Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen fĂŒr wache Webmarketer #102
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Florian Stelzner
Florian Stelzner
GeschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter
SEO Later

Seit Äonen verabschieden sich Wingmenschen mit einem schnoddrigen "tschĂŒss spĂ€ter". Aber jetzt hat uns nach Noras Aufruf eine Bewerbung erreicht, die diese Abschiedsformel auf eine harte Probe stellt: "SEO Later" hat das Potenzial, die neue Nummer 1 zu werden. Vielleicht hat sie aber auch nur den König der kreativen Abschiedsformel wachgekĂŒsst und Nils schreibt demnĂ€chst seine Top10 fĂŒr Euch auf.

Auf der anderen Seite: Es klingt auch ein bisschen, so als könnte man SEO immer auf spÀter verschieben. Was meinst Du dazu?

In dieser Ausgabe: 

  • lernst Du Annemieke kennen

  • erzĂ€hlt Dir Behrend, wie Du Deine Sitemaps aufzurĂ€umen hast

  • erlöst Dich Nils von dem Gedanken, eine SEO-Ausbildung bei Google wĂ€re erstrebenswert

  • poliert Andreas die von Google höchstselbst prĂ€sentierten Tipps zur Bilderoptimierung auf

  • schaut Florian mal wieder auf die dunkle SEO-Seite und hat wieder einen spannenden Interviewpartner am Start

Viel Spaß beim Lesen! Deine Wingmenschen

Was wir gelesen haben
Annemieke Einfeldt
Annemieke Einfeldt
Trainee
Teamzuwachs einer neuen Wingwoman

Hallo zusammen, ich bin Annemieke und seit letzter Woche als SEO-Trainee im Wingmen-Team mit an Bord. Ehrlicherweise stand zu Beginn meiner beruflichen Orientierung der Arbeitsbereich des Online-Marketings nicht auf meiner Wunschliste, dennoch entstehen neue Wege bekanntlich, indem man sie geht.

In den letzten Jahren habe ich als Erzieherin im Bereich der Heimerziehung gearbeitet und mich mit der Förderung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen statt mit SEO und Keyword-Recherche beschĂ€ftigt. Seit der Weiterbildung an der Hamburg Media School begeistere ich mich fĂŒr die Welt des Online-Marketings, insbesondere die der Suchmaschinenoptimierung.

Mein großer Wunsch war es, als Trainee den Quereinstieg in die SEO-Welt zu wagen und mich professionell weiterzubilden. Dies hat das Wingmen-Team mir nun ermöglicht. Ich freue mich, ein Teil des Teams zu sein und auf eine tolle Zusammenarbeit.

Behrend von HĂŒlsen
Behrend von HĂŒlsen
Consultant
Sitemap Cleanup

Google hat den mit dem FrĂŒhjahrsputz begonnen und wischt mit dem digitalen Staubwedel ĂŒber die Video- und Image-Sitemaps. Einige Tags waren so eingestaubt oder von vielen fehlerhaften Benutzungen verdreckt, dass sie gleich ganz entsorgt werden mussten.

Damit sind Image-Sitemaps wesentlich schlanker geworden.

In Zukunft verschwinden aus der Bilder-Sitemap:

  • title

  • caption

  • geo_location

  • licence

und es bleibt eigentlich nur noch die URL des Bildes selbst als ErgĂ€nzung fĂŒr die Sitemap. 

Wichtig dabei ist, dass diese Infos nur aus der Sitemap fliegen, aber beim Crawling der eigentlichen URLs natĂŒrlich weiterhin von Google beachtet werden.

Gerade fĂŒr die Lizenz-Informationen empfiehlt Google den Einsatz von Metadaten in den Bildern. Da die Metadaten von Bildern hĂ€ufig zur Verringerung der DateigrĂ¶ĂŸe gekĂŒrzt werden, kann es sein, dass diese fehlen. Das ist ein guter Anlass zu prĂŒfen, was bei Deinen Bildern noch an Metadaten ausgeliefert wird und ob lizenzrechtlich notwendige Informationen noch in der Bilddatei vorhanden sind. Auch wenn das ĂŒber die 6 Tipps, die Andreas fĂŒr Euch in diesem Newsletter zusammengefasst hat.

Alte Sitemap-Empfehlung der Google Dokumentation:

Screenshot der Dokumentation mit mehreren Angaben fĂŒr jedes Bild

Neu:

Screenshot der jetzt schlankeren Empfehlung lediglich mit <image:loc> fĂŒr jedes Bild

Auch die Video-Sitemaps wurden ein wenig eingedampft. Diese bleiben relativ komplex, aber es fallen zum Beispiel Preisangaben, Kategorien und embedding-Angaben weg. Wenn Du bislang detaillierte Video-Sitemaps nutzt, solltest Du sie mit den aktuellen Video-Sitemap Guidelines und Googles Video Best Practice Empfehlungen abgleichen.

Insgesamt befĂŒrworten wir die AufrĂ€umaktion. Sitemaps sind ein wichtiges SEO-Werkzeug, aber sollten mit Bedacht eingesetzt werden. Wenn Du jetzt Deine Sitemaps ĂŒberarbeitest, findest Du in unserem Wissensbereich alles was Du sonst ĂŒber XML-Sitemaps wissen musst.

Nils Warnick
Nils Warnick
Consultant
Die Insassen leiten die Anstalt - Google bildet SEOs aus?

Zugegebenermaßen etwas dramatisiert. Zumindest scheint Googles Ablehnung einer Zertifizierung im Bereich SEO und einer dazu notwendigen Ausbildung stark aufgeweicht. Am Montag der letzten Woche kĂŒndigte Google an, Unternehmen in den USA Scholarships zu ermöglichen. In deren Rahmen können die Angestellten Kurse in den Bereichen "data analytics, digital marketing & e-commerce, IT support, project management or user experience (UX) design" belegen und sich dafĂŒr schlussendlich auch zertifizieren lassen.

Barry Schwartz wies bereits darauf hin, dass im Bereich Digital Marketing der "Search Engine Optimization Specialist" aufgefĂŒhrt wird. Das hat natĂŒrlich auch in der SEO-Bubble Wellen geschlagen und zu einer Diskussion des FĂŒr und Wider eines solchen Vorgehens gefĂŒhrt. Dabei spielte vor allem auch möglicher Missbrauch der GlaubwĂŒrdigkeit durch eine solche Zertifizierung eine Rolle.

Wir kennen vermutlich alle einige Zertifikate aus Schulungen und Kursen, von denen wir als SEOs sagen, dass das Dokument zwar Kompetenzen suggeriert, dann doch aber mehr Schein als Sein ist. Die Frage mit Blick auf das Programm von Google wird daher aus meiner Sicht auch: Wie ernst wird es zu nehmen sein?

Meiner EinschĂ€tzung nach ist es nicht besonders wahrscheinlich, dass die Informationen weit (wenn ĂŒberhaupt) ĂŒber das hinausgehen, was in der Google Search Central und angrenzenden Ressourcen zum Thema SEO geschrieben wird. Bekommt man am Ende also zertifiziert, dass man alles ĂŒber SEO weiß, was Google möchte, dass wir darĂŒber wissen?

Noch hat keiner den Kurs belegt und es rausgefunden. Solltest Du also eines Tages diesen Kurs wahrnehmen, lass es uns wissen.

Andreas Röne
Andreas Röne
Consultant
Googles 6 Tipps zur Bildoptimierung im eCommerce

Vor ein paar Tagen hat Google im Youtube-Channel der "Google Search Central" ein neues Video mit 6 Tipps publiziert, wie man im eCommerce die Grafiken in seinem Webshop optimieren sollte. Wer jedoch jetzt glaubt, die ultimativen Tricks zu bekommen, wird ernĂŒchternd feststellen mĂŒssen, dass es eigentlich immer wieder dieselben Optimierungen sind, die immer und immer wieder durch die Weltgeschichte getrieben werden:

  1. Bilder direkt mit GrĂ¶ĂŸenangaben im Quellcode versehen (width=x, height=y)

  2. Passende BildgrĂ¶ĂŸen und Image-Sets fĂŒr Responsive Design verwenden

  3. Verwendung von modernen (und damit kleineren) Grafikformaten

  4. Bilder passend und gut komprimieren

  5. Browser-Caching der Grafiken optimieren

  6. Reihenfolge und Zeitpunkt des Ladens der Bilder richtig bestimmen (Lazy Loading usw.)

Was ich an dieser Stelle wieder einmal feststellen muss, sind zwei Punkte:

  1. Die Angaben, die uns das Pagespeed-Insights-Tool von Google macht, sind nicht wirklich aussagekrÀftig und können von vielen Laien nicht verstanden werden.

    Die Folge: Fehlende Tickets fĂŒr die Entwickler um das eigentliche Problem zu fixen. Daher finde ich es gut, dass Google nun anscheinend mehr UnterstĂŒtzung und ErklĂ€rungen zu den Themen liefert und uns SEOs vielleicht ein ganz kleines StĂŒck Arbeit abnehmen kann.

  2. Oft treten Probleme immer und immer wieder in einem Website-Projekt auf und sollten daher als Art QualitĂ€tssicherung in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden neu geprĂŒft werden.

    Das liegt meist daran, dass Probleme nicht im Kern, sondern nur oberflĂ€chlich gelöst wurden. Bilder werden in neuen und korrekten Formaten erneut hochgeladen, denkt der nĂ€chste Redakteur nicht mehr an das komplexe Regelwerk, schleichen sich Fehler erneut ein. Richtig wĂ€re in so einem Fall dafĂŒr zu sorgen, dass der Webshop oder das CMS Grafiken nur in den passenden Formaten publiziert, egal in welchen Formaten das Bild hochgeladen wurde.

Fazit

Die Tipps, die Google in seinem neusten Video gibt sind fĂŒr uns SEOs nichts Neues. Allerdings erklĂ€rt Google sehr schön, warum bestimmte Optimierungen vorgenommen werden sollten.

Ein Tipp, den ich Dir gerne mitgeben möchte: Versuche immer Optimierungen, wie die oben beschriebene Bildoptimierung, in einem Webshop und/oder CMS zu platzieren, so dass das System Deine gewĂŒnschten Optimierungen automatisch kontrolliert oder umsetzt und kontrolliere Deine Projekte regelmĂ€ĂŸig auch auf schon lĂ€ngst behobene Probleme.

Florian Stelzner
Florian Stelzner
GeschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter
Linkbuilding ist tot!

Jetzt, da ich Deine Aufmerksamkeit habe, möchte ich mit Dir einen Blick rĂŒber auf die dunkle Seite der SEO-Macht werden. Dem Linkbuilding. Mal wieder habe ich einen Blick ins Black-Hat-Forum gewagt und bin dabei auf eine sehr catchy Überschrift gestossen "8 Things I've Learned By Selling Over $10 Million in Backlinks".

Mal sehen, was wir auf der White-Hat-Seite davon lernen können.

Schon die Einleitung verrĂ€t ein dĂŒsteres "Geheimnis":

"There was a group of influential individuals that would preach whitehat "link earning" while they were part of the largest link selling operations. They would tell their audience that earning links was the only way to do it, all while they were orchestrating the sales of links from top media websites."

Doch nun zur Backlink-Checkliste:

1. Backlinks sind noch immer das Top-Signal, um Ranking und AutoritÀt zu boosten

Der Absatz beginnt mit  "I'm not sure how many times I have to rehash this statement, but it continues to be true.", leitet aber neben der Untermauerung fĂŒr die Wichtigkeit von Backlinks bereits weitere wichtige Faktoren wie Speed, Onsite-Optimierung und Schema Markup ein.

Unumstritten ist wohl der Fakt, dass Links einen Unterschied ausmachen können zwischen einer neuen Site mit Null Markenbekanntheit und keinen Links vs. einer Site, die hier etwas unternimmt. Gleichwohl wird das Zeitalter der Xrumer und Spam-Linkerei fĂŒr beendet erklĂ€rt.

Der White-Hat-SEO in mir schreit auf und sagt: "Ja, und nicht erst seit ein paar Tagen!".

2. Google wird schlauer, wenn es um Network Links geht

WĂ€hrend mich die Überschrift dieses Absatzes nur leicht schmunzelnd in meinen SEO-Sessel zurĂŒckfallen lĂ€sst, finde ich die fĂŒr mich spannendste Aussage in diesem Absatz: "Do PBNs still work? Yes, but only if they are made exclusively for you and you are the only person that knows they exist".

Apropos PBN (Private Blog Network): An dieser Stelle fÀllt mir der liebe Nicolas Sacotte ein, der wie kein Zweiter aus der Welt der Linkerei berichten kann.

Flo: ZunÀchst einmal stell Dich doch bitte kurz vor

Nicolas: Hallo und Danke fĂŒr das spontane Interview Flo! Mein Name ist Nicolas Sacotte und ich bin GrĂŒnder der Content Marketing Agentur Contentking.

Wir sitzen hier mit einem kleinen aber feinen Team von 6 Mann am schönen Bodensee und versuchen gemeinsam mit unseren Kunden richtig geilen Content zu schaffen, der dann idealerweise auch gerne von anderen Webseiten digital empfohlen wird. Und diese Empfehlungen aka "Backlinks" sind in der Tat nach wie vor das ZĂŒnglein an der Ranking-Waage.

Wir helfen unseren Kunden dabei, genau diese wertvollen Links auf möglichst natĂŒrlichem Wege zu bekommen. Und wenn ich gerade mal nicht ĂŒber das nĂ€chste geile Content-Piece sinniere, dann halte ich einmal pro Woche noch Vorlesungen an der RWU und fĂŒhre Studenten im Rahmen meiner Dozenten-TĂ€tigkeit in die Welt des Suchmaschinenmarketings ein.

Nach Feierabend findet man mich gerne auch mal zu Hause bei der Familie am Grill – meine eigene kleine Work-Life-Balance-Methode quasi.

Flo: Was kannst Du uns ĂŒber PBNs erzĂ€hlen? Sind die Aussagen im Artikel wirklich neu, oder musste man hier nicht schon immer aufpassen?

Nicolas: Ich bin ja schon ein ganze Weile auf dem SEO-Spielfeld unterwegs und habe 1998 in meiner Studenten-WG angefangen Websites zu bauen.

Der Kontakt mit SEO kam im Prinzip sofort, weil das damals der einzige wirklich probate Weg war, an große Besucherströme zu kommen. Social Media gab es noch nicht und Google Ads war ebenfalls noch nicht geboren.

Damals war das der der digitale Marketing-Wilde-Westen und man konnte eigentlich mit jedem Link gute Erfolge erzielen: Themenrelevanz und Herkunft waren völlig egal – Hauptsache Links und davon viele. Irgendwann hat Google aber angefangen gezielt nach Footprints und Patterns zu suchen, womit es immer schwieriger wurde, an passende Backlinks zu kommen.

PBNs waren schon damals immer eine preisgĂŒnstige und vor allem planbare AbkĂŒrzung zu besseren Rankings. Irgendwann hatten die Jungs in Mountain View aber dann die Schnauze voll und haben 2012 dann das erste Penguin-Update ausgerollt. Und auch bereits die Jahre davor gab es immer mehr Webmaster, die eine Penalty bekommen haben und deren Webseiten ins Ranking-Nirvana abgestĂŒrzt sind.

Um auf die Frage zurĂŒckzukommen: Es war frĂŒher sehr viel einfacher mit PBNs gute Rankings zu schaffen, aber aufpassen musste man schon immer. Schon damals hatten SEOs und LinkeinkĂ€ufer panische Angst vor Strafen und Links von offiziell gehandelten Listen waren von Anfang an nicht gerne gesehen.

Die Jungs, die Ahnung von SEO hatten, haben dann auch auf Muster wie IP-Verteilung, Server-Standort, Sprache etc. geachtet, aber die breite Masse war immer noch auf schnelle Rankings mit möglichst geringem Aufwand aus und hat dann auch echt jeden Link mitgenommen.

Flo: Was bedeutet diese Verschleierung in Punkto Aufwand fĂŒr eine Agentur?

Nicolas: Ich kann da aus dem eigenen NĂ€hkĂ€stchen plaudern, weil wir damals selber ein ziemlich großes PBN aufgebaut hatten, das zusĂ€tzlich noch mit zwei anderen großen und bekannten PBNs vernetzt war.

Ich muss gerade selber schmunzeln, aber wir haben damals schon auf "QualitÀt" gesetzt. Unser PBN war sehr sauber thematisch geclustert und wir haben auch nur auf thematisch passende/nahe URLs verlinkt.

Das war auch im Vertrieb immer einer der USPs, die wir verkauft haben. Dann haben wir die Projekte (weitestgehend expired Domains, oder Domains mit entsprechendem Tier-2- und -3-Fundament) zusÀtzlich auf viele verschiedene Server mit noch mehr unterschiedlichen IP-Adressen gepackt. Auch das war immer ein gutes Verkaufsargument damals.

Unterschiedliche CMS, Layouts, Designs etc. haben das ganze "abgerundet". Wir haben wirklich versucht alle Muster zu verschleiern, sofern möglich. Am Ende des Tages liegt darin aber eben auch der grĂ¶ĂŸte Aufwand: Domains, Server/Hosting, IP-Adressen, Themes/Layouts, Content und die ganze Technik fĂŒr die Verwaltung tausender Projekte dahinter kosten Geld und Manpower, auch wenn wir einen wirklich beeindruckenden Automatisierungsgrad dahinter hatten. Das musst Du auch haben bei einer fast fĂŒnfstelligen Zahl an Domains. Das ist ein hoher Aufwand und damit auch ein hohes Risiko, vor allem weil man ja in der Regel dann auch LangzeitvertrĂ€ge eingeht.

Am Ende des Tages hat es ein paar Jahre gehalten und wirklich gut funktioniert, aber ich erinnere mich auch noch an den Tag, als damals noch Matt Cutts (pĂŒnktlich zur Campixx in Berlin) eines unserer Partner-PBNs offiziell via Twitter offengelegt und von jetzt auf gleich "zerstört" hat. Und das, obwohl die auch gut ausgestellt waren in Sachen Verschleierung.

Ein paar Wochen spÀter sind uns dann auch reihenweise die Domains aus dem PBN aus dem Index geflogen. Erst 10 an einem Tag, dann 50 am nÀchsten und Ende der Woche waren es dann 500 auf einen Schlag. Binnen 3 Wochen war eigentlich der komplette Bestand gekillt und das GeschÀftsmodell damit obsolet.

Und dann wurde es erst richtig aufwendig: alle Kunden informieren und beruhigen, mit Mitarbeitern sprechen, mit Lieferanten (Server/Hosting/IPs) verhandeln, Teile der Infrastruktur verkaufen und das Business neu ausrichten, was uns buddhaseidank erstaunlich gut gelungen ist.

Am Ende des Tages schwer zu sagen, warum das alles sukzessive abgeflogen ist, aber ich denke es war eine Reihe an parallelen Faktoren, von denen sicher auch einige eher manueller Art waren.

Du kannst die ganze Technik so gut kaschieren wie möglich, zum Schluss hast Du immer Kunden, auf die du von 20 oder 50 Deiner Domains verlinkst... Und Zack ist da ein Muster, was du nur weiter analysieren und aufdröseln musst, um den Großteil des Rests des PBNs zu identifizieren.

Deswegen stimme ich dieser Aussage vollkommen zu: "Do PBNs still work? Yes, but only if they are made exclusively for you and you are the only person that knows they exist."

Flo: Im Artikel werden Penalties erwĂ€hnt, die mittlerweile nicht mehr manuell sondern per AI aufgedeckt werden. Welches Ausmaß kann das annehmen?

Nicolas: Naja, im Grunde hĂ€ngt da ja immer ein ganzer "Rattenschwanz" mit dran. Hast Du einen, hast Du alle. So Ă€hnlich hat Google vermutlich auch damals unser und die anderen grĂ¶ĂŸeren PBNs in Deutschland erwischt. So etwas manuell aufzudecken, vor allem ab einer gewissen GrĂ¶ĂŸe, kann echt sehr zeitaufwendig sein. Aber wenn es manuell machbar ist, dann gibt es eigentlich immer einen noch besseren und schnelleren programmatischen/ automatisierten Ansatz.

Google sitzt auf einer so fetten Datenbasis, dass das fĂŒr die mittlerweile ein Kinderspiel sein sollte, sofern das Link-Angebot fĂŒr mehr als einen Abnehmer verfĂŒgbar ist, denn immer dann entstehen sehr eindeutige Muster.

Netterweise bestraft Google aber in den meisten FĂ€llen dann auch nur die linkempfangende URL, nur in schweren FĂ€llen leidet das gesamte Netzwerk darunter. Das Problem ist aber immer: wenn es keine "manual link-action" ist, dann wirst Du nicht via GSC ĂŒber die Penalty informiert. Du hast dann einfach viel schlechtere Rankings, kannst aber ganz oft nicht zu 100% sagen, ob das an den gekauften Links liegt oder sonst etwas im Argen ist auf Deiner Seite.

Der Großteil der Strafen ist derzeit leider auch algorithmisch und deshalb fĂŒr viele Webmaster schwer durchschaubar. Vor allem wenn es um alte "Hinterlassenschaften" geht und im Unternehmen keiner mehr so genau weiß, dass es Kauflinks gibt/gab.

Flo: Vielen Dank, lieber Nicolas! Hier ist jetzt noch Platz fĂŒr Dein Angebot und Deinen Link des Tages:

Nicolas: Danke! Mein Angebot an Eure Leser: wer sich strategisch im Bereich Content Marketing neu ausrichten und das Thema optimieren möchte, dem helfen wir gerne weiter. Mehr Infos und Kontaktmöglichkeiten gibt es auf unserer Agentur-Webseite.

Link des Tages geht an unsere Hochschule bzw. den Studiengang "Internet und Online Marketing", weil wir dort die kommenden Generationen an Online-Marketern lehren/ausbilden und richtig coole Projekte machen.

3. Kein automatisches Tool kann die manuelle Kontaktaufnahme ersetzen

Ja und ja! Wer kennt sie nicht, die belanglosen Mails mit Bitte um Kooperation zu einem völlig anderen Business. 

"Editors and writers can detect an SEO pitch from a mile away." kann man hier sicher nur unterschreiben. DarĂŒber hinaus kann es dann schon gefĂ€hrlich werden. Je mehr man ins Detail geht und etwa konkrete Linklisten mitsendet und je genervter der EmpfĂ€nger, desto schneller droht die Gefahr, dass diese Aktion – zu Recht – bei Google gemeldet wird.

4. Links allein reichen nicht mehr aus

Fett geschrieben sind die ZwischenĂŒberschriften dieses Absatzes: Compelling Offers, Optimized Conversion Focused UX, Strong Brand.

Ja, Heidewitzka! Wenn ich doch all diese 3 Punkte schon erfĂŒlle, dann sollten die Links doch schon von ganz alleine sprudeln. Wer dann noch schlaue Content-Kampagnen ins Rennen bringt, verdient sich die Links automatisch.

5. Regeln fĂŒr den Anker-Text

Die Empfehlung in diesem Artikel lautet: externe Links sollten eher generalistisch sein, d.h. eher Short Head Verlinkungen beinhalten, wÀhrend interne Links eher deskriptiv sein sollten.

Vielleicht lese ich diese Regel auch zu streng, aber grundsÀtzlich sind doch auch Longtail-Verlinkungen insbesondere von extern hilfreich. Oder wie siehst Du das?

6. Bloß nie den Geldhahn zudrehen...

Puh ne, diesen Absatz skippen wir besser...

7. Wettbewerb steigt, wÀhrend Verlinkungsmöglichkeiten sinken

Je weiter ich lese, desto mehr fĂŒhlt sich der Artikel wie eine Achtung-Hands-Off-Anweisung an. 

Es gibt tĂ€glich tausende neue Websites, damit mehr Konkurrenz, die sich um die weniger stark wachsende Audience bemĂŒht.

Hinzu kommen weniger verfĂŒgbare PlĂ€tze im Ranking, die am Ende auch Traffic bringen. Viele Ads, Position Zero, Featured Snippets, etc. machen es uns allen schwer.

8. 90% der Linkbuilder-Agencies (und deren Kunden) sind verschwunden

Als Grund wird Folgendes angegeben:

"Why? Because most agencies spring up thinking the game is easy and they soon realize that it's not as simple as it appears. Not only have they disappeared, but their clients' have suffered the fate of working with inexperienced SEOs."

Hier rĂ€cht sich, dass ich Absatz 6 nicht ausgefĂŒhrt habe, denn darin stand, dass man als Kunde vom Linkbuilding einen langen Atem haben soll. Von 1.000 Euro oder sogar 10.000 Euro pro Monat ist die Rede.

Ich stelle mal die These in den Raum, dass der Hauptgrund fĂŒr die ausbleibenden AuftrĂ€ge hier ein Shift in Richtung ordentlicher Arbeit an der eigenen Seite sind. SEO durch Handauflegen kann nicht funktionieren und ich freue mich, dass dieser Fakt aus den eigenen Kreisen bestĂ€tigt wird.

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