Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen fĂŒr wache Webmarketer #185
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Anita Böhm
Anita Böhm
Consultant
👀 Jetzt bloß nicht blinzeln!

Ich hab immer das GefĂŒhl, dass zum Jahresende irgendjemand auf den Zeitraffer-Knopf drĂŒckt und die letzten Wochen und Tage des Jahres nur so an einem vorbei fliegen.

Bloß nicht blinzeln, sonst hat man, schwupps, was verpasst! So schnell geht das alles.

Also Augen auf: Hier ist die vorletzte Ausgabe des Newsletters in diesem Jahr!

  • Jolle rechnet in weiser Voraussicht ein Prognosemodell fĂŒr SEO Business Cases vor

  • Philipp schaut schmerzerfĂŒllt dahin, wo es weh tut und seziert Relaunches unter dem Mikroskop

  • Nora richtet ihr Fernglas auf die Pinterest Predicts

  • Matt beĂ€ugt das jĂŒngste Review Update seitens Google

  • Ich werfe einen tiefen Blick in die Zukunft der Suche bei Bing

Viel Spaß beim Lesen

Deine Wingmenschen

Was wir gelesen haben
Jolle Lahr-Eigen
Jolle Lahr-Eigen
Consultant
Die Wahrheit liegt irgendwo in der geometrischen Mitte. Mal 12.

In seinem SEO-Sprint-Newsletter brachte Adam Gent neulich zwei Konzepte zusammen, die dabei helfen, einen robusten SEO-Business-Case aufzustellen. Performance-Marketer können die Kosten pro Klick meist sehr genau angeben. Marketingchefinnen sind es auf der anderen Seite gewohnt, ihr Jahresbudget mit groben Daumenwerten fĂŒr bestimmte Initiativen zu rechtfertigen.

"Half the money I spend on advertising is waste, and the problem is I do not know which half."

– Henry Ford

Wir SEOs klemmen irgendwo in der Mitte und tun uns hĂ€ufig schwer mit Prognosen, Forecasts und Hypothesen zum Business Outcome. Kein Wunder! Bei den wenigsten fĂŒr den Erfolg maßgeblichen Faktoren halten wir die ZĂŒgel selbst in der Hand:

  • Wird das Entwicklungsteam die technischen Änderungen rechtzeitig umsetzen?

  • Bleibt die Nachfrage nach den Themen fĂŒr unser Content-Projekt so hoch wie aktuell veranschlagt?

  • Legt Google mit den nĂ€chsten Updates den Fokus auf gĂ€nzlich andere Content-Formate oder Quellen?

Das sollte uns aber nicht davon abhalten, Szenarien zu entwickeln, die die Logik hinter unseren priorisierten Empfehlungen veranschaulichen und die Potenziale der Umsetzung aufzeigen.

Adam kombiniert nun zwei simple Methoden, die zu quantifizierbaren Erwartungswerten fĂŒhren.

  1. Das geometrische Mittel aus Andrew Charltons Probabilistic Thinking in SEO und

  2. Das Multiplizieren monatlicher Zahlen mal 12, um einen Jahreswert zu bekommen, von Tom Critchlow (SEOMBA: Bigger Pitches Please)

Das geometrische Mittel schĂŒtzt uns davor, dass statistische Ausreißer unsere Durchschnittswerte komplett verfĂ€lschen.

Das Hochrechnen – zum Beispiel von monatlichem Suchvolumen – auf einen Jahreswert bringt drei Vorteile.

Erstens erleichtern es grĂ¶ĂŸere Zahlen, Stakeholder von einer Idee zu begeistern. Das klingt erstmal nach einem Taschenspielertrick. Aber zweitens fĂŒgen wir uns so in die Zeithorizonte vom Rest der Firma ein, der in GeschĂ€ftsjahren denkt. Und drittens werden wir zurecht nicht mĂŒde, zu betonen, dass SEO meist eine mittel- bis langfristige Maßnahme ist. Wieso sollten wir uns dann den Erfolgsdruck in vier Wochen auferlegen?

Das geometrische Mittel als kluger Mischwert verschiedener Datenquellen

Was bringt es, den Crawl- und Index-Bloat einer Website zu beseitigen? Ein ĂŒberzeugtes "42" kann die Antwort auf so eine Frage nicht sein. Es kommt natĂŒrlich darauf an,

  • ob unsere Seite ĂŒberhaupt ein Problem damit hat, von Suchmaschinen effizient gecrawlt und im Index aufgenommen zu werden,
  • wie groß die Seite ist
  • und ob Google unsere wichtigsten Seiten schon kennt – und auch mag.

Wenn wir aber ein solches Problem identifiziert und die Bereinigung priorisiert haben, dann schlÀgt Adam folgende Vorgehensweise zur Argumentation vor:

  • Recherchieren von Ă€hnlichen Fallstudien: Hat das schonmal jemand gemacht und Daten reportet? Haben wir selbst Erfahrungswerte? Je nach Branchen- oder SituationsĂ€hnlichkeit können wir die Werte unterschiedlich gewichten

  • Bilden des geometrischen Mittels der (vermutlich breit) gestreuten Ergebnisse

  • Hochrechnen auf Jahreswerte

SEO Business Case: How to combine two simple methods to get buy-in from product and development teams.
Geometric Mean + Multiply Monthly Estimates

Quelle: Adam Gent, The SEO Sprint

In Adams Beispiel reicht die Erfolgsspanne von einem Traffic-Zuwachs von 22 % bis zu einem von 200 %. Das macht die Erfolgsprognose natĂŒrlich extrem schwer.

  • Der Durchschnitt wĂ€re einfach 91 %.

  • Der Median entspricht 50 %.

  • Das geometrische Mittel aber ist rund 60 %.

Sheets-Tabelle:
22  91  =AVERAGE(A1:A3)
50  50  =MEDIAN(A1:A3)
200 60  =GEOMEAN(A1:A3)

Wenn wir aktuell 10.000 Visits pro Monat haben und laut geometrischem Mittel Chancen auf 60 % zusÀtzlichen Traffic sehen, also addierte 6.000, dann sind das im Jahr zusÀtzliche 72.000 Visits.

10.000*0,6*12=72.000

Und wenn wir gefragt werden, wie wir auf diese Zahl kommen, dann können wir sie anhand des geometrischen Mittels gut begrĂŒnden. Dass die Zukunft nochmal ganz anders aussehen kann, ist vollkommen klar. Die Angst vor der Zukunft sollte uns aber nicht davon abhalten, Projekte, die wir fĂŒr sinnvoll erachten, vor lauter Ungewissheit gar nicht erst anzugehen.

Wie gehst Du vor, wenn Du das Go fĂŒr Deine Maßnahmen bekommen willst? Lass es uns wissen!

 Philipp Götza
Philipp Götza
Junior Consultant
Wie hoch ist Dein Schmerz bei einem Relaunch?

Wenn Du unser SEO Spiel "Och Menno! GUUHGL - Wie viel Schmerz kann ein SEO ertragen?" kennst, weißt Du: Relaunches scheinen hĂ€ufig weh zu tun. Alleine bei der ErwĂ€hnung "Wir planen einen Relaunch" stellen sich oft die Nackenhaare auf.

In der Theorie kann alles noch so gut durchgeplant sein. Die Erfahrung zeigt: Es geht fast immer – einige sagen immer – etwas schief. Obwohl es glasklar ist, dass Weiterleitungen die wichtigste Komponente eines erfolgreichen Relaunches sind (wenn es zu Änderungen an den URLs kommt), passieren hier nach wie vor die meisten Fehler.

Wenn SEO im Unternehmen nicht stark verankert ist, werden die Weiterleitungen vielleicht vergessen oder nicht eingerichtet – weil "ist ja nicht so schlimm", Google kriegt das schon hin. Beim Schreiben habe ich Schmerzen gespĂŒrt und Du vermutlich beim Lesen. 😂

Wenn nach dem Go-Live Traffic und Sichtbarkeit einbrechen

Falls Du mal einen Einbruch der Sichtbarkeit hast, hat Nora eine feine Liste dazu verfasst, wie Du vorgehen kannst. Bei einem Relaunch sind alle in Wachsamkeit, so dass deutlich schneller reagiert werden kann. Aber was ist, wenn Tools wie der Screaming Frog sagen: "Passt", wir aber sehen, es passt nicht?

Von so einem Case zu fehlerhaften Weiterleitungen hat Alexander Außermayr auf LinkedIn berichtet. Es wurde auf die Standards geachtet:

  • Kein Block via robots.txt

  • Kein ungewolltes noindex

  • Kein kaputtes hreflang/Canonicals

  • Content wurde grĂ¶ĂŸtenteils beibehalten

  • 301-Weiterleitungen eingerichtet und getestet

Trotzdem hat sich die Sichtbarkeit so entwickelt:

Ein Sistrix Screenshot, auf dem der Sichtbarkeitsindex einer anonymisierten Domain zu sehen ist. Von ca. 0,14 Punkten ist man seit Mitte November auf unter 0,02 gefallen.

Noch ein Beispiel fĂŒr einen harten Verfall der Sichtbarkeit

Als SEO kennst Du das – man stöbert gerne und schaut sich um, wenn einem etwas auffĂ€llt. So ging es mir auch, als ich die folgende Domain (roter Sichtbarkeitsgraph im Screenshot) entdeckt habe. Dort gab es Ende 2022 eine Domain-Migration und mindestens fĂŒr einige Wochen freien Fall in der Sichtbarkeit.

Ein Sistrix-Screenshot eines Domain-Vergleichs. Der rote Graph steigt seit 2020 kontinuierlich mit kleinen Ausnahmen auf ca. 0,36 Sichtbarkeitspunkte. Ab November 2022 kommt es zu starken Verlusten und die Sichtbarkeit fÀllt nahezu auf 0. Der blaue Graph hingegen steigt ein paar Wochen spÀter an und ist ca. 1 Jahr spÀter bei 0,13 Sichtbarkeitspunkten angekommen. Der rote Graph ist nicht mehr vollstÀndig bei 0 und hier kommt es auch zu geringen Teilen Sichtbarkeit.

Vor einigen Wochen hat Annemieke eine Studie zu Domain-Migrationen vorgestellt. Das Ergebnis: Oft dauert es lange, auf das Niveau vor der Migration zu kommen, wenn das ĂŒberhaupt gelingt. Das sieht man auch in dem Beispiel im Screenshot.

FĂŒr einen gewissen Zeitraum gab es Probleme bei den Weiterleitungen oder sie wurden komplett vergessen. Dann geht es mit der Sichtbarkeit oft blitzschnell bergab. Kurios ist, dass Fragmente der alten Website noch live sind, wie z. B. eine "Variante" der Startseite. Daher gibt es auch nach wie vor Sichtbarkeit auf der alten Domain.

Fehler bei den Weiterleitungen sind fatal. Daher gehören nicht vorhandene, unvollstĂ€ndige oder fehlerhafte Weiterleitungen wichtiger URLs fĂŒr mich definitiv auf eine "Showstopper-Liste".

Woran hat's gelegen?

ZurĂŒck zum ursprĂŒnglichen Case von Alexander:

Wenn man sowas vor die SEO-Lupe bekommt, tun die Augen weh. Aber der Fehler muss gefunden werden und das liebe ich an SEO – Detektiv spielen, nachforschen und graben, bis man den ÜbeltĂ€ter gefunden hat.

Das wurde probiert:

  • StichprobenprĂŒfung im Browser, ob die Weiterleitungen funktionieren (inkl. DevTools)

  • Crawl der Domain, um die Weiterleitungen großflĂ€chig zu ĂŒberprĂŒfen

  • Blick in die Google Search Console: Anzahl 404er steigen an

  • URL Inspection der GSC: Statt 301 sieht Google 404

Die alten URLs haben Google einen 404er reingedrĂŒckt, die Tools und Nutzer*innen sehen eine 301-Weiterleitung. Der Teufel lag im Detail: Eine fehlerhafte Geoblocking-Einstellung am Server. Wenn Google aus den USA vorbeigeschaut hat, hat der Server einen 404 serviert, anstatt zu zeigen, wo die alte URL inzwischen hinfĂŒhrt.

IP-basierte Weiterleitungen bei internationalen Websites sind oft eine Problemquelle. John MĂŒller hat sich dazu bereits hĂ€ufiger in der Vergangenheit geĂ€ußert:

"I'd avoid redirects by IP location in most cases; it's easy to break indexing & frustrate users."

– John MĂŒller

Auch das habe ich schon erlebt. Von heute auf morgen flogen alle Sprachvarianten außer der englischen US-Variante aus dem Index, da es zu einem kleinen Fehler bei der IP-basierten Weiterleitung kam und Google nur noch die englische Variante aufrufen konnte.

Wenn es nicht möglich ist, Fehler hier zu 99,9% auszuschließen, wĂŒrde ich das lassen. Als Merksatz: Nein, nein, nein, lass' IP-basierte Weiterleitungen lieber sein.

Wie kann so etwas vermieden werden?

Um so ein Problem oder andere Überraschungen bei Redirects zu entdecken, kannst Du Dich absichern. Einer der schnellsten und einfachsten Wege: PrĂŒfe Deine Weiterleitungen unmittelbar nach Go-Live in der GSC mit dem URL Inspection Tool. Damit kannst Du auch prĂŒfen, ob Google die Inhalte korrekt rendert.

Das Tool ist ein geniales Schweizer Taschenmesser und ist von allen GSC-Funktionen mit eine der wertvollsten!

Um zu beobachten, wie Google Deine Weiterleitungen schluckt, lohnt es sich auch eine Sitemap mit den Weiterleitungen in der GSC einzureichen. Das gibt einen Überblick, was mit den alten URLs im Google-System passiert.

In den Kommentaren zum Post wurden weitere Tipps gegeben:

  • Aufpassen bei einem CMS-Wechsel, wenn es alte Weiterleitungen gibt, von dem das neue System nichts weiß

  • Redirects nach entsprechendem (RFC 2616) Standard einrichten und lieber absolute URLs statt relative verwenden

  • Wenn vorhanden: Logfiles prĂŒfen

Aber: Das wÀre sofort aufgefallen, wenn man die URL Inspection stichprobenartig gemacht hÀtte.

Das zeigt auch: Es muss nicht immer eine komplizierte Lösung sein, um den Fehler zu finden.

Nora Tiedemann
Nora Tiedemann
Junior Consultant
Jetzt wird’s trendy: Die Pinterest Predicts 2024 👀

Als treue Lesemaus dieses Newsletters weißt Du bestimmt bereits, dass ich die Pinterest Predicts liebe. Deshalb möchte ich Dir auch dieses Jahr die spannenden Insights aus den Pinterest Predicts 2024 nicht vorenthalten. Das Jahr 2024 wird geprĂ€gt sein von der RĂŒckkehr zur Langsamkeit, tiefen Beziehungen und bunten Trends. Hier kommen meine Favoriten:

Reisen: Entschleunigung und Digital Detox 🧖

Im Jahr 2024 treffen Reiselustige bewusste Entscheidungen fĂŒr entschleunigte Abenteuer. Insbesondere Gen Z und Millennials suchen Zuflucht in eher ruhigen Ecken, um dem hektischen Alltag zu entfliehen. Ob in der heimischen Umgebung oder in entlegenen Orten — die Devise lautet: Zeit nehmen und den Schlaf nicht vernachlĂ€ssigen!

Auch das digitale Ausklinken wird großgeschrieben. Denn echte Erholung bedeutet manchmal einfach, dem Online-Trubel zu entkommen und die Batterien wieder aufzuladen. Auch gerne alleine. Das Solo-Reisen steht hoch im Kurs, denn manchmal ist die beste Reise die, bei der man sich selbst trifft.

Das spiegelt sich entsprechend in den Suchen wieder:

  • "Staycation hotel" +70 % 

  • "Solo traveling" +145 %

  • "Slow life" +60 % 

  • "Digital detox challenge" +80 % 

  • "ASMR sleep" +165 %

Pinterst Screenshot zu "slow life" man sieht 4 Bilder. 1. Bild: Frau sitz in der Natur und schaut nachdenklich in die Ferne. 2. Bild: Bett mit weißer BettwĂ€sche. Fenster ist geöfnnet und zeigt die grĂŒne Natur. 3. Bild GemĂŒtlicher Sessel im Boho Stil 4. Bild: Offen mit einem Couchtisch davor auf dem BĂŒcher und Tee stehen.

Quelle: Pinterest "slow life"

Es wird deep: TiefgrĂŒndige GesprĂ€che und emotionale NĂ€he

2024 ist endlich Schluss mit oberflÀchlichen GesprÀchen. Gen Z und Millennials treiben diesen Trend voran, indem sie nach neuen GesprÀchsanlÀssen und intimen Fragen suchen:

  • "Questions for couples to reconnect" +480 % 

  • "Hot seat questions" +825 % 

  • "Deep conversation starters" +185 % 

  • "Emotional intimacy" +40 % 

  • "Deep questions to ask friends" +85 %

Zuhause: Kitschige KĂŒchen und CafĂ©core

Gen X und Babyboomer werden ihre Kochbereiche im neuen Jahr laut Pinterest mit Second-Hand-Funden, Vintage-GerĂ€ten und auffĂ€lligen Farbtupfern aufpeppen. Minimalismus und weiße KĂŒchen sind passĂ©. Auch die sonst eher funktionale Kaffee-Ecke steht im Fokus und bekommt 2024 ein bisschen Design-Liebe.

Pinterest-Suche nach "eclectic kitchen". Es sind 4 Bilder zu sehen. 1. Bild: Sitzecke in der KĂŒche mit einem weißen Tisch, verschiedenen StĂŒhlen und bunter Deko. 2.Bild: KĂŒche in dunklem tĂŒrkis mit  offenen Holzregalen, bunten GlĂ€sern und bunter Deko. 3.Bild: Nahaufnahme einer Arbeitsplatte mit grĂŒnen Fliesen und orangenen Blumen. 4. Bild: Esszimmer mit WĂ€nden in Mint, hellen Holzmöbeln, einem großeren Fenster, bunter vintage Deko und StĂŒhlen in Mint

Quelle: Pinterest "electic kitchen"

Es wird squishy: Quallen als TrendtierđŸȘŒ

Ob in der Mode, auf dem Kopf oder im Wohnzimmer: Quallen sind das Trendtier 2024. Der Edgar war gestern, denn jetzt kommt der Jelly-Haircut! Einfach wild?

  • "Jellyfish haircut" +615 % 

  • "Jellyfish hat" +220 % 

  • "Jellyfish umbrella" +195 % 

  • "Blue jellyfish" +155 % 

  • "Jellyfish lamp" +95 %

Pinterest-Suche nach "jellyfish haircut". Es sind 4 Bilder zu sehen mit dem Jelly-Fish Haircut in unterschiedlichen LÀngen und Farben. Dieser Stufenschnitt besteht aus separaten Abschnitten, wobei der obere Teil sehr kurz ist, wÀhrend der untere Teil lang und strukturiert ist

Quelle: Pinterest "jellyfish haircut"

Insgesamt gestaltet sich 2024 laut Pinterest als das Jahr der persönlichen Entfaltung, bewussten SelbstfĂŒrsorge und intensiven Verbindungen. Weitere Trendthemen findest Du natĂŒrlich in den Pinterest Predicts 2024.

Ich bin sehr gespannt, welche Trendvorsage sich diesmal erfĂŒllen wird. Ein paar der Themen fĂŒhle ich aber sehr — und damit meine ich nicht den Jellyfish-Haircut. 😅 đŸȘŒ

Matthias PĂŒlz
Matthias PĂŒlz
Junior Consultant
Das letzte Review Update


... ist beendet! Nach 29 Tagen Hoffen und Bangen hat Google das November Review Update 2023 am 07. Dezember (endlich) fertig ausgerollt. Es war damit das achte bestÀtigte Review Update seit dem allerersten im April 2021.

Zugleich war es das nun auch mit den Review Updates... Zumindest mit den offiziell verkĂŒndeten. ZukĂŒnftig wird Google nĂ€mlich darauf verzichten, Änderungen am Reviews-Algorithmus anzukĂŒndigen. Es wird zwar auch weiterhin Anpassungen und VerĂ€nderungen geben, allerdings sollen die Updates von nun an regelmĂ€ĂŸig laufen und nicht mehr in bestimmten ZeitrĂ€umen wie bisher.

Update Flut in der zweiten JahreshÀlfte 2023

Das Review Update hat diesmal ungewöhnlich lange gedauert. Außerdem hatte es sich zeitlich mit dem November Core Update 2023 ĂŒberschnitten und in eine Reihe zahlreicher weiterer Updates in der zweiten JahreshĂ€lfte 2023 eingereiht:

  • Core Update August 2023

  • Helpful Content Update September 2023

  • Spam Update Oktober 2023

  • Core Update Oktober 2023

  • November Core Update 2023

  • November Review Update 2023

Welche Websites konkret zu den Gewinnern und Verlierern gehören und wieso, wird sich wohl erst im Laufe der nÀchsten Zeit noch deutlicher herauskristallisieren.

Sollte Deine Website von den Folgen des Review Updates negativ betroffen sein, solltest Du Dir allerdings auf jeden Fall nochmal Deinen Content nÀher anschauen.

Wichtige Informationen, wie Du es (noch) besser machen kannst, gibt Google unter anderem hier: Hochwertige Rezensionen schreiben. Oder Du wendest Dich einfach an die SEO-Agentur Deines Vertrauens, die auch noch einmal einen kritischen Blick auf Deine Inhalte wirft (oder zwei)!

Anita Böhm
Anita Böhm
Consultant
How deep is your search?

Hier kommt Dein Ohrwurm der Woche, prÀsentiert von Bing: 

*Extreme Bee Gees Voice* How deep is your Search đŸŽ”đŸŽ¶

Am 05. Dezember hat Bing ein neues Feature vorgestellt: Deep Search soll uns als Erweiterung der bisherigen Websuche kĂŒnftig "even more relevant and comprehensive answers to the most complex search queries" liefern.

In der AnkĂŒndigung im Microsoft Bing Blog zeigt uns ein kleines GIF auch direkt, wie das aussehen und funktionieren soll:

Kleines Gif, dass die Funktionsweise der Deep Search visualsiert.

Nachdem Du eine regulĂ€re Suche ausgefĂŒhrt hast, kannst Du demnach zur Aktivierung der Deep Search rechts neben dem Eingabeschlitz auf den "Deep Search" Button klicken.

Die Zauberformel fĂŒr das neue Feature lautet dabei ungefĂ€hr: (existing web index + ranking system) * gpt-4

Erstmal den Intent besser verstehen

Die Deep Search transformiert Deinen Query in eine umfassende Beschreibung. Laut Bing können so Deine Intention und Erwartung klarer benannt werden, als dies Deine zugrunde liegende Anfrage vermag.

Gerade bei Queries, die mehrdeutig sind und unterschiedlich ausgelegt werden können, ist das sehr hilfreich. Das Beispiel von Bing im Blog lautet "how do points systems work in Japan": Deep Search kann in solchen FĂ€llen eine RĂŒckfrage an Dich stellen, um einzugrenzen, auf welches der verschiedenen Punktesysteme, die es in Japan offenbar gibt, sich Deine Suchanfrage bezieht.

Das Deep Search TrĂŒffelschwein grĂ€bt sich in den Index rein

Nachdem Bing Deine RĂŒckmeldung erhalten hat, wird die Deep Search Rakete gestartet...oder naja, eher eine Bimmelbahn. Der Prozess ist nicht schnell, dafĂŒr aber sehr grĂŒndlich, so Bing. Hierzu werden verschiedene Methoden angewendet, um sich richtig tief reinzuwĂŒhlen:

"Deep Search uses a combination of querying techniques to find pages that might match my expanded query, rewriting the query on my behalf, and searching for those variations too."

Dadurch werden auch relevante Ergebnisse entdeckt, die auf Basis Deiner ursprĂŒnglichen Suchanfrage nicht aufgetaucht wĂ€ren:

"By doing this, Deep Search can find results that cover different aspects of my query, even if they don't explicitly include the original keywords."

Durch das anschließende Ranking der gefundenen Websites verspricht Bing:

"By doing this, Deep Search can present a curated list of results and answers that are more likely to answer your question, satisfy your curiosity, or solve your problem."

Wie weiter oben bereits erwĂ€hnt, ist die Deep Search natĂŒrlich nicht ganz so fix wie die regulĂ€re Suche. Aber man muss und möchte dieses Feature ja möglicherweise nicht fĂŒr jeden Query, sondern nur in bestimmten FĂ€llen nutzen. Und dann lohnt sich das Warten, weil man wirklich tolle Ergebnisse bekommt – sagt Bing. 

Deep Search selbst ausprobieren

Bestimmt denkst Du spĂ€testens jetzt, Ă€hnlich wie ich: Klingt cool, ich wĂŒrde mir das gerne einmal ansehen und mich selbst davon ĂŒberzeugen, ob die Deep Search wirklich so toll ist! Also, wie kann ich dieses neue Feature ausprobieren und sehen, wie es funktioniert?

Leider habe ich da schlechte Nachrichten fĂŒr Dich: Anders als beispielsweise bei der SGE von Google gibt es hier kein mit dem Search Lab vergleichbares Programm, bei dem man sich anmelden könnte. TatsĂ€chlich ist, zumindest momentan, der einzige Weg, sich die Deep Search anzuschauen, GlĂŒck zu haben:

"This is currently an experimental feature that is available to randomly selected small groups of users on Bing worldwide while we are testing and improving it."

Du kannst also GlĂŒck haben und Teil der Testgruppe sein. Sehr schade, wenn das GlĂŒck nicht auf Deiner Seite ist.

Aber irgendwie auch schlau, wenn man mal ĂŒberlegt, dass sich zum Testen der SGE höchstwahrscheinlich grĂ¶ĂŸtenteils nur SEO-Leute oder anderweitig (fachlich) versierte Menschen im Google Search Lab anmelden und die SGE als Spielwiese fungiert. Hingegen wird bei der von Bing gewĂ€hlten Methode die Deep Search von unterschiedlichsten Nutzer*innen im Kontext einer natĂŒrlichen Suche getestet.

Ich finde es jedenfalls extrem spannend, wie verschiedene Suchmaschinen AI fĂŒr unterschiedliche Features zur Verbesserung der Suche nutzen - und hoffe, dass wir auch zur Deep Search bald mehr Erkenntnisse erhalten. Oder auch nicht: Was den Chat betrifft, hĂ€lt Bing sich ja auch einigermaßen zurĂŒck, was die Bereitstellung konkreter Daten betrifft.

Ach ja, nochmal zurĂŒck zu den Bee Gees: Hier zur Abrundung des Ohrwurms einmal die volle Dröhnung inklusive coolen Frisuren und Klamotten.

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