Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen fĂŒr wache Webmarketer #200
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Nora Tiedemann
Nora Tiedemann
Junior Consultant
🆗 HTTP-Statuscode 200

Trommelwirbel, Jubel und Konfetti 🎉: Dein Lieblings-Newsletter feiert Ausgabe 200! Das finden wir mehr als "OK".

Deshalb habe ich heute drei Fakten zur Zahl 200:

  1. Im Römischen Reich war ab 200 n. Chr. die Periode des Friedens und der ProsperitĂ€t, die als Pax Romana bekannt ist. đŸ›ïž

  2. Das Lied "O Tannenbaum" wird dieses Jahr 200 Jahre alt. 🎄

  3. Der HTTP-Statuscode 200 bedeutet "OK" - aber das weißt Du natĂŒrlich. 😉

Jetzt aber genug (unnĂŒtzes) Wissen! NatĂŒrlich möchten wir zur Feier des Tages Kuchen mit Dir verspeisen, schön geviertelt natĂŒrlich:

  • Philipp isst mit Dir guten Content-Cheesecake

  • Anita verspeist mit Dir Google-KI-Karottenkuchen

  • Nils hat fĂŒr Dich ein StĂŒck komischen Keyword-Kirschkuchen

  • Nora und Du naschen Structured-Data-News-Napfkuchen

Viel Spaß beim Schnabulieren und danke an all unsere großartigen Leser und Leserinnen ♄

Deine Wingmenschen âŁïž

Was wir gelesen haben
 Philipp Götza
Philipp Götza
Junior Consultant
Good (Unique) Content, Bad (Copycat) Content – das können wir besser

Ein KI-generiertes Bild im Stil von Mickey Mouse der 1920-1930er. Zu sehen ist eine Katze, die vor einem Laptop-Screen sitzt, eine Kapuze trÀgt und schÀmisch am Lachen ist, da gerade wieder Inhalte kopiert und auf der eigenen Domain ausgekotzt wurden.

Lesen ist wichtig und richtig. Aber auch die anderen Sinne brauchen regelmĂ€ĂŸig guten Stoff.

Am Wochenende habe ich mir unter anderem das GesprĂ€ch von Tim Soulo (Ahrefs CMO) und Peep Laja (Founder von CXL, Wynter und Speero, aktuell CEO von Wynter) im Ahrefs Podcast angehört. Fast 2 Stunden haben die beiden gesprochen – das kam mir kĂŒrzer vor. Es ging vor allem am Anfang um Content.

Es wird immer mehr darĂŒber gesprochen: Copycat Content und durchschnittliche Inhalte von Menschen oder der KI, denen Expertise und Erfahrung fehlt, um glaubwĂŒrdig und vertrauenswĂŒrdig zu sein.

Seit Jahren haben wir das Problem, dass Google uns hĂ€ufig (noch) dafĂŒr belohnt, bereits bekannte Informationen in einer Form von Arbitrage wiederzukĂ€uen. Das ist meistens kein guter Content, aber er rankt gut bei Google. Ich möchte Dir zeigen, was Du tun kannst, um besseren Content zu schreiben.

Welche Erfahrungen haben Tim und Peep mit Content bei Ahrefs und CXL gemacht?

Peep hat in den ersten 10 Minuten ein sehr direktes Statement rausgehauen:

"Before Content Marketing was a thing, idiots did not publish content. You wouldn't write encyclopedia articles without knowing anything. Now, we created a perverse incentive for any idiot to write about anything. We sit in a mountain of garbage."

– Peep Laja

So lÀuft es bei klassischem SEO-Content hÀufig ab:

  • Menschen ohne Themenerfahrung recherchieren die Suchergebnisse, 

  • schauen sich Konkurrenzinhalte an,

  • fragen vielleicht noch ChatGPT fĂŒr einen Überblick aus und 

  • am Ende entsteht ein ziemlich austauschbarer Inhalt.

Auch Mordy Oberstein hat vor ein paar Wochen zu dem Thema (fehlendes Incentive fĂŒr gute Inhalte) etwas passendes geschrieben:

"There's a lack of incentive to create good content. Part of that is due to Google not being able to reward "good content" so we get into a vicious cycle."

– Mordy Oberstein

Peep sieht das Àhnlich, denn gute Inhalte von kleinen Domains haben keine Chance, wenn HubSpot die Maschine anwirft und eins von 9.183.119 generischen Listicles raushaut. Einen Tag spÀter sind die "guten Inhalte" dann von Top-Positionen verschwunden.

Copycat Content isn't going to cut it anymore

CXL – eines der Unternehmen, die Peep gegrĂŒndet hat – war mal eine Agentur, die sich auf Conversion Rate Optimierung spezialisiert hat. Dieser Fokus wurde aufgebrochen. Heute ist CXL vor allem ein Kursanbieter fĂŒr digitales Marketing.

GrundsÀtzlich hat sich an der Mission und dem Anspruch an den Content von CXL laut Peep nichts verÀndert: Es muss der beste Content (in dieser) Nische sein.

Er beschreibt, wie sie von diesem Weg abgekommen sind und die Content-Produktion an eine Content-Agentur abgegeben haben. Der Content soll "fine" gewesen sein.

"Nobody links to just fine content, it needs to be killer-good."

– Peep Laja

Man könnte jetzt denken, dass das ein Edge Case ist. Aber auch Tim hat Ă€hnliche Erfahrungen mit Ahrefs gemacht. Der Content sollte skalierbarer sein, auch ohne viel Involvement von Tim (als ein Beispiel fĂŒr Themen rund um Marketing).

Ich fand die Inhalte von Ahrefs in der Vergangenheit oft "gut", aber nicht herausragend. Seit der zweiten JahreshÀlfte in 2023 lese ich die Inhalte aber wieder ganz gerne.

Was hat sich geÀndert? Ahrefs hat einen klugen Director of Content Marketing mit Ryan Law an Bord geholt (der vorher bei Animalz war) und die Sichtweise auf Content hat sich gewandelt. Ahrefs versucht (wieder) mehr in Richtung "killer-good Content" zu kommen.

Wie entsteht "killer-good content"?

Peep sagt im GesprÀch unter anderem folgendes:

"You cannot have writers write expert content. It needs to be a true practitioner, who does what he does for a living. A writer can edit, make the story flow better, but the original idea needs to come from the practitioner."

– Peep Laja

Tim spricht von einem Catchphrase, den er oft verwendet:

"To create good content, the most qualified person in the company for this topic needs to create this content."

– Tim Soulo

Als Beispiel vergleicht er sich selbst als Marketing-Experten und Patrick Stox, der Experte in technischer SEO ist. Es macht keinen Sinn, wenn jemand wie Tim ĂŒber technische SEO oder Patrick ĂŒber Marketing schreibt.

Es wĂ€re 1) fachlich schlechter, 2) weniger zielgruppenspezifisch und 3) nicht glaubwĂŒrdig.

Jetzt wĂŒrde jemand(ℱ) vermutlich sagen: "Die Experten und Expertinnen zu den einzelnen Themen in unserem Unternehmen haben dafĂŒr keine Zeit" und da liegt auch das Problem.

Die, die erfolgreich sind, nehmen sich diese Zeit. Und wenn kein Buy-In vorhanden ist, mĂŒssen wir dafĂŒr sorgen, dass der Wert verstanden wird. Es gibt fĂŒr wiederholbaren Erfolg keinen Cheat Code, bei dem man den Schritt "hart arbeiten" ĂŒberspringen kann.

Klingt hart, ist es auch. Aber ich habe noch ein paar Ideen, damit Du bessere Inhalte zaubern kannst, auch wenn die Zeit knapp ist.

3 Funken Hoffnung, um (mehr) besseren Content zu produzieren

Eigene Erfahrungen sammeln

Schreibe ĂŒber Themen, bei denen Du Erfahrungen aus erster Hand hast.

Theoretische Erfahrung ist gut, praktische Erfahrung ist besser. Autofahren lernst Du, wenn Du im Auto sitzt. NatĂŒrlich brauchst Du theoretische Erfahrung bzw. sie hilft Dir. Aber um zu wissen, wie sich das wirklich anfĂŒhlt, musst du selbst hinterm Steuer gesessen haben.

So ist es auch mit guten Inhalten. Du interessierst Dich fĂŒr TikTok SEO und möchtest darĂŒber einen glaubwĂŒrdigen Inhalt schreiben? Lade Dir die App herunter, konsumiere Inhalte und probiere am besten auch selbst aus, was funktioniert und was nicht.

Die gesammelten Erfahrungen machen Deinen Inhalt besser. So weißt Du bei einer Recherche auch, was in den SERPs zu dem Thema theoretische WorthĂŒlsen ohne Substanz sind.

Was ist aber, wenn Du bei einem Thema fachfremd bist? Dann musst Du Dir Informationen aus dem Team einholen.

Content-Meetings abhalten

Ahrefs hat regelmĂ€ĂŸige Content-Meetings, in denen sie sich gemeinsam ĂŒber Content-Ideen austauschen, neue Ideen generieren und so auch Personen, die weniger Zeit haben, in den Content integrieren können.

Das sehe ich als ersten Schritt, um ĂŒberhaupt erstmal an Input zu kommen. In der Vergangenheit war das fĂŒr mich eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen: Input von Experten und Expertinnen einsammeln. Wenn es hierfĂŒr keinen Buy-In auf FĂŒhrungsebene gibt, ist das ein Kampf gegen WindmĂŒhlen.

Falls das schon gut klappt, gibt es eine noch bessere Möglichkeit: Interviews fĂŒhren. 

Interviews mit Expertinnen und Experten fĂŒhren

Ryan Law und Nia Gyant haben hervorragende Argumente, warum es Sinn macht, fĂŒr guten Content – ohne selbst SME (Subject Matter Expert) zu sein – Interviews zu fĂŒhren:

"The search results are getting more crowded by the day, stuffed with copycat content written by authors with no real experience in the topic. Firsthand experience is the most powerful differentiator at your disposal. In an ocean of theoretical arguments and armchair commentators, readers want to listen to the experts."

– Ryan Law in "How to Interview Someone for an Article"

"Bland, impersonal, and lacking authority. Much of the content writers and marketers produce today fits that description. This is largely a result of people regurgitating existing content."

– Nia Gyant in "How to Interview Someone For an Article: Step-By-Step Guide"

Neben vorherigen beruflichen Anlaufstellen gab es auch in meinem Studium unterschiedliche Projekte (inklusive meiner Masterarbeit), in denen ich Interviews fĂŒhren musste, um Insights zu gewinnen. Das heißt nicht, dass die schreibende Person – in diesen FĂ€llen ich – keine Ahnung haben muss.

Um eine Recherche kommt man nicht herum, um die richtigen Fragen im Interview zu stellen und um am Ende die Worte des Experten oder der Expertin in eine logische Reihenfolge zu bringen, die ĂŒberzeugt.

"SEO content and AI content can be quite dull to read. But writing can be magical and words can transform into weapons of persuasion."

– Zitat von mir in "Content Arbitrage: What it is & how Generative AI puts the concept on skates"

Anita Böhm
Anita Böhm
Consultant
“Ich habe heute leider keine SGE-Ergebnisse fĂŒr Dich” und weitere News rund um Googles KI-gestĂŒtzte Suche

Was hat sich in den letzten Tagen und Wochen in Sachen Search Generative Experience getan? Ich habe hier einige der aktuellen SGE-Entwicklungen fĂŒr Dich zusammengestellt, damit Du auf dem Laufen bist!

SGE fĂŒr alle? Leider nein, leider gar nicht.

Auch wenn es die letzten Tage die Runde gemacht hat: Die SGE gibt es nicht fĂŒr alle. TatsĂ€chlich ist es so, dass Google die SGE zwar außerhalb des Labs testet (wir erinnern uns – dazu muss man sich anmelden und den richtigen Standort haben). Aber nur fĂŒr eine kleine Menge von Suchanfragen und einen geringen Anteil der Nutzer*innen. Zudem erstmal nur in den USA.

Search Engine Land liefert im Artikel "Google starts testing AI overviews from SGE in main Google search interface" weitere Details. Zum Beispiel, dass man nicht via Search Lab fĂŒr SGE angemeldet sein muss, um AI Overviews zu erhalten. TatsĂ€chlich ist Google insbesondere daran interessiert, RĂŒckmeldungen von Menschen einzusammeln, die sich dazu nicht bewusst angemeldet haben.

"Google told us they are they want to get feedback from searchers who have not opted into SGE specifically.

This way they can get feedback and learn how a more general population will find this technology helpful, Google explained."

Das klingt absolut logisch. Wir hatten uns in der Vergangenheit ja auch schon darĂŒber Gedanken gemacht: Über das Search Lab beschĂ€ftigen sich nur bestimmte Gruppen intensiv mit der SGE. Sie probieren Dinge aus, untersuchen Sachverhalte im Detail – unwahrscheinlich, dass regulĂ€re Nutzer*innen sich ebenso verhalten. Daher konsequent und notwendig, auch außerhalb dieser Gruppe Tests "in freier Wildbahn" zu fahren.

Spammy Links in der SGE

Lily Ray scheint im Angesicht der SGE-Tests alarmiert zu sein. Denn sie befĂŒrchtet, dass auch fĂŒr die Nutzer*innen der Testgruppe Spam Links ausgespielt werden, auch wenn Google die Suchanfragen kuratiert hat. Bisher ist mir allerdings kein Beispiel bekannt, in dem jemand, der ohne Search Lab Anmeldung mit Spam Links konfrontiert war. Auszuschließen ist es allerdings nicht.

"These pages redirect to porn videos and malware.

Hopefully the public doesn't encounter this kind of thing in their first experience with SGE."

Lily und andere SEOs haben die QualitÀt der AI Overviews und die dort referenzierten Quellen schon eine Weile im Blick und entdecken immer wieder spammy Links.

The Register hat das in diesem Beitrag aufgegriffen und ein Statement von Google erhalten. Demnach ist man seitens Google drauf und dran, problematische Links aus allem herauszuhalten, sowohl der regulĂ€ren Suche als auch der SGE. Klar – was sollen sie sonst auch anderes sagen und machen? Es ist auf jeden Fall Vorsicht geboten.

Wenn Du Dich noch tiefer mit den Spam-Links in der SGE befassen möchtest: Auch Heise hat das Thema in einem brandneuen Artikel aufgegriffen und verweist dabei auch auf eine Untersuchung von BleepingComputer.

SGE-Studie zu Brands

NatĂŒrlich gibt es auch mal wieder eine neue Studie bezĂŒglich der Search Generative Experience. FĂŒr Authoritas hat Laurence O'Toole geschaut, welchen Impact die SGE auf Suchbegriffe aus den Bereichen Brand und Produkt hat.

Philipp hat dazu beim internen Austausch festgestellt, dass die Zahlen aus den verschiedenen Studien immer wieder sehr unterschiedlich sind. In der Untersuchung von Authoritas zum Beispiel haben Finanz-Keywords einen extrem hohen Anteil an SGE-Ergebnissen im Vergleich zu anderen: WĂ€hrend es in dem einen Fall fast 75% sind, liegt der Wert bei anderen weit unter 50%

Daher ist hier wohl nach wie vor Vorsicht geboten und Du solltest nicht zu viel auf die Erkenntnisse aus derartigen Studien geben.

SGE Tracking BemĂŒhungen

Du merkst, wie tricky es ist, die aus der SGE resultierenden AI Overviews ordentlich zu tracken und zu untersuchen. Aber vielleicht gibt es ja bald UnterstĂŒtzung durch Tools, die uns das etwas erleichtern.

Semrush zum Beispiel ist schon drauf und dran: Im SERP Features Occurance Bereich des SEMrush Sensors gibt es den – wohl neuen – Typ "AI-generated answer", den Nicholas McDonough entdeckt und geteilt hat.

Screenshot aus Semrush, ein Ausschnitt mit Überschrift "SERP Features Occurence". Darunter steht: "Percentage of SERPS where this feature appears in top 20 results." Gefolgt von einer Liste mit Elementen, jeweils mit Prozentangabe und VerĂ€nderungsindikator. An dritter Stelle steht "AI-generated answer" mit 0% und ohne VerĂ€nderung. Es ist ein Hinweis aufgeklappt, der besagt "An AI-generated answer to a query displayed at the top of the oranic results." Weitere Elemente sind z. B. "Reviews" mit etwa 53% und "Images" mit etwa 67%.

Bildquelle: Tweet von Nicholas McDonough

Das SERP Feature zu tracken ist die eine Sache, alle darin vorhandenen URLs eine andere.

Patrick Stox von Ahrefs hat in einem Podcast davon erzÀhlt, dass das "Rank Tracking" in der SGE eine teure Angelegenheit wÀre.

Anstatt nur das HTML zu crawlen, mĂŒsste es eine Interaktion mit der Integration geben, da zumindest in 2/3 aller getesteten Suchanfragen keine Antwort automatisch generiert wird.

Es brĂ€uchte also JavaScript Rendering und eine Interaktion – logisch, dass das viel aufwendiger wĂ€re und mehr kosten wĂŒrde.

Zum Abschluss noch ein paar freshe SGE Screenshots

Hier noch ein paar Anpassungen, die uns im Monitoring der AI Overviews aufgefallen sind:

Bei den Sources werden nun Favicons der referenzierten Seiten eingebunden.

Screenshot eines AI Overviews, an verschiedenen AbsÀtzen ist am Ende ein kleines Label, das ausklappbar die Quellen enthÀlt. Dieses kleine Label enthÀlt die Favicons der referenzierten Seiten, so ist in einem Fall das Google Logo erkennbar.

Ich kann mir gut vorstellen, dass man da direkt ein bisschen mehr Vertrauen fasst, wenn einem bekannte Marken begegnen, die im jeweiligen Kontext relevant sind. Was mal wieder zeigt, wie gut und wichtig es ist, sich als Brand zu etablieren. Zudem solltest Du dafĂŒr sorgen, dass Dein Favicon auch wirklich angezeigt wird.

Wer AI-generierte Ergebnisse haben möchte, muss klicken. Mindestens einmal. Manchmal mehr.

Initialer "Show more"-Button:

Screenshot eines AI Overviews, der erste Absatz ist vollstÀndig zu sehen. Danach kommt eine Tabelle mit Produkten, es ist allerdings nur das erste leicht angedeutet. Man muss auf den "Show More" Button klicken, um dieses erste angerissene Produkt und weitere zu sehen.

Zweiter "Show more"-Button:

Screenshot eines AI Overviews, bei dem offenbar der "Show More"-Button geklickt wurde, nun sind drei Zeilen der Tabelle vollstÀndig zu sehen. Darunter ist ein weiterer "Show More"-Button.

Finales Ergebnis:

Screenshot eines AI Overviews, bei dem offenbar auch der zweite "Show More"-Button geklickt wurde, nun sind fĂŒnf Zeilen der Tabelle zu sehen. Die letzte ist angeschnitten, da man scrollen muss, um mehr Inhalte zu sehen.

Egal, ob der AI Overview direkt generiert wird oder nicht – eine Interaktion ist erforderlich. Interessant ist vor allem, dass in einigen FĂ€llen mehr als 1 Klick notwendig ist, um alles zu erschließen. Ob hier wohl eine Idee dahinter war, Nutzer*innen mehr Kontrolle zu geben? Google kann so zumindest vieles messen:

  • Wie weit/tief gehen Nutzer*innen?

  • Welche Suchanfragen profitieren besonders vom AI Overview (= automatisch generiert)?

  • Was ist "zu kurz, zu lang, zu viel auf einmal"? Vor allem bei "too much" spielt kognitive Last eine große Rolle, wie zufrieden man mit der Erfahrung ist.

Die Reise geht weiter

Wie Du siehst, feilt Google weiter an der SGE und die SEO-Welt versucht, am Ball zu bleiben. Gleichzeitig wird es spannend sein zu sehen, welche Erkenntnisse und Effekte die Tests in freier Wildbahn an durchschnittlichen User*innen mit sich bringen.

Nach wie vor gibt es immer noch skeptische Stimmen, sei es wegen des Spams oder der Monetarisierung durch Ad-Einbindung. Wir sind gespannt, wohin die Reise noch fĂŒhrt!

Nils Warnick
Nils Warnick
Consultant
Das Keyword der Woche: Rollladen

Stolperst Du auch etwas, wenn Du das Wort liest? So geht es bestimmt vielen. Drei Buchstaben hintereinander sind einfach ungewöhnlich und kommen eigentlich nur durch zusammengesetzte Wörter zustande. Unser Keyword der Woche sind die RolllÀden. Deshalb, weil sie einen Fall abbilden, in dem Google selbst wahrscheinlich dazu beitrÀgt, dass Tausende Menschen dieses Wort falsch schreiben.

Der VollstĂ€ndigkeit halber: Seit der deutschen Rechtschreibreform 1996 gilt nur noch die Variante mit den drei L als korrekt. Das scheint den Großteil der Suchenden bei Google aber herzlich wenig zu interessieren, wenn man nach dem Suchvolumen geht:

  • Rollladen – 30.600 SV 

  • Rolladen – 8.950 SV

Das dĂŒrfte unter anderem daran liegen, dass Google selbst die inkorrekte Variante anbietet, bevor man ĂŒberhaupt das dritte L eingegeben hat.

Suchfeld der Google-Suchmaschine, in die bereits "roll" eingegeben wurde. HierfĂŒr werden unterschiedliche VervollstĂ€ndigungsvorschlĂ€ge ausgegeben, unter anderem "Rolladen" mit zwei L.

Ob sich Google das angewöhnt hat, weil der Großteil der Nutzer schon immer diese Schreibweise gewĂ€hlt hat? Oder ob sich das daraus ergeben hat, dass dieser Vorschlag zuerst da war? Ist ein wenig wie die Frage nach der Henne oder dem Ei.

Letzte Woche habe ich schon von der Relevanz von alternativen Schreibweisen geschrieben, am Beispiel von Styropor. Hier ist die BerĂŒcksichtigung beider Varianten in der Messung der Nachfrage natĂŒrlich noch wichtiger. Ähnlich wie beim Styropor ist Google in der Lage zu erkennen, dass es sich um sehr Ă€hnliche Begriffe handelt. Doch gibt es einen auffĂ€lligen Unterschied:

Korrekturvorschlag von Google fĂŒr die Suche nach "Steropor" mit E. Es wird wurden Suchergebnisse fĂŒr "Styropor" mit Y ausgespielt.

Falsche Schreibweisen von Styropor werden als solche benannt und automatisch korrigierte Ergebnisse werden angezeigt. Bei den RolllÀden ist das nicht der Fall.

In den Suchergebnissen zu den verschiedenen Schreibweisen kann man sehen, dass es nach der zweiten Position durchaus Unterschiede in der Zusammensetzung der SERP gibt.

Bericht der SERP-Überschneidung aus der Sistrix-Toolbox. Er zeigt, dass die ersten beiden Ergebnisse fĂŒr die Suchanfragen "Rolladen" mit zwei L und "Rollladen" mit drei L identisch sind, danach Reihenfolge und auch Auswahl abweichen.

Macht es also einen signifikanten Unterschied, ob ich den einen Begriff, den anderen oder beide auf meiner Seite verwende? Nun, auf den ersten beiden PlĂ€tzen befinden sich aktuell Ergebnisse, in denen beide Schreibweisen durch Title und Überschriften abgebildet werden. Danach folgen zwei, die sich hierfĂŒr auf eine Variante festgelegt haben. Danach durchmischt es sich weiter.

Ich denke, die beiden ersten Positionen alleine auf die Einbeziehung der Begriffsvariante zu reduzieren, greift zu kurz. Dennoch kann es natĂŒrlich ein Faktor sein, auch wenn es um die Erwartungshaltung und Wiedererkennung durch den Suchenden geht.

FĂŒr die Hervorhebung des Suchbegriffs in der Meta Description scheint es jedenfalls keinen Unterschied zu machen, da beides hervorgehoben wird.

Ausschnitt aus der Google-Suchergebnisseite fĂŒr den Suchbegriff rollladen. Zu erkennen ist, dass in den Meta Descriptions der Ergebnisse sowohl die Schreibweise mit 2 als auch mit 3 L hervorgehoben wird.

Es wÀre bestimmt spannend, sich noch mehr solcher FÀlle anzusehen. In dieser Konstellation konnte ich bisher aber noch kein anderes Beispiel finden, das nicht automatisch von Google korrigiert wird (z.B. Schifffahrt oder Nasssauger). Solltest Du ein solches kennen oder Dir ist eines in der freien Wildbahn begegnet, dann melde Dich gern!

Nora Tiedemann
Nora Tiedemann
Junior Consultant
Neue Karussells in den SERPs 🎠

Du weißt, ich liebe strukturierte Daten und Google hat Mitte MĂ€rz ein neues Rich Result angekĂŒndigt: Die sogenannten "Structured data carousels". Aktuell befindet sich das Markup noch in der Beta – ich bin aber jetzt schon hyped.

Denn was fehlte uns in der Welt der wundervollen Welt der strukturierten Daten? Richtig, eine Möglichkeit, Kategorieseiten und Verteilerseiten auszuzeichnen und ein Rich Result zu erhalten.

Du kennst das Carousel-Markup vielleicht auch schon von beispielsweise Rezepten. Aber das neue Markup funktioniert fĂŒr:

  • LocalBusiness

  • Product

  • Event

Live sieht das Rich Result fĂŒr zum Beispiel "Reiskocher kaufen" so aus:

Snippet zum Begriff "Reiskocher kaufen" mit einem schwarzen Reiskocher und einem rosa Reiskocher

Ich freue mich schon das Rich Result zu sichten und glaube das Feature hat echt Potenzial, Aufmerksamkeit in den SERPs zu erlangen. 📾

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