Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen f├╝r wache Webmarketer #130
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Johan von H├╝lsen
Johan von H├╝lsen
Gesch├Ąftsf├╝hrender Gesellschafter
­čö¬ Wissensschnitzel von der SEOkomm

Mit vollgefressenen M├Ągen und druckbetankten K├Âpfen sitzen wir am Samstag im Zug zur├╝ck von Salzburg nach Hause. Gl├╝cklicherweise hat uns die Deutsche Bahn mehr Reflexionszeit und ein Fahrgastrechte-Formular geschenkt, so dass wir noch intensiver ├╝ber die Erlebnisse auf OMX und SEOkomm nachdenken und sprechen konnten.

In dieser Ausgabe kommen wir unserer Chronistenpflicht nach und dokumentieren die wichtigsten Dinge zu ausgew├Ąhlten Vortr├Ągen:

  • Caro hat sich gleich mehrere Vortr├Ąge zu Strategie und Content angesehen und f├╝r Dich Erkenntnisse aggregiert

  • Jolle hat Sophie Baumbachs Vortrag ├╝ber Suchintentionen zusammengefasst

  • Hannah hat einen handgeschriebenen Artikel ├╝ber Bastian Grimms ÔÇ×AI-Content" Keynote f├╝r Dich

  • Andreas hat ein paar schnelle WissensSPLITTer aus der JavaScript-Session von Martin f├╝r Dich

  • Ich habe ein paar Notizen bei Stephan Czysch ├╝ber das Zusammenarbeiten von Kan├Ąlen gemacht.

  • Und Behrend erinnert freundlich daran, dass auch w├Ąhrend Konferenzzeiten die Uhren weitertickenÔÇŽ zum Beispiel f├╝r Google Universal Analytics

Falls Du noch nie auf der SEOkomm warst: Denk mal dr├╝ber nach: Die Speaker geben sich alle reichlich M├╝he und das merkt man der Qualit├Ąt der Vortr├Ąge auch an. Salzburg ist super und die Verpflegung auf Champions League Niveau.

Genug Werbung. Jetzt kommen Fakten. Vorher aber noch ganz kurz: Warst Du Speaker auf der SEOkomm? Dann auch noch mal hier ein fettes Dankesch├Ân an Dich! Du hast diese Konferenz herausragend gemacht!

Und jetzt los!

Was wir gelesen haben
Caro Wendt
Caro Wendt
Junior Consultant
Content und Strategie Takeaways von der OMX und SEOkomm

Beim Content gilt das allseits Bekannte: Gute Inhalte f├╝r den User, dann wird es Google auch als gut erachten. Aber wie genau? Welche Themen ergeben wirklich Sinn? Welche Formate? Welcher Fokus?

Auf der OMX und SEOKomm konnte ich ein paar coole Ideen und Tipps von Stephan Czysch, Robin Heinze und Nina Roser f├╝r genau diese Fragen mitnehmen, welche ich ab nun verst├Ąrkt bei Projekten mitdenken m├Âchte:

Tipps f├╝r Ziele und Fokus

  • Ziele nicht nur setzen, sondern auch im Laufe des Projektes im Auge behalten, immer wieder mit dem Status Quo abgleichen und besonders am Ende des Projektes gesetzte Ziele und Projekt-Ergebnis reflektieren┬á

  • Nicht nur entscheiden, wo Du Deinen Fokus legen wirst, sondern vor allem auch entscheiden, was Du nicht tun wirst

Tipps f├╝r Bedarfs-Ermittlung Landingpages

  • Immer mitdenken: Auf welche Seiten sollen die meisten Besucher ├╝ber SEO einsteigen und wohin sollen sie dann gehen?

  • Mit Webanalyse ermitteln, welche Seiten f├╝r Seiteneinsteiger wichtig sind und vor allem welche nicht (obwohl Du vielleicht immer dachtest, dass sie wichtig seien)

  • Traffic-Str├Âme Deiner wichtigen Affiliate-Partner, Content-Partnerschaften oder andere Kooperationen analysieren: Wo bekommen sie ihren Traffic her? Hast Du f├╝r diese Keywords bereits entsprechende Landingpages, um deren Klicks abzugreifen?

  • Aufbau und Gestaltung des Textes auf die Phase der Customer Journey abstimmen

Tipps f├╝r Zusammenarbeit mit dem Einkauf, Vertrieb und Kundenservice

  • Die Kaufgr├╝nde und Wahrnehmungen der eigenen Wunsch-Bestandskunden detaillierter betrachten (zum Beispiel mit dem Vertrieb und Kundenservice sprechen) und dann r├╝ckw├Ąrts gehen: Was haben diese Menschen urspr├╝nglich mal gesucht?

  • Abstimmung mit dem Einkauf: Produkte auf Nachfrage abstimmen

Welche Methoden nutzt Du bei der Planung und Erstellung Deines Contents und was beachtest Du am meisten?

Jolle Lahr-Eigen
Jolle Lahr-Eigen
Consultant
Suchintention > Suchvolumen. Isso.

Im Vortrag "Suchintention verstehen und f├╝r SEO nutzen -- Eine Erkl├Ąrung anhand anschaulicher Beispiele" brachte Sophie Baumbach auf der SEOkomm in Salzburg f├╝r mich ein paar fundamentale Wahrheiten nochmal klipp und klar auf den Punkt:

Sophie Baumbach vor ihrer Folie "Suchintention entlang der Customer Journey betrachten" auf der SEOkomm 2022

Alt-Text: Sophie Baumbach vor ihrer Folie "Suchintention entlang der Customer Journey betrachten" auf der SEOkomm 2022

  • An der Suchintention vorbei macht die Optimierung von Seiten ├╝berhaupt keinen Sinn. Wenn die Suchergebnisseite f├╝r "buch ├╝bersetzung" lauter W├Ârterbuch-Inhalte anzeigt, die Dir f├╝r den Begriff "Buch" die passende Vokabel einer anderen Sprache ausgeben, dann sollte Dein Verlag, der die ├ťbersetzung ganzer B├╝cher als Dienstleistung anbietet, nicht auf dieses Keyword optimieren, sondern ein passenderes finden.

  • Und das Passende ("b├╝cher ├╝bersetzen") hat wom├Âglich ein viel kleineres Suchvolumen, ist aber trotzdem das Richtige! Denn es spricht die richtige Zielgruppe an, die das Potenzial mitbringt, auf Deiner Website zu konvertieren.

  • SERP-Features (PAA Ôćĺ Know, Local Pack/Google Maps Ôćĺ Visit in Person etc.) sind eine riesige Hilfe, um die Suchintention korrekt zu interpretieren, aber sie sind nicht eindeutig.

  • Ganz grobschl├Ąchtig lassen sich Suchintentionen entlang der Customer Journey abbilden, aber auch hier haben wir keine Eindeutigkeit.

  • Die Punkte oben zeigen: Es gibt viel mehr als "Know", "Know Simple", "Do", "Website" und "Visit in Person", so wie Sistrix die g├Ąngigen Suchintentionen beispielsweise gut erkl├Ąrt. Hier kommt es wirklich auf den konkreten Blick in die SERPs am Einzelbeispiel an, wenn man verstehen m├Âchte, welche Suchintention Google hinter einer Suchanfrage bei den Suchenden vermutet.

Daraus folgt auch: Noch skaliert das Mapping von Keywords auf die passende Suchintention f├╝r gro├če Keyword-Sets nicht und ist f├╝r die meisten SEOs Handarbeit. Tools k├Ânnen diesen Prozess unterst├╝tzen. Sistrix gibt selbst anhand der SERP-Features eine Einsch├Ątzung ab; Keyword Insights z├Ąhlt die Anzahl von Wissensartikeln vs. Ecommerce-Seiten der Top-Ergebnisse und leitet daraus die Intention ab.

Doch sp├Ątestens, wenn es ans Briefing bzw. an das Schreiben der Texte geht, musst Du Dir die einzelnen Keywords plus deren SERPs nochmal genauer ansehen. Sonst geht beim Datendengeln im Spreadsheet leicht unter, dass der "headhunter bremen" im Gegensatz zum "headhunter m├╝nchen" oder dem "headhunter k├Âln" keine Recruiting-Services in der genannten Stadt anbietet, sondern ein weiteres Exemplar f├╝r schier atemberaubend gro├čartige Wortspiele in der Welt der Friseure abgibt.

Der gesunde Menschenverstand, mit dem wir alle versuchen, an die Sache ranzugehen, f├╝hrt uns eben hin und wieder geh├Ârig in die Irre.

Hannah Rohde
Hannah Rohde
Junior Consultant
Was Bastian Grimm ├╝ber KI erz├Ąhlt

Bastians Keynote auf der SEOkomm in Salzburg begann mit einem sch├Ânen Experiment: Jeder im Saal hat zwei Texte zu lesen bekommen und sollte abstimmen, welcher besser ist. Jeweils einer von einer KI geschrieben und der andere redaktionell erstellt. Grund hierf├╝r: er hatte eine Studie gelesen, in der es hie├č, dass von KI geschriebene Texte besser abschnitten, einen besseren Flesh-Index hatten und im Vergleich als die "echte" Variante gew├Ąhlt wurden. WHAT?!

Resultat: Die mit GPT3 generierten Texte und die von Autor:innen geschriebenen Texte wurden fast gleich bewertet, overall haben die Texte der künstlichen Intelligenz allerdings sogar knapp gewonnen. 

Das war ein plakatives Beispiel f├╝r den aktuellen Stand der AI. Und dabei war die Eingabe weder optimiert noch das Modell speziell auf die Aufgabe trainiert. Verr├╝ckt, dabei predigen wir doch immer, dass alle ihre Texte bitte selbst schreiben und nicht maschinell erstellen lassen sollen.

Dazu muss nun allerdings gesagt werden, dass die Zwischen├╝berschriften bei den Texten der KI nachtr├Ąglich noch manuell gepflegt wurden. Macht das den Unterschied? Auch Bilder hatte Bastian dabei, echte und k├╝nstlich erstellte und auch hier fiel es uns im Publikum schwer, eindeutig zu sagen, welches das echte Bild war.

Was hei├čt das f├╝r uns und Dich f├╝r den Bereich SEO? Kann Google Texte von KI sicher erkennen? Und wenn ja, wie werden diese bewertet? Das Erkennen wird immer schwieriger, auch f├╝r die Maschinen, denn die Trainingsdaten werden immer gr├Â├čer und besser. Das Erkennen wird also immer komplizierter, aufw├Ąndiger und kostenintensiver. Ist es Google den Aufwand und die Ressourcen wert? Um Texte besser erkennen zu k├Ânnen, m├╝ssen woanders Ressourcen gespart werden. Das hei├čt f├╝r Dich also, dass Crawl Management umso wichtiger wird.

Wenn wir AI Content f├╝r SEO nutzen wollen, dann m├╝ssen wir testen und uns Zeit nehmen. Tools wie Jasper & Co. funktionieren erst dann richtig gut, wenn wir sie mit unseren individuellen Daten-Sets┬á trainieren und nicht einfach aus der T├╝te nutzen. Wir wollen ja trotzdem einzigartigen Content mit unserem pers├Ânlichen Touch, Texte, die unsere Werte widerspiegeln und so weiter.┬á

Auch wenn wir die Texte nicht ungefiltert rausgeben wollen, kann die Nutzung von KI-Texten eine massive Zeitersparnis sein. Die Empfehlung von uns und von Bastian lautet ganz klar: mindestens eine QS sollten alle Texte einmal haben (Faktencheck!), bevor sie auf Deiner Seite online gehen. Besser noch: die individuelle Note der Redaktion erg├Ąnzen.

Andreas R├Âne
Andreas R├Âne
Consultant
Javascript-Debugging mit Martin Splitt oder warum Landwirtschaft auch sehr sch├Ân sein soll

Was soll man machen, wenn Google Inhalte nicht indexiert, die nicht im Quellcode enthalten sind, zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt via Javascript in die Seite gepusht werden sollte und man sich die Frage stellt: Wieso ranken die Inhalte bzw. die URLs nicht mit den Inhalten? Das war der Punkt, an dem Martin Splitt f├╝r SEOs auf der SEOkomm den alternativen Karriereweg in der Landwirtschaft ins Spiel brachte und direkt vor zeigte, wie man im Saal eine ordentliche Ernte nerv├Âs-vergn├╝gtes Gel├Ąchters einf├Ąhrt.

Doch warum ist es nicht genug, als SEOs einfach nur zu rufen: "Ist halt Javascript, geht halt nicht"? Webseiten mit Javascript sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Deshalb versucht Google, jede URL zu rendern, die sie auch gecrawlt haben. Die Frage ist nur, ob und wann das der Fall ist. In Einzelf├Ąllen w├╝rde Google doch vom Rendering absehen, wenn der HTML-Quellcode einer Seite Google nicht ├╝berzeugen w├╝rde, denn Rendering ist teuer.

An dieser Stelle kommentierte Martin auch die Studie von Ziemek Bu─çko & Marcin Gorczyca von Onely, nach der Google 9x l├Ąnger braucht, um JS im Vergleich zu HTML zu crawlen. Martin meinte dazu, dass dies nicht unbedingt auf eine Zeitverz├Âgerung im Web Rendering Service (WRS) zur├╝ckzuf├╝hren sei. Dass Googlebot zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt auf die Ressource zugreift, bedeutet nicht, dass Google es nicht schneller k├Ânnte.

Wie es zu den Verz├Âgerungen im WRS kommt, schaut sich Martin nach eigenen Angaben selbst gerade an. Seine Argumentation, dass es am Aufbau / der Qualit├Ąt des HTML liegen k├Ânnte, ist allerdings wenig wahrscheinlich, da Onely zwei Seiten-Sets mit sehr ├Ąhnlichem Aufbau f├╝r den Test erstellt hat.

Tipps aus Martins Vortrag

  • Jede URL, die gecrawlt wird, wird auch irgendwann gerendert. Es sei denn, Google findet das HTML davor zu unspannend.

  • Wenn Du herausfinden m├Âchtest, warum etwas nicht rankt, schau in der GSC in den HTML-Code, den Google zur Indexierung genutzt hat (Gecrawlte Seite anzeigen):\

Nutze in so einem Fall nicht die "Live-URL testen"-Funktion, da gegebenenfalls nicht alle Subsysteme fürs Crawling und Indexing zur Verfügung stehen und hier alle Daten frisch von Deinem Server abgerufen werden. Es werden daher nicht unbedingt die  Daten genutzt, die zu den Entscheidungen von Google geführt haben. Dies kann Dir ggf. ein falsches Bild geben, warum Google Inhalte nicht rankt.

  • Verwende in der Javascript-Programmierung Standardbibliotheken. Hier ist die Chance viel gr├Â├čer, dass Inhalte wirklich korrekt in den DOM integriert werden und vom Google-Bot auch gefunden werden k├Ânnen.

  • Fehler beim Ausf├╝hren von Javascripten sind normal und passieren. Dem Bot ist dies egal, solange die wesentlichen und wichtigen Inhalte nach dem Ausf├╝hren im DOM stehen. Google nutzt den HTML-Code des DOMs f├╝r die Indexierung der Inhalte, die bis dahin gerendert werden konnten.

  • Consens-Banner versteckst Du vor Google am besten, indem Du den Consens-Banner in einer Javascript-Datei kapselst und diese via robots.txt vor dem Rendering blockierst.

Johan von H├╝lsen
Johan von H├╝lsen
Gesch├Ąftsf├╝hrender Gesellschafter
Stephan Czysch: ÔÇ×Warum nicht mal gemeinsamÔÇť

In seinem Vortrag auf der SEOkomm stellt Stephan grunds├Ątzliche Fragen: Sind unsere Methoden eigentlich geeignet, die Probleme der User oder unseres Unternehmens zu l├Âsen?

Er beobachtet, dass Ziele fehlen und in Silos gedacht wird. So wird Planung dann h├Ąufig ├╝ber Ausgaben gesteuert (Du darfst/sollst X Euro f├╝r Kanal Y ausgeben). Dabei w├Ąre es doch sinnvoll zu sagen: ÔÇ×So lange die Kampagnen positiv laufen schieben wir Geld nach, bis die Kennzahlen schlechter werden."

Das f├╝hrt dazu, dass wir oft ├╝ber die Aussteuerung der Werbebotschaft diskutieren, aber weniger ├╝ber den Inhalt der Botschaft. Es sei viel wichtiger, dass wir uns das Ziel der Werbebotschaften anschauen und vor allem auch die Website als Landeplatz der Botschaft.

Denn die Verteilung der Botschaft sei ein gut einkaufbares Produkt und eigentlich gel├Âstes Problem.

Aber was sind die Inhalte und Themen und wie werden sie exzellent, damit sie einen Nutzen stiften?

Meistens schaue jeder Kanal f├╝r sich auf die Zielgruppe. Dabei m├╝ssen wir Hand in Hand arbeiten, um Nutzen zu stiften.

Zu oft n├Ąhmen sich Kan├Ąle gegenseitig die Butter vom Brot.

Zus├Ątzlich wird die Datenqualit├Ąt schlechter und Attribution schwieriger.

Erreichen wir als alle Kan├Ąle zusammen das Unternehmensziel und wie k├Ânnen wir das im Zusammenspiel der Kan├Ąle in gemeinsamen Ma├čnahmen umsetzen?

Fragen waren beispielsweise:

  • Wie kommt der Affiliate zu seinem Traffic? Wie kann ich das nachbauen?┬á

  • Kann mich eine Nischenseite in den Newsletter aufnehmen?

  • SEO/SEA aussteuern: Haben wir unterschiedliche Zielseiten f├╝r ein Keyword? Was k├Ânnen wir voneinander lernen?

Vor allem aber m├╝ssten wir die Frage beantworten:

ÔÇ×Worin sind wir als Unternehmen richtig gut?"

Wenn wir das in Themen aufschl├╝sseln, geeignete Kan├Ąle identifizieren und einen CPC f├╝r dieses Thema definieren anhand des Deckungsbeitrags, dann arbeiten wir gemeinsam an den Zielen.

Behrend von H├╝lsen
Behrend von H├╝lsen
Consultant
Die Universal Analytics-Uhr tickt ÔĆ░

Wenn Du noch eine Universal Analytics Property betreibst, hast Du vermutlich in den letzten Wochen auch eine Mail von Google bekommen, die Dich darauf hinweist, dass Universal Analytics am 1. Juli 2023 eingestampft wird und Dich bittet, eine Google Analytics 4 Property einzurichten.

Solltest Du das auch tun?

Gute Frage. Wenn Du Max Schrems (bekannt aus den Klassikern der EU-Datenschutz-Rechtsprechung Schrems I und Schrems II) fragst (oder einen anderen Datensch├╝tzer Deines Vertrauens), bekommst Du ein klares "Nein". Wenn Du Deine Google Ads Manager fragst, ein klares "Ja"...

Wenn Du es datenschutzkonform machen willst, wie es die franz├Âsische Datenschutzbeh├Ârde CNIL empfiehlt, dann wird Dein Ads Team auch nicht gl├╝cklich werden, denn all die Daten, die es f├╝r seine Zielgruppen einsetzen will, sind nicht mehr da. Wohlgemerkt auch mit Consent...

Du kannst nat├╝rlich hoffen, dass die n├Ąchste Iteration den Privacy Shields da wieder ein Pflaster draufgeklebt, bis Schrems IIVXMDDD es wieder runterrei├čt.

W├Ąhrenddessen sind Abmahnanw├Ąlte noch dabei, ihre Prozesse zu optimieren. Ich denke es ist ohne Zweifel m├Âglich, den nicht rechtskonformen Einsatz von Google Analytics zumindest teil-automatisiert zu erkennen und Beweismittel zu sichern. Insofern bleibt eine ernsthafte Abmahnwelle eine Frage der Zeit.

Was sind nun die Alternativen? Wie ich schon einmal gesagt habe, ist die Liste lang. Meine aktuelle Einsch├Ątzung ist auch noch immer die gleiche, aber es gibt Erg├Ąnzungen:

  • etracker => Laufende Kosten, aber ├Ąhnlicher Funktionsumfang wie Universal Analytics (wenn man von der direkten Verkn├╝pfung zu Google Ads absieht.)

  • Matomo => Open source. Self hosted. Sehr eingeschr├Ąnkt, reicht aber um zu messen, wie viel Traffic Du letzte Woche auf Deinem Blog hattest. Und dann auch ohne Datenschutzprobleme.

  • Snowplow => Wenn Du die Ressourcen hast, um 1-2 Data Analysten zu besch├Ąftigen, dann ist Snowplow vermutlich der beste Weg. Aber um das einzurichten, solltest Du z├╝gig loslegen, wenn Du bis zum UA Sunset Dein Snowplow Setup live haben willst.

  • Fathom => Ebenfalls ein kostenpflichtiges Analytics Tool, das eine sinnvolle EU-basierte Alternative ist

Also, die Tage Deines Universal Analytics Setups sind gez├Ąhlt. K├╝mmer Dich um ein neues Tracking Setup. Und schreib Dir schon mal f├╝r den Juli in den Kalender, dass Universal Analytics auch aus Deiner Seite ausgebaut wird.

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