach zug├Ąnglichen Set an Messwerten, die auch Nicht-ExpertInnen erheben k├Ânnen und deren Wichtigkeit ├╝ber einen langen Zeitraum stark beworben wird, w├Ąchst der Optimierungsdruck auf gro├če und zentrale Plattformen.

Das sind einerseits sehr gro├če Websites wie Facebook, Reddit und Co, aber vor allem auch Content Management Systeme wie Wordpress, Website-Bauk├Ąsten wie Jimdo, oder Frameworks wie next.js und React. Die Optimierung dieser Systeme kann sich gleichzeitig positiv auf alle Websites auswirken, die von ihnen abh├Ąngig sind. Die notwendige Priorit├Ąt f├╝r die Investition in Performance-Optimierung wird dabei v. a. erreicht, dass m├Âglichst viele Menschen einfachen Zugang zu guten, aussagekr├Ąftigen Messwerten haben und Potenzial erkennen k├Ânnen.

Der Katalog der Web Vitals, der bislang CLS, FCP, FID, LCP und TTFB umfasst, soll in Zukunft wachsen und zwei weitere UX Qualit├Ąten messen:

Responsiveness: Wie schnell reagiert die Website auf User-Interaktionen (nicht nur bei der ersten Interaktion wie beim First Input Delay / FID)

Smoothness: Wie fl├╝ssig sind Animationen und Scrolling?

Erste Codebeispiele zur Messung sind bereits verf├╝gbar, komplizierte Namen und die passende Abk├╝rzung f├╝r die neuen Messwerte gibt es aber noch nicht.

Mit Blick auf die Core Web Vitals wird sich wahrscheinlich nichts ├Ąndern und sie werden weiterhin im Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit stehen, denn sie spielen f├╝r die User Experience eine noch wichtigere Rolle. Solange erst 33% aller Websites die CVW Zielmarke erreichen, gibt es hier ohnehin noch genug zu tun.\ Wer noch einen Grund mehr sucht, mit der Optimierung durchzustarten, findet ihn vielleicht in der Ank├╝ndigung, dass die Page Experience ab Februar 2022 auch f├╝r Desktop-Rankings eine Rolle spielt.

Wir besch├Ąftigen uns f├╝r unsere Kunden jeden Tag mit Performance-Optimierung. Wenn Du dabei auch Unterst├╝tzung gebrauchen, melde Dich bei uns, zum Beispiel indem Du auf diese E-Mail antwortest.

Behrend von H├╝lsen
Behrend von H├╝lsen
Consultant
Bringt sie nicht auf dumme Ideen...

Die Core Web Vitals wurden von Google ins Leben gerufen, weil bisherige Metriken zu weit weg von dem tats├Ąchlichen Nutzererlebnis waren. FCP, TTFB visually complete, DOM content loaded und wie sie alle hei├čen haben alle das Problem, das sie nur wenig mit der Wahrnehmung der Nutzer zu tun haben.

Eine Time To First Byte von wenigen Millisekunden f├╝r quasi leeres Template HTML und einem nichtssagenden Ladekringel der sich 18 Sekunden um sich selbst dreht, w├Ąhrend das JavaScript die eigentliche Seite l├Ądt und schwupps sind alle Pagespeed Metriken auf gr├╝n. Besonders toll f├╝r den Nutzer ist es aber vermutlich eher nicht.

So einfach ist es mit den Core Web Vitals nicht mehr. Aber es sind immernoch automatisierte Metriken. Debugbear zeigt uns, dass auch die Core Web Vitals Optimierung ohne jeglichen Vorteil f├╝r den Nutzer durchgezogen werden k├Ânnen. Probleme bei CLS und LCP sind mittels transparenter Elemente leicht zu manipulieren. Zum Beispiel z├Ąhlt ein Element mit einer (f├╝r Nutzer nicht sichtbaren) Transparenz nicht als sichtbar f├╝r die Wertung des LCP, wenn man es nur "richtig" konfiguriert.┬á

Eine FID-Optimierung ist dagegen nur schwer zu simulieren, ohne das der Nutzer auch wirklich mehr Reaktivit├Ąt bekommt, aber es gibt ein paar Tricks mit iframes.

Bedeutet das, dass Google die aktuellen Core Web Vitals jetzt in die Ablage rund ├╝berf├╝hren kann und sich fix neue Metriken ausdenken muss oder LCP und CLS zumindest massiv ├╝berarbeiten sollte? Ich denke nicht wirklich, denn die denn bislang ist der "Hack" fast genauso aufw├Ąndig wie eine sinnvolle L├Âsung.

Die von Debugbear vorgeschlagenen Tricks sind relativ aufw├Ąndig. Hier h├Ątte der Entwickler in der Regel wahrscheinlich mehr Aufwand, als bei einer tats├Ąchlichen Optimierung. Hinzu kommt, dass entgegen anderslautender Ger├╝chte, Entwickler vornehmlich gute Webseiten bauen m├Âchten anstatt das System zu ├╝berlisten. Und in der Vergangenheit haben eher falsch definierte Anforderungen und mangelnde Kapazit├Ąten zu dem Wildwuchs gef├╝hrt, der Google bewogen hat die Core Web Vitals zu forcieren.

Und falls sich doch der ein oder andere misanthropische Webentwicker-Grinch findet, der Spa├č daran hat, dem sei gesagt, dass die die Problematik bereits bekannt ist und sich Teams von Chromium schon Gedanken dar├╝ber machen wie man damit umgeht. Schlie├člich hat Google h├Ąufig genug betont, dass die Core Web Vitals nicht statisch sind.

Falls Du doch versucht bist, solche Hacks zu Testen, f├╝hle Dich freundlich aber bestimmt daran erinnert, dass eine gute Position bei Google allein keinen Erfolg bringt, wenn die Nutzer mit dem Ergebnis nicht gl├╝cklich sind.

Christoph Hemmann
Christoph Hemmann
Consultant
Neuer Wingmensch im Anflug

Moin, ich bin Christoph, neuer Consultant bei Wingmen und ich freue mich darauf, f├╝r spannende Projekte klare Flugziele zu finden und zu erreichen.

In den vergangenen Jahren hatte ich das Gl├╝ck,10 Jahre eine eigene Online Marketing Agentur aufzubauen, dabei lernte ich neben allen fachlichen Themen auch, wie wichtig es ist, Budget und Ressourcen priorit├Ąr und effizient einzusetzen. Mit meinem fachlichen Schwerpunkt SEO durfte ich bisher bei kleineren und gr├Â├čeren B2B sowie B2C Projekten unterst├╝tzen, wobei ich in meiner letzten Station als Head of Online Marketing auch 4 Jahre in die Themen wie E-Mail Marketing und PPC Marketing reinschnuppern durfte.

Ich freue mich auf alle neuen Herausforderungen bei Wingmen und stehe f├╝r Deine Projekte auf der Startbahn bereit.

 
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