Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen f├╝r wache Webmarketer #178
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Saskia Ernst
Saskia Ernst
Junior Consultant
­čîž´ŞĆ Ôśö Wir lassen Dich nicht im SEO-Regen stehen

┬»\_(Ńâä)_/┬» W├Ąhrend drau├čen der stete Tropfen die Melodie des Herbstes spielt und Pf├╝tzen sich zu kleinen Seen formieren (oder auf gut Deutsch: Es ist nass und a****kalt), hoffen wir, dass die "flutenden" Google-Updates Dich nicht allzu nass gemacht haben.

Denn Google hat unj├╝ngst den Abschluss des Oktober 2023 Spam Updates sowie des Oktober 2023 Core Updates verk├╝ndet.

Um sicherzustellen, dass Du und Deine Website nicht im SEO-Wolkenbruch untergehen, pr├Ąsentieren wir Dir diese Woche diese tropfend frischen Themen:

  • Matt hat sprudelnde Tipps, wie Du Deine Thementropfen so kombinierst, dass sie keine riesige Pf├╝tze ergeben

  • Hannah l├Ąsst endlich die Wolken der Ratlosigkeit verschwinden und teilt den finalen Part ihres Tagseiten-Monsuns

  • Behrend packt die Gummistiefel aus und analysiert die Nutzbarkeit des windigen Tools GA4

  • Wolkenbrecherin Anita cached f├╝r Dich im Tr├╝ben und sorgt f├╝r klare Sicht

  • Jolle aka Cloudy-Aaaah hat sich f├╝r Dich durch den "The State of Content SERPs"-Report von Glen Allsopp gearbeitet

Wir hoffen, Du bleibst im SEO-Herbststurm standfest und erreichst ohne weitere Schauer die sonnigen Spitzen der Suchergebnisse.

Pack den Regenschirm aus und viel Vergn├╝gen beim Durchn├Ąssen der Inhalte.

Viel Spa├č beim Lesen!

Deine Wingmenschen

Was wir gelesen haben
Matthias P├╝lz
Matthias P├╝lz
Junior Consultant
Wie war das nochmal mit Topic Clustern und Pillar Pages?

Aktuell spricht jeder ├╝ber K├╝nstliche Intelligenz und SGE. Und zwar zurecht! Trotzdem lohnt es sich nat├╝rlich, hin und wieder auch noch einmal den Blick auf andere Bereiche zu richten.

Darum bekommst Du von mir heute etwas zu Topic Clustern. Ja, das mit den Pillar Pages... F├╝r viele sicher ein alter Hut, die zahlreichen Kraut-und-R├╝ben-Strukturen auf einigen Websites da drau├čen zeigen aber, dass das Thema doch noch nicht ├╝berall angekommen ist.

Also gibt es hier und jetzt eine Schritt-f├╝r-Schritt-Anleitung, wie das mit den Pillar Pages, Cluster-Inhalten und der internen Verlinkung bei Topic Clustern idealerweise aussehen sollte. Pack ma's:

Schritt 1: Themenrecherche

Ganz am Anfang jedes Topic Clusters steht (idealerweise) erst einmal eine ausgiebige Recherche. F├╝r viele da drau├čen sicher der leidigste Part, weil es Tage oder manchmal sogar Wochen dauern kann, die richtigen Themen und Keywords zu identifizieren. Aber wie das h├Ąufig so ist: Ohne solide Basis wird das nichts. Also doch ein paar Tage durch die SERPs und Tools wie Sistrix oder Ahrefs w├╝hlen.

Schritt 2: Erstelle Deine Pillar Page

Ist das Fundament in Form einer ordentlichen Themenrecherche erst einmal gelegt, geht's ans Eingemachte. Hei├čt konkret: Erstellen einer umfassenden Pillar Page, die das zentrale Thema detailliert behandelt: von A bis Z, von links nach rechts und von oben nach unten. ├ťblicherweise ist das ein Shorthead-Keyword wie "Gesunde Ern├Ąhrung". Dazu jetzt noch eine umfassende und informative Seite basteln, die alle (oder zumindest die wichtigsten) Punkte und Fragen dazu abdeckt und fertig. Geheimtipp: Sprungmarken und "Back-to-Top"-Button nicht vergessen! Niemand scrollt gerne vier Minuten, um wieder an den Anfang einer Seite zu kommen.

Schritt 3: Erstelle Cluster-Inhalte

Sobald die Pillar Page gl├Ąnzt und funkelt, ist es an der Zeit, die einzelnen Cluster-Inhalte zu erstellen. Dabei handelt es sich ├╝blicherweise um Longtail-Keywords, die sich auf einen bestimmten Teilbereich des zentralen Themas konzentrieren. Um bei unserem Beispiel "Gesunde Ern├Ąhrung" von vorhin zu bleiben: "Gesunde Snacks und Mahlzeiten f├╝r unterwegs" und "Proteine und ihre Rolle in einer ausgewogenen Ern├Ąhrung" w├Ąren hierzu einige denkbare Cluster-Inhalte. Nat├╝rlich musst Du nicht alle erg├Ąnzenden Inhalte auf einmal erstellen, sondern lass das Ganze einfach nach und nach wachsen. Passend zu SEO eben!*

Schritt 4: Interne Verlinkung

Die Pillar Page steht, Cluster-Inhalte sind erstellt. Fehlt nat├╝rlich noch die interne Verlinkung zwischen den verschiedenen Inhalten. Wie Du das am besten umsetzt, h├Ąngt nat├╝rlich immer ein St├╝ck weit von Deiner Seite ab. Grunds├Ątzlich gilt aber: Die Pillar Page verlinkt auf die Cluster-Inhalte. Die Cluster-Inhalte wiederum verlinken auf die Pillar Page und verlinken sich (zum Teil) untereinander. Damit der Linkjuice auch ordentlich flie├čen und Google (und Nutzerinnen und Nutzer) die thematische Verbindung verstehen kann.

Schritt 5: Aktualisiere und optimiere regelm├Ą├čig

Mit dem einmaligen Erstellen ist die Arbeit nat├╝rlich noch nicht erledigt. Sch├Ân w├Ąr's. Die Konkurrenz schl├Ąft ja bekannterma├čen nicht und oft kommen im Laufe der Zeit auch neue Informationen zum Thema dazu. Oder es f├Ąllt Dir noch ein Teilbereich auf, an den Du bis dato noch gar nicht gedacht hast. Darum steht auch regelm├Ą├čiges Aktualisieren und Optimieren auf der To-Do-Liste. Sei es das Hinzuf├╝gen einer neuen Statistik, das Streichen eines veralteten Abschnitts oder das ├ťberarbeiten der Struktur generell.

Schritt 6: ├ťberwache und analysiere die Leistung

Deine Pillar Pages und Cluster-Inhalte k├Ânnen noch so sch├Ân und ansprechend sein... Wenn sie niemand liest oder findet, waren all die M├╝he und Tr├Ąnen bei der Erstellung umsonst. Darum solltest Du nat├╝rlich immer auch einen Blick auf Google Analytics und in die Google Search Console werfen, um die Leistung Deiner Pillar Page und Cluster-Inhalte im Auge zu behalten. Und wer wei├č? Vielleicht geht da ja noch mehr...

Und nu?

Ja, das war's auch schon! Sechs Schritte, mit denen Du bei der richtigen Umsetzung Deine Autorit├Ąt, Sichtbarkeit und Rankings steigern kannst. Falls es Deiner Website bisher also noch (ein bisschen) an Struktur mangelt oder Du Deine Beitr├Ąge bisher eher so "nach Gef├╝hl" organisierst: Topic Cluster sind die L├Âsung! Also Termin f├╝r die Themenrecherche in den Kalender eintragen (oder Du meldest Dich bei uns und wir ├╝bernehmen das f├╝r Dich).

*├ťbrigens muss die Pillar Page nicht unbedingt vor den Cluster-Inhalten erstellt werden. H├Ąufig ist es auch sinnvoll, zuerst den Longtail anzugehen und die Inhalte dann auf einer Pillar Page zusammenzubringen, also Schritt 2 und Schritt 3 umzukehren. Dann hast Du mit einzelnen Content Pieces schon Relevanz f├╝rs Thema bewiesen und kannst dann den Short Head angreifen.

Hannah Rohde
Hannah Rohde
Junior Consultant
Taggadi, Taggada ÔÇô Wie aus Tagseiten Themenseiten werden

In der ersten Ausgabe haben wir uns damit befasst, was Tagseiten eigentlich sind und wozu man sie ├╝berhaupt gebrauchen kann. In der zweiten Ausgabe haben wir uns angesehen, wie wir die richtigen Tags f├╝r unsere Artikel finden. Aber wie k├Ânnen wir einfache Tagseiten in n├╝tzliche Themenseiten verwandeln? Dieser Frage widmen wir uns heute.

Aus manchen Tags wirst Du Themenseiten und/oder Filter erstellen wollen. Andere (beispielsweise "Print ├ťbernahme") sollten nur im Backend einsehbar sein.

Bei der Frage, ob Tagseiten indexiert werden oder nicht, ist es wichtig sicherzustellen, dass Tagseiten nicht automatisch und ohne nochmals ├╝berpr├╝ft zu werden indexierbar sind. Das ist umso wichtiger, wenn Du die Tags noch nicht normalisierst, clusterst und zusammenf├╝hrst. Auch automatisierte Indexierungsregeln anhand einer bestimmten Anzahl von Artikeln solltest Du immer mit viel Vorsicht genie├čen.

Bitte lass immer das SEO-Team oder die/den SEO Deiner Firma ├╝ber die Seiten schauen und diese optimieren, bevor diese in den Index gepustet werden.

Welche Tagseiten wollen wir indexiert haben?

M├Âchtest Du mit Deinen Tagseiten ranken, kannst Du sie mit ein bisschen (mehr) SEO-Magie und Liebe von einer simplen Ansammlung an Artikeln zu einer gepflegten ├ťbersichtsseite umgestalten.

Anstatt also alle Artikel auf der Tagseite zu listen ÔÇô meist ist das chronologisch der Fall ÔÇô kannst Du die Artikel clustern und entsprechend auf der Seite anordnen. So kannst Du dann beispielsweise verschiedene Module bauen, die wirklich hilfreich sein k├Ânnen. Wie das aussehen kann, schauen wir uns nachfolgend genauer an.

Grafische Veranschaulichung des Aufbaus einer gepflegten Tagseite.
Aufteilung in:
Name des Tags: HSV
nachfolgend "Evtl. ein kurzer einleitender Text ├╝ber den Verein und den Inhalt auf dieser Seite."
Darunter eine Aufteilung der verschiedenen Abschnitte mit jeweils 3 Artikelteasern:
* HSV News
* HSV Spieler & Trainer im Interview
* Infos zu HSV
* Derby: HSV + St. Pauli
* Merh zu HSV
* Relegation HSV

Bild: Veranschaulichung eines m├Âglichen Aufbaus einer Tagseite, aufgeteilt in relevante Abschnitte rund um das Thema HSV. Weitere Abschnitte und Aufteilungen sind m├Âglich, beispielsweise zu den einzelnen Spielern etc.

Ich empfehle Dir, zuerst an Deinen Artikeln zu hinterlegen, ob diese Evergreen-Artikel sind oder News. Denn Newsartikel verlieren relativ schnell an Relevanz, Evergreens sind hingegen zeitlos. Diese k├Ânnen dann einen speziellen Platz auf der Tagseite einnehmen und werden von den immer mehr einlaufenden Newsartikeln nicht auf die hinteren Pl├Ątze verdr├Ąngt. So w├Ąre es jedoch der Fall, wenn die Artikel auf der Tagseite chronologisch aufgef├╝hrt werden. Und wir wissen ja, dass je weiter hinten ein Artikel verlinkt ist, desto weniger Relevanz hat dieser.

Weiterhin kannst Du die Artikel segmentieren nach der Art des Artikels, beispielsweise Meinungsartikel, Interview oder How-To-Anleitung.

Als n├Ąchsten Schritt kannst Du auf den Themenseiten Module f├╝r die interne Verlinkung bauen, indem Du Tags zusammenfasst, aber auch Themen gesondert darstellen. Beispielsweise:

  • "Angela Merkel" + "Bundeskanzlerin" oder┬á

  • "HSV" + "Derby" + "St.Pauli" und immer wieder auch "HSV" + "Relegation", oder auch

  • "Heidi Klum" + "Bill Kaulitz" und┬á

  • "Heidi Klum" + "Germanys Next Topmodel".

Auch andere Kombinationen sind m├Âglich und k├Ânnen sinnvoll sein, beispielsweise ein Thema + das Tag "Video" oder "Bildergalerie".

Aus diesen Kombinationen k├Ânnen aber auch eigene Themenseiten entstehen, wenn deutlich wird, dass es gen├╝gend Input und Nachfrage zu den vereinten Themen gibt. So werden aus Deinen Themenseiten dann zum Beispiel Hubseiten.

Hast Du die Tagseiten gepflegt und optimiert und es liegt Suchvolumen vor (das solltest Du im Idealfall vor der Optimierung pr├╝fen ­čśë), kommen wir zum spannenden Thema Indexierung: Erst wenn die Seiten gepflegt, angereichert und optimiert sind, sollten diese zur Indexierung freigegeben werden.

Sind die Seiten indexiert, kannst Du sie zur Optimierung der internen Verlinkung nutzen. Vorher sind die Tagseiten lediglich dazu da, Deine Nutzer zu f├╝hren, aber nicht, um Pagerank sinnvoll zu verteilen.

Behrend von H├╝lsen
Behrend von H├╝lsen
Consultant
Wird GA4 noch ein nutzbares Webanalyse-Tool?

Bei GA4 tut sich nach wie vor einiges. Mit der Einf├╝hrung des Google Tag Templates f├╝r den GTM geht die Umstellung von GA4 Tag auf Google Tag voran.

GA4 Settings Variable

Damit es auch Gr├╝nde f├╝r eine Umstellung gibt, bekommen wir mit der GA4 Settings Variable ein (trotz Configuration-Tag Schnipp-Schnapps) schmerzlich vermisstes Universal-Analytics-Feature zur├╝ck. Ein Grund daf├╝r, ein laufendes Setup anzufassen, ist das freilich nicht. Aber beim n├Ąchsten GA4-Setup freue ich mich auf den Einsatz einer zentralen Settings-Variablen.

Data Redaction Feature

Au├čerdem haben sich die Entwickler von Simo Ahavas guten alten PII Remover f├╝r UA inspirieren lassen: GA4 hat nun ein Data Redaction Feature. Wenn Dir die Google-Doku zu trocken ist, hat das Search Engine Journal das Feature f├╝r Dich nochmal zusammengefasst.

Damit k├Ânnen Emailadressen und definierte Query Parameter aus Analytics Hits entfernt werden. So kannst Du verhindern, dass versehentlich personenbezogene Daten aus URLs in Deinem GA4 landen. Zudem lassen sich auch unliebsame Parameter, Unique IDs oder ├ähnliches sperren, damit sich die "Page & Query" Dimensionen weniger aufbl├Ąhen.

Aber Achtung: Wenn Du in Deinen URLs irgendwo Elemente hast, die ein┬á@ enthalten und daher einer Emailadresse ├Ąhneln, k├Ânnte das auch geblockt werden. Leider hat Google nicht ver├Âffentlicht, nach welchem Muster sie genau blocken, sodass man es nur empirisch testen kann.

Ein nettes Feature. Und es ist sogar clientseitig umgesetzt, sodass Google die zensierten Informationen tats├Ąchlich nicht zu Gesicht bekommt. DSGVO-, E-Privacy-konform oder gar ohne Consent einsetzbar wird GA4 damit noch lange nicht, aber es geht in die richtige Richtung.

Kein gro├čer Sprung, grundlegende Features fehlen weiter

Das sind leider alles nur kleine Schritte. Der gro├če Sprung vom Webanalyse-Tool in andauernder Beta-Phase zum benutzbaren Produkt l├Ąsst noch auf sich warten.

Charles Farina hat eines der gr├Â├čten Probleme von GA4 auf den Punkt gebracht. Es gibt aktuell keine M├Âglichkeit, Sessions, die von einer bestimmten Quelle kommen, zu identifizieren. Es gibt diverse Dimensionen zu Attribution, aber wie viele Einstiege von einer bestimmten Kampagne kamen, ist, dank der neuen Session-Logik, mit Bordmitteln nicht ermittelbar.

Du denkst, das sei quasi der grundlegende Zweck einer Webanalyse? Ich stimme Dir zu. Irgendwer bei GA4 scheinbar nicht...

Workarounds gegen den Geist der Dokumentation

Gl├╝cklicherweise kann man die Conversion-Attribution in der explorativen Datenanalyse zweckentfremden, um Zahlen dazu zu erhalten. Allerdings ist das von der Dokumentation explizit nicht empfohlen, sodass man sich darauf nicht wirklich verlassen kann.

Kleinigkeiten wie uneinheitliche Dimensionsverf├╝gbarkeiten zwischen verschiedenen Bereichen des Frontends, der explorativen Datenanalyse, der API und Looker Studio sorgen dabei f├╝r zus├Ątzliche Frustration.

Google hat sich im Vergleich zu Universal Analytics von der Zielgruppe der Gelegenheits-Web-Analysten klar abgewendet. GA4 gaukelt zwar einfache Analysen vor, braucht aber im Detail viel fr├╝her konkrete Fachexpertise. Und viele Standard-Fragestellungen, die in Universal Analytics drei Klicks entfernt waren, brauchen jetzt Rohdatenzugriff via BigQuery-Export.

In Zeiten, in denen Datenschutz weltweit immer st├Ąrker durchgesetzt wird, rechnet sich der Business Case wohl nicht mehr, eine Webanalyse f├╝r lau anzubieten.

Ein Umstieg auf Alternativen wie etracker, Matomo oder vielleicht sogar Microsoft Clarity ist vielleicht eine gute ├ťberlegung.

Warum Dein Datenschutzbeauftragter aber vermutlich einen Herzinfarkt bekommt, wenn er die Session Aufzeichnungen von Clarity sieht, erz├Ąhl ich Dir beim n├Ąchsten Mal.

Anita B├Âhm
Anita B├Âhm
Consultant
Cooles Caching

"Your Cache Headers Could Probably be More Aggressive" findet Alex MacArthur und beschreibt in seinem Artikel sehr gut verst├Ąndlich und auf den Punkt, wie man damit aus seiner Sicht am besten umgeht:

  • Ein Default-Setting, dass f├╝r m├Âglichst viele verschiedene Nutzerinnen passt, ist sinnvoll: Cache-Control header = public, max-age=0, must-revalidate zusammen mit einem Etag

  • Es gibt jedoch Ressourcen, bei denen sich extrem selten etwas ├Ąndert, weswegen man sie durchaus gro├čz├╝gig cachen kann sollte: Cache-Control header = public, max-age=31560000, immutable

  • Falls sich doch was tut, gibt es Wege, die neueste Version umgehend an den Browser zu bringen, egal was im Caching steht: Fingerprinting for the win!

Wie? Was? Wenn Dir das ein wenig zu schnell ging, hier nochmal etwas ausf├╝hrlicher:

Durchgreifender Default

Mit public, max-age=0, must-revalidate teilen wir mit, dass die Ressource zwar gecached werden kann. Direkt beim n├Ąchsten Aufruf wird jedoch anhand des Etags gepr├╝ft, ob es eine neue Version gibt. Falls ja, wird diese dann auch heruntergeladen. Wenn es keine neue Version gibt, bekommen wir einen Status Code 304 Not Modified zur├╝ck und der Browser nimmt die Version, die er bereits im Cache hat. Das ist, so Alex, als Default-Setting smart und sinnvoll.

Es gibt Dinge, die sich nie (oder nur sehr selten) ├Ąndern: CSS, Fonts, Bilder, JavaSscript. Wenn diese dann mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit einen Status Code 304 Not Modified liefern, ist es eigentlich unn├Âtig, diesen Dialog jedes Mal zu durchlaufen. Vorhang auf f├╝r public, max-age=31560000, immutable. Nun kann die betreffende Ressource gecached werden und ist quasi ein Jahr haltbar. Dabei bekommt der Browser sogar die ganz klare Vorgabe, unter keinen Umst├Ąnden nachzufragen, ob es eine neuere Version gibt.

"immutable - the browser is explicitly instructed to NOT reach out to origin/CDN just to check if something newer is available (no more revalidation requests)

Wenn man die Seite also einmal aufgerufen und die Assets geladen hat, kommen sie ab dann immer direkt aus dem Cache. Erst nach Ablauf eines Jahres schaut der Browser wieder, ob es eine neuere Version gibt.

Fingerprinting f├╝r Frische

Zum Gl├╝ck muss man sich keine Sorgen machen, wenn sich doch mal etwas ├Ąndert, obwohl man einer Ressource als Caching-Zeitraum ein Jahr mitgegeben hat. Fingerprinting (mancherorts auch "Cache Busting") hei├čt der Trick. Denn wenn ein neues Asset unter einer neuen URL liegt, dann holt sich der Browser das auf jeden Fall einmal her. Egal, wie lange die vorherige Version der betreffenden Ressource noch g├╝ltig gewesen w├Ąre.

Dabei sollte man unbedingt auch den Umkehrschluss ziehen: Ressourcen, deren URL sich in der Regel nicht ├Ąndern, sollten vermutlich nicht ewig gecached werden, insbesondere wenn h├Ąufigere ├änderungen ├╝blich oder zu erwarten sind. Zum Beispiel das HTML der Startseite. Denn diese URL bleibt dauerhaft bestehen und hat sozusagen eine gr├Â├čere "Haltbarkeit" als beispielsweise die leicht ver├Ąnderbaren URLs von CSS- oder JS-Dateien. In dem Fall also nicht auf Fingerprinting setzen und eher vorsichtig sein beim Caching!

Alex h├Ąlt in seinem Artikel dann noch ein paar praktische Tipps bereit, wie Du das konkret umsetzen kannst.

Mir hat der Beitrag gut gefallen. Denn Caching ist ein super Hebel, um an den Ladezeit zu schrauben. Trotzdem sieht man da immer wieder gro├če Fragezeichen vor den Augen, wenn es darum geht, was man denn jetzt am besten wie cached. Sicherlich gibt es F├Ąlle, in denen es kompliziert ist. Aber grunds├Ątzlich kommt man mit dem vorgestellten Ansatz schon ganz weit. Also kannst Du am besten gleich mal nachschauen, wie das denn aktuell auf Deiner Webseite gel├Âst ist...

Jolle Lahr-Eigen
Jolle Lahr-Eigen
Consultant
Medienkonglomerate oder Indie-Publisher: Wer dominiert die SERPs?

Glen Allsopp hat sich mit seinen umfangreichen SEO-Analysen auf detailed.com einen Namen gemacht. Mit seinem neuesten Brett "The State of Content SERPs: A 250,000 Keyword Analysis" ist er dem wieder gerecht geworden.

Die Frage

Erreichen Websites gro├čer Medienunternehmen mehr Top-Rankings als unabh├Ąngige Publisher?

Die Datenbasis

  • 250.000 Keywords

  • Englisch

  • Non-Brand

  • Mit Qualifizierern, die redaktionelle Inhalte (statt Shops oder SaaS-Ergebnisse) als Antwort hervorrufen sollten: "Where do", "How should", "Who is", "Review", "How much", "The best", "When is", "Recommended" oder "Where was"

  • Mindestens 3 Terme

  • ├Ş monatliches Suchvolumen von 500-5.000 in den USA

Eigentlich sollten die Treffer der ersten Google-Seite aller 250.000 Abfragen kategorisiert werden. Das w├Ąren 173.678 Domains und Subdomains gewesen. Glen hat sich deshalb entschieden, die 5.000 Domains anzuschauen, die am h├Ąufigsten vorkommen. Es blieben dann 186.444 Keywords im Datenset ├╝brig, bei denen eine der Top-5.000-Domains auf Platz 1 rankte.

Die Antwort

Von den 186.444 Google-Suchergebnissen, bei denen eine redaktionelle Domain den ersten Platz belegte, entfielen 86,1% der ersten Platzierungen auf Seiten von gro├čen Medienunternehmen. Indie-Publisher erreichten nur 13,9%.

Die Top-20 der redaktionellen Seiten waren komplett im Besitz gro├čer Medienunternehmen wie Red Ventures, New York Times Company, Dotdash Meredith, Walt Disney Company, Hearst, News Corp oder Axel Springer.

Erst auf Platz 49 der redaktionellen Treffer (insgesamt Platz 75) tauchte die erste unabh├Ąngige Domain auf: mindbodygreen.com.

Die Ursachen

Aber Moment, k├Ânnte das daran liegen, dass gro├če Medienmarken einfach insgesamt viel h├Ąufiger im Datenset der 5.000 Domains vorkamen?

N├Âsn, 54,1%, also mehr als die H├Ąlfte der 5.000 Domains, waren unabh├Ąngige Webseiten und trotzdem belegten sie nur in 13,9% der F├Ąlle das Top-Ranking. Je kleiner das Datenset, desto mehr verschiebt sich das Gewicht zugunsten der gro├čen Medienkonglomerate. Bei den Top-500 Seiten waren es nur noch 49 Unabh├Ąngige, aber 287 Seiten gro├čer Medienmarken.

Glen hat einen anderen Zusammenhang festgestellt:

Mehr Content, mehr Rankings.

Im Schnitt hatten die ersten 20 Domains, die einer gro├čen Medienmarke angeh├Âren, knapp 550.000 URLs laut Ahrefs. Die Kleinste hatte knapp 13.000 URLs.

Bei den Indie Sites waren es im Schnitt 67.000 URLs. Die Kleinste rankte mit 530 URLs laut Ahrefs.

Erkenntnisse am Rande

  • (Aussortierte) Domains, deren Startseite Software, Downloads oder einen anderen Service anboten, belegten sogar mehr Position-1-Rankings als die Indie-Publisher.

  • Viele Indie-Publisher haben trotzdem ein mehrk├Âpfiges Autorenteam.

  • Viele "Offline-Marken" wie L'Or├ęal und Sanpellegrino haben sich mit redaktionellen Angeboten in bestimmten Nischen festgesetzt.

  • Dasselbe gilt f├╝r Domains, die von Regierungsbeh├Ârden betrieben werden.

  • Sowohl gro├če Medienmarken als auch unabh├Ąngige Publisher beziehen ihren Traffic zu zwei Dritteln aus der organischen Suche.

Was lernen wir daraus?

Dass gro├če Publishing-Marken im Jahr 2023 die redaktionellen SERPs dominieren, ├╝berrascht nicht. Sie haben die Ressourcen und setzen sie mittlerweile gezielt ein, um Inhalte zu ver├Âffentlichen, die in der organischen Suche funktionieren.

Nutzerverhalten und Google belohnen den Aufbau von Marken und somit die Investition in E-E-A-T. Das Qualit├Ątsversprechen von Brands und der Wiedererkennungseffekt eines bekannten Namens geben Orientierung, so dass Menschen gerne auf die Angebote von Marken klicken. Deshalb lohnt es sich auch f├╝r Google, diese Ergebnisse hoch zu listen.

Aber im Longtail, in der Nische, haben die unabh├Ąngigen Publisher weiterhin die Chance, sich selbst einen Namen zu machen. Die gro├čen Konglomerate zielen auf die breiten Themen mit hohem Suchvolumen ab und ├╝berlassen (noch) Liebhaber-Themen f├╝r die kleinen Sites ├╝brig, die sich einem spitzen Thema voll und ganz verschreiben.

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