Wirklich wahres Wingmen SEO Wissen fĂŒr wache Webmarketer #153
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Nils Warnick
Nils Warnick
Consultant
đŸŽ¶ Wir sagen Daaankeschööön...

... fĂŒr 10 Jahre die Wingmen! đŸŽ¶

Gerade zurĂŒckgekehrt von unserem Offsite in Plau am See haben wir direkt einen neuen Newsletter fĂŒr Dich! Wir haben in der letzten Woche auf eine dekadente Dekade Wingmen zurĂŒckgeblickt und daran gearbeitet, dass auch die nĂ€chsten 10 Jahre großartig werden.

Auch unsere fleißigen Autoren und Autorinnen haben den ein oder anderen Blick geworfen, teils in die Vergangenheit, teils in die Zukunft:

  • Annemieke blickt der Emojkalypse entgegen

  • Anita vergleicht Suchmaschinen von frĂŒher und heute

  • Andreas prophezeit ĂŒber den Shopware-Wartungsmodus und seine TĂŒcken

  • Johan sagt die Entwicklung von KI vorher

  • Saskia dokumentiert den GrĂ¶ĂŸenwahn der Menschheitsgeschichte

Wir freuen uns darauf, wieder loszulegen. Loslegen kannst auch Du – und zwar mit dem Lesen.

Viel Spaß!

Deine Wingmenschen

Was wir gelesen haben
Annemieke Einfeldt
Annemieke Einfeldt
Trainee
Ein paar Tipps zur Emojikalypse und Barrierefreiheit

Sie bieten eine gute Option, Emotionen zu vermitteln, und bis auf wenige Ausnahmen verwenden wir sie alle: Die Emojis. Der Einsatz ist facettenreich und auch aus SEO-Sicht sehr interessant. Doch wie verhĂ€lt sich der Einsatz von Emojis im Kontext der Barrierefreiheit? Hier bin ich auf einen interessanten Artikel von Camryn Manker gestoßen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation haben mehr als 2,2 Milliarden Menschen eine SehschwĂ€che. Es ist daher wichtig, auf barrierefreie Weise zu kommunizieren und das kommende BarrierefreiheitsstĂ€rkungsgesetz im Blick zu behalten. Emojis können von Screenreadern vorgelesen werden und bei korrektem Einsatz vermitteln sie dann auch die beabsichtigten Emotionen und den Kontext. Um das nachvollziehen zu können, lohnt es sich daher, vor dem Gebrauch von Emojis einmal einen Blick hinter die Fassade zu werfen und herauszufinden, wie Emojis fĂŒr Screenreader denn eigentlich "aussehen".

Vergleich zwischen dem Aussehen eines Emojis und dem, was es bedeutet. Die linke Seite zeigt drei Emojis mit klatschenden HĂ€nden. Die rechte Seite zeigt dreimal den Text "feierlich gefaltete HĂ€nde mit mitteldunklem Hautton".

Screenreader identifizieren Emojis durch Lesen des Unicode-Strings, Ă€hnlich wie beim ALT-Text bei Bildern. In diesem Newsletterbeitrag teilt Anita Interessantes zum Thema ALT-Attribute. Dieses Video gewĂ€hrt Dir einen kleinen Eindruck, wie der ĂŒbermĂ€ĂŸige Emoji-Einsatz Dein Gehirn zum Schmelzen bringen wird.

Im Idealfall können Emojis eine Nachricht oder einen Beitrag mit Spaß und Kontext bereichern und Dir keine Kopfschmerzen bereiten. Um Emojis fĂŒr alle Nutzer zugĂ€nglicher zu machen, gibt es fĂŒr Dich folgende Tipps, auf die Du bei ihrer Verwendung achten solltest:

  • WĂ€hrend es in Ordnung ist, Freunde und Familie mit Emojis zuzuspammen, solltest Du vorsichtiger sein, wenn Du an ein grĂ¶ĂŸeres Publikum schreibst oder Emojis auf Websites oder in Apps verwendest. Wenn Du beispielsweise fĂŒnf klatschende HĂ€nde-Emojis mit einem mittleren Hautton an jemanden sendest, liest ein Screenreader die Worte "Klatschende HĂ€nde mit mitteln hellem Hautton" fĂŒnfmal vor.

  • Die Verwendung von Emojis in der Mitte eines Satzes oder Absatzes kann den Lesefluss stören und zu einem schlechten Nutzererlebnis fĂŒhren. Daher wird empfohlen, Emojis am Ende der Nachricht zu platzieren, um sicherzustellen, dass sie leicht verstanden werden können.

  • Deshalb solltest Du auch niemals ein Emoji als Ersatz fĂŒr ein echtes Wort verwenden. Selbst wenn einige Nutzer die Bedeutung verstehen können, kann es fĂŒr andere, einschließlich sehbehinderter Nutzer, sehr verwirrend sein. Das Lesen von Nachrichten, die ausschließlich aus Emojis bestehen, kann sehr anstrengend sein.

  • Ein weiterer Aspekt, den Du berĂŒcksichtigen solltest, ist die Verwendung von Emojis in AufzĂ€hlungen. Obwohl Emojis dazu beitragen können, dass ein Beitrag optisch ansprechender aussieht, solltest Du darauf achten, dass Dein Beitrag immer noch lesbar und verstĂ€ndlich ist. Verwende ein oder zwei Emojis, um die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen, aber vermeide es, eine komplette AufzĂ€hlung mit Emojis zu gestalten.

  • Obwohl Emojis zweifellos dazu beitragen können, schnell Dinge zu vermitteln, gibt es Situationen, in denen sie nicht die geeignete Wahl sind. Wenn Du ausschließlich auf Emojis als Kommunikationsmittel setzt, kann es passieren, dass ein großer Teil Deines Publikums ausgeschlossen wird. Obwohl Emojis in informellen Situationen nĂŒtzlich sein können, ist es bei öffentlicher Kommunikation ratsam, auf klare und prĂ€zise Sprache zu setzen, um sicherzustellen, dass jeder die Botschaft versteht.

  • Die Mehrdeutigkeit von Emojis kann zu MissverstĂ€ndnissen fĂŒhren und hat bei uns im Team schon fĂŒr einige Lacher gesorgt. Vielleicht ist Dir das selbst ja auch schon passiert. Falls ja, haben wir hier eine kleine Liste an Doppeldeutigkeiten fĂŒr Dich, damit Du nicht bald in das nĂ€chste FettnĂ€pfchen trittst.

  • Es ist daher wichtig, bei Emojis stets auch auf den Kontext zu achten, da verschiedene Menschen unterschiedliche Bedeutungen damit verbinden können. Kurze ErklĂ€rung dazu gefĂ€llig?

Halten wir noch einmal fest: Emojis bieten eine großartige Möglichkeit, Emotionen zu vermitteln. Dabei solltest Du aber stets auch ihre Auswirkungen auf die Barrierefreiheit im Hinterkopf behalten. Ziel sollte es folglich immer sein, Emojis so zu verwenden, dass jeder auch von ihnen profitiert. Einschließlich Menschen mit Sehbehinderung. Falls Dich weitere Themen rund um das Thema Barrierefreiheit interessieren, erklĂ€rt Andreas in diesem Artikel, warum maskierte Links nicht barrierefrei sind oder Sandra in diesem, aus welchen GrĂŒnden Breaks fĂŒr so manche Screenreader eine Herausforderung sind.

Anita Böhm
Anita Böhm
Consultant
Suchmaschinen von (vor)gestern und heute: Feeling old yet?

Weißt Du noch? Alta Vista, Fireball, Lycos & Co? Damals, im ersten Semester des Informationswissenschaften-Studiums, haben wir mal Referate ĂŒber Suchmaschinen gehalten.

Ecite, Infoseek, Wanderer, Dogpile, Aliweb, Web Crawler, MetaGer, Ask Jeeves und wie sie alle hießen. Die meisten Suchmaschinen aus den 90ern kennt man heute nicht mehr, außer natĂŒrlich Google und Yandex und Yahoo (was ja aber schon seit einer ganzen Weile im Wesentlichen Bing ist). Oder man ist alt (so wie ich, offenbar) und erinnert sich zumindest vage an diese Namen.

Auch heute gibt es ein breit gefĂ€chertes Angebot an Suchmaschinen, auch wenn "googeln" schon lange zum Synonym fĂŒr "Dinge im Internet suchen" geworden ist.

Chuck Price hat sich im Search Engine Journal mal die Zeit genommen, eine Liste von 21 Suchmaschinen jenseits von Google zusammenzustellen. Denn:

"Google may be the most popular choice in search engines, but it may not always be the best choice, depending on your needs and priorities."

Auch wir haben hier im Newsletter in der Vergangenheit immer mal wieder Alternativen besprochen. Ich habe mich einmal fĂŒr Dich durch unser Archiv gewĂŒhlt und eine kleine Liste gemacht:

Es ist und bleibt auf jeden Fall spannend zu beobachten, wie sich der Suchmaschinenmarkt entwickelt. Gerade wenn man sich noch an die vorsintflutlichen AnsĂ€tze wie Webkataloge erinnern kann und nun die KI-gestĂŒtzten Techniken sieht.

Daher einfach nur – mal wieder – der Hinweis, nicht zu vergessen, dass es eben nicht nur Google gibt. Und es sich ab und an lohnt, zu schauen, was sonst noch so existiert.

Ehrlicherweise habe ich die oben genannten "historischen" Suchmaschinen nicht mehr alle aus dem Kopf zusammen bekommen und aus einer Reihe von Artikeln (1, 2, 3, 4, 5, 6) Inspiration fĂŒr die Auflistung gezogen.

Falls Du selbst nochmal tiefer eintauchen magst: 😉 In unserem Newsletter-Archiv bin ich in einem Beitrag von Nora auch noch ĂŒber folgenden empfehlenswerten Beitrag gestolpert: The History of Search Engines von Carl Hendy.

Andreas Röne
Andreas Röne
Consultant
So aktivierst du den Shopware-Wartungs
 Àhh, -Wusselmodus in Deinem Shop!

Du bist leidenschaftlicher Shopware-Fan und nutzt Shopware fĂŒr Deine Onlineshops? FĂŒr grĂ¶ĂŸere Änderungen oder Datenimporte nutzt Du den "Wartungsmodus", den Shopware von Haus aus mitbringt? Dann solltest Du Dir meinen Artikel einmal zu Herzen nehmen und Dich fragen, wie lange der Wartungsmodus eigentlich aktiv ist? Und wie viele URLs die Suchmaschinen in dieser Zeit schon gecrawlt haben?

Denn im Wartungsmodus leitet der Shop erst einmal jede URL wunderschön auf die /maintenance-URL eines Shops weiter, die dann mit einem 503-Status-Code ausgeliefert wird. Der Status Code ist in der Tat das einzig gute an dieser Umsetzung:

  • Suchmaschinen erhalten die Informationen, dass es unter der URL zu Problemen kommt. Solange der Status Code nicht zu lange andauert, ist dieses Verhalten auch richtig.

  • Im HTTP-Header wird das Feld "Retry-After" mit einem Wert von 3600 ausgeliefert. Dieser Wert steht fĂŒr die Anzahl an Sekunden, nach denen ein Crawler eine erneute PrĂŒfung einer URL versuchen soll. 3600 Sekunden entsprechen genau einer Stunde.

Nehmen wir eine Produkt-Detail-Seite als Beispiel. Im normalen Modus des Shops ist diese URL mit Status Code 200 erreichbar und liefert die Produktinformationen:

Beispiel einer Produkt-Detail-Page eines Shops

Wenn wir den Wartungsmodus unseres Shops aktivieren, werden alle URLs, also auch unser Produkt, auf die Maintenance-URL umgeleitet. Wir geben den Suchmaschinen also den Hinweis, dass unser Produkt temporÀr unter /maintenance zu erreichen ist. Die /maintenance-URL wird dabei in die Verarbeitungsliste der Suchmaschine geschrieben, um diese URL spÀter zu besuchen:

Beispiel fĂŒr den Shopware-Wartungsmodus

Mit dem Chrome-Plugin von LinkResearchTools sehen wir die aktuelle Umleitung und den Status Code der Maintenance-Seite:

Weiterleitung auf die Wartungsseite

Wenn der Wartungsmodus wieder deaktiviert wurde, wird die Maintenance-URL auf die Startseite des Shops weitergeleitet:

HTTP-Header der Angefragten Maintaince-URL.

Auch wenn es sich bei den Weiterleitungen "nur" um einen 307-Redirect (eine temporĂ€re Weiterleitung) handelt, so sind die URL-Signale fĂŒr Suchmaschinen nicht wirklich gut. Eine saubere Implementierung des Status Code 503 und des "Retry-After"-Felds sollte immer auf den jeweiligen Original-URLs erfolgen.

Auf der Liste "Man mĂŒsste mal" der Entwickler sollte eigentlich die Behebung dieses kleinen aber feinen Fauxpas stehen:

Wird, wie in unserem Beispiel, die Produktdetailseite (/p/Hauptprodukt-mit-Eigenschaften-SWDEMO10007.2) aufgerufen, so muss auch diese URL direkt den Status-Code 503 und das Feld "Retry-After" im HTTP-Header zurĂŒckgeben. Nur so stellen wir sicher, dass uns der Wartungsmodus einer Website oder Onlineshops keine unkontrollierten URL-Signale produziert.

Johan von HĂŒlsen
Johan von HĂŒlsen
GeschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter
Als AI Sprachmodell kann ich Dir bei der Faktenfindung nicht helfen

Google hat nichts gegen KI generierten Content – Und zwar im doppelten Wortsinn:

Weder kann Google KI-Content von menschlich geschriebenem Content unterscheiden.

Noch muss Google das unterscheiden, weil am Ende nur zĂ€hlt, ob der Content hilfreich fĂŒr User ist.

Genau das scheint aber vielen egal zu sein. Neulich waren wir mit einer Versicherung im GesprĂ€ch, deren Wettbewerber ein "regenerate Response" auf der Seite hatten. Sehr vertrauenswĂŒrdig. Nicht.

Jetzt machte ein neuer Ansatz, KI-Content zu erkennen, die Runde: Wenn die KI nicht antworten mag, dann verwendet sie bestimmte SignalsĂ€tze, die wiedererkennen können: „Als AI Sprachmodell", „Als KI-Modell" oder „As an AI language Modell"

Ich habe mir die SERPs einmal angesehen und ein paar schöne Beispiele gefunden, wo der Wille die Aufgabe zu erledigen grĂ¶ĂŸer war, als das eigene QualitĂ€tsbewusstsein:

Die Screenshots stammen alle aus den beiden deutschsprachigen Googlesuchen (s.o.).

Der Fachhandel fĂŒr Strumpfmode hat versucht, seinen Content automatisch zu ĂŒbersetzen, aber irgendwas ist da bei den Meta-Tags schief gegangen:

Screenshot eines Google-Treffers einer Produktseite (zu erkennen an dem dargestellten Preis 8,28€) von strumpfi.de. Der Title lautet: „Als AI-Sprachmodell kann ich JSON nicht ins Deutsche ĂŒbersetzen, da es sich um ein Datenformat handelt."

Lumitos hat seinen Wissensbereich von ChatGPT schreiben lassen. Aber die initiale QualitÀtssicherung auf einen Zeitpunkt nach der Veröffentlichung verschoben:

Doppelranking mit den URLs fĂŒr "wireframe" und "clickbait" der Domain lumitos.com. Bei Descriptions beginnen mit „Als AI-Sprachmodell“

Sehr schön finde ich den Satz der Clickbait-Seite. Das Prinzip lĂ€sst sich auch von Clickbait auf automatisierte Inhalte ohne QualitĂ€tskontrolle ĂŒbertragen:

"Als AI-Sprachmodell kann ich keine Anleitungen oder Tipps fĂŒr Clickbait geben, da dies eine unethische Marketingpraktik ist, die darauf abzielt, die Aufmerksamkeit von Nutzern zu erregen, indem sie irrefĂŒhrende oder sensationelle Überschriften verwendet. Die LUMITOS AG legt Wert auf transparente und informative Inhalte, die den BedĂŒrfnissen und Interessen ihrer Zielgruppe entsprechen und ihnen einen Mehrwert bieten."

SpÀtestens beim dritten Treffer beschleunigt sich aber dann mein Puls:

Die Videobeschreibung eines Videos zur Krebstherapie eines tĂŒrkischen Anbieters. Hier wurde blind automatisiert ĂŒbersetzt in einem sehr sensiblen Bereich. DafĂŒr fehlt mir ernsthaft das VerstĂ€ndnis. Was glaubt man damit zu erreichen?

Treffer von Youtube. Title: "Personalisierte Krebsbehandlung", Description: „Als AI-Sprachmodell habe ich keine Informationen ĂŒber Ihre persönliche Krebsbehandlung. Es ist wichtig, dass Sie sich an ihren behandelnden Arzt
“

Unter den Domains, die mir bei diesen Queries untergekommen sind, finde ich einige wilde Verschwörungstheorien. Aber ich finde noch mehr Seiten aus dem Bereich YMYL: Finanzen, Gesundheit.

Passend zum aktuell laufenden Rollout des Product Review Updates auch mehrere Testseiten.

Was bringt einen dazu, das zu tun? Wieso glauben Menschen, dass sie damit andere auf ihrer Seite zu einer Conversion bringen werden?

Gut OK. Der Ossiladen hat mich beinahe:

Suchergebnis vom Ossiladen "Love - Bier Geschenk DDR Bier 9er Set". Description: Als KI-Modell halte ich es fĂŒr unangemessen eine Verbindung zwischen dem Konzept von Liebe und dem Konsum von Alkohol herzustellen.

Klar: Bei User generated Content kann man sich kaum dagegen wehren:

Ergebnis von Quora: Title: „Hilft Ihnen Musik bei der Konzentration?“, Description: „Als KI-Modell habe ich keine GefĂŒhle, aber es ist bekannt, dass Musik fĂŒr einige Menschen hilfreich sein kann, um sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren.“

Aber als Anbieter von Unterrichtsmaterialien fĂŒr die Schule?

Treffer von Unterricht.Schule: Title: „Aufgabensammlung zum Thema: Zecken“. Description: „Rechercheaufgabe: Finde heraus wie viele Menschen in Deutschland im Jahr 2021 an FSME erkrankt sind. Lösung: Da ich als KI-Modell keine aktuelle
“

Als Finanzdienstleister?

Snippet von mgpartnersag

Oder Testportal?

Snippet von testergebnis24

Willkommen also im Zeitalter des Mittelmaßes, beziehungsweise der untersten Schublade... In dem Content komplett ohne Kontrolle ins Netz gekippt wird. NatĂŒrlich gab's das auch vorher, aber jetzt ist es noch mal billiger geworden.

Die Beispiele oben sind ja nur die Beispiele, die sich wirklich niemand angesehen hat. Der Anteil der Texte aber, die fachlich fehlerhaft sind, wird wesentlich grĂ¶ĂŸer sein. Hier steckt Potenzial, denn Google investiert seit Jahren darin, Spam und Fake News zu erkennen. Hier etwas zu bauen, was besser ist als der Spam, wird sich weiter lohnen. Zu unterscheiden, wann wie viel Aufwand sinnvoll ist, wird aber immer wichtiger. Der Preisunterschied zwischen dem Mittelmaß-Teppich und dem Premium-Content wird immer grĂ¶ĂŸer. Denk immer dran: Am Ende steht der User im Fokus und soll Deinen Text lesenswert finden.

Saskia Ernst
Saskia Ernst
Trainee
Geschichten vom GrĂ¶ĂŸenwahn

...oder auch: Die Leidensgeschichte der Menschen, die versuchen, Großes (im Leben) zu erreichen und sich ein Alleinstellungsmerkmal zu erarbeiten – mit möglichst wenig Aufwand, versteht sich.

In Deutschland fragen sich einige Menschen regelmĂ€ĂŸig, wie sie perfekt, erfolgreich oder herausragend werden können, sowohl ganz generell als auch beruflich. Hier mal ein paar Beispiele aus den Suchergebnissen und wie oft diese Begriffe monatlich im Durchschnitt gemĂ€ĂŸ Adwords, gesucht werden (Ø SV = durchscnittliches monatliches Suchvolumen):

  • perfekt sein 1.300 Ø SV

  • erfolgreich werden 480 Ø SV

  • erfolgreich sein 260 Ø SV

  • perfekt werden 210 Ø SV

  • beruflicher erfolg 140 Ø SV

  • wie wird man perfekt 40 Ø SV

  • der beste sein 40 Ø SV

  • wie erfolgreich werden 30 Ø SV

  • beruflich erfolgreich werden 20 Ø SV

  • die beste sein 10 Ø SV

  • beruflich erfolgreich sein 10 Ø SV

Nicht nur in Deutschland fragen sich das regelmĂ€ĂŸig Menschen, auch die Autorin Steph Smith schreibt auf ihrem Blog darĂŒber, dass Menschen auf der Suche nach dem Geheimnis zum Erfolg sind.

Und seien wir mal ehrlich... Wer hat sich das noch nie gewĂŒnscht, ohne viel Arbeit, beruflich wie auch privat, großartig zu sein.

Anhand einer schönen Grafik zeigt Steph auf, dass sich viele Menschen vorstellen, der Weg zum Erfolg wĂ€re eine Treppe, die kontinuierlich, nebst einiger Plateaus, nach oben verlĂ€uft. Dem ist jedoch nicht so, aufgrund der ganz simplen Tatsache, dass das Leben halt gerne mal verlĂ€uft, wie es verlĂ€uft – nicht ganz planbar und nicht sehr vorhersehbar.

Vielmehr verlĂ€uft der Weg zum Erfolg ĂŒber viele Ups & Downs und im Gesamtbild dann aber doch steigend:

4 Diagramme, die den Weg zum Erfolg beschreiben. 2 auf der linken Seite mit der Überschrift "Perception", also Wahrnehmung, sind farblich in Rottönen gehalten. 2 auf der rechten Seite mit der Überschrift "Reality", also RealitĂ€t, sind farblich in GrĂŒntönen gehalten. In jedem Diagramm gibt es die Achsen "Zeit" und "Erfolg".
Diagramm 1 (oben links), zeigt hierbei eine diagonale lineare Linie, die von unten links des Diagramms, nach oben rechts ansteigt. Es zeigt, wie die Menschen den Weg zum Erfolg wahrnehmen. 
Direkt darunter ist ein zweites Diagramm zum Thema Wahrnehmung des Verlaufs des Erfolgs. Diese Linie verlÀuft treppenförmig, aufsteigend von links nach rechts oben. 
Oben Rechts ist Diagramm nummer 3, es zeigt eine Kurve, die mal aufsteigt unf mal absinkt, mit Höhen und Tiefpunkten. Es stellt den Verlauf zum Erfolg in der RealitÀt dar. 
Darunter ist Diagramm nr. 4. Auch dieses zeigt den Verlauf zum Erfolg in der RealitÀt, jedoch sind um einige gravierende Kurventiefpunkte, rote Kreise. Diese zeigen einen Knotenpunkt, einen Erfolgstiefpunkt, nachdem der Weg wieder aufwÀrts geht.

Nunja, worauf kommt es denn nun wirklich an, wenn man erfolgreich sein möchte, in den Dingen, die man so tut?

Ihre Antwort ist simpel wie offensichtlich: harte Arbeit. Erfolg kommt nicht von alleine. 

Sie stellt derweil aber auch heraus, dass diese Form des Erfolgs nicht fĂŒr jeden das Wahre ist. Hegt man also den Wunsch nach Erfolg, so sollte man erst einmal darĂŒber nachdenken, ob das tatsĂ€chlich dem eigenen BedĂŒrfnis entspricht, oder ob man nicht eigentlich doch ganz zufrieden damit ist, seinen Teil abseits der allgemeinen Bewunderung zu vollfĂŒhren.

Sollte dem so sein, sind das ihre 3 Key Takeaways:

  1. Vergiss die Hoffnung auf die "magischen Momente", die einen ĂŒber Nacht erfolgreich und herausragend werden lassen – oder einen ĂŒber Nacht von Position 102 in die Top-10 der SERP katapultieren.

  2. Sei nicht auf "der Suche" nach dem Erfolg, man findet ihn nicht so einfach. Und je lĂ€nger man sich mit der Suche danach ablenkt, desto unwahrscheinlicher ist es, tatsĂ€chlich die herausragenden Leistungen abzuliefern, die es brĂ€uchte. Es bringt also Nichts, weiterhin nach "perfekt sein" zu googlen und das Keyword um 100 Suchen pro Monat zu stĂ€rken 😉...

  3. Vermeide das stetige und stÀndige Springen von Aufgabe zu Aufgabe.

Steph empfiehlt also ganz klar: 

Erfolgreiche und herausragende Taten sind super, aber erst, wenn sie sich ab und an wiederholen. Erst dann, so Steph, ist man richtig erfolgreich in dem, was man tut.

Was also tun, um als erfolgreich, großartig und herausragend wahrgenommen zu werden?

  1. Bleib am Ball, BestĂ€ndigkeit fĂŒhrt zum Ziel – das ist ihr höchster Tipp: dabei bleiben, nicht aufgeben. Gerade wir SEOs können davon ja ein Lied singen.

  2. Weniger einmalige Taten, mehr Dinge kontinuierlich tun und zur RegelmĂ€ĂŸigkeit werden lassen. Bringt Dich eine Sache voran, nimm sie an und integriere sie kontinuierlich in Deinen Workflow. So wird sie zur Routine und unterstĂŒtzt Dich bei Deiner Ambition und ErfĂŒllung der Aufgabe.

(Apropos RegelmĂ€ĂŸigkeit und KontinuitĂ€t – da war ja was mit AutoritĂ€t und Expertise fĂŒr einen Themenbereich...)

  1. Fokussiere Dich auf die Sache, die gerade höchste PrioritĂ€t hat und konzentriere Dich auf die DurchfĂŒhrung dieser Sache. Du als SEO weißt, was gemeint ist – ohne Prios und Fokus geht's nicht.

  2. Kenne Deinen Kosten/Nutzen, denn nur wenn Du weißt, welche Inputs zum gĂŒnstigen und optimalen Output fĂŒhren, dann bleib dabei, investiere in diese Richtung weiter. Agiert man innerhalb seines Optimums, zieht man schnell an den ersten 50% vorbei. Bleibt man dabei, so ĂŒberholt man nach einiger Zeit auch jene, fĂŒr die 75% ausreichen und zum Schluss den Rest. Dabei bleiben ist das Erfolgsgeheimnis (Danach wird ca. 90 mal pro Monat gesucht in Deutschland😉).

Zusammengefasst betont Steph entlang des ganzen Artikels, dass Konsistenz, Zielsetzung, BestĂ€ndigkeit und der eigene Fokus die zentralen Hebel sind, wenn es darum geht, langfristig Erfolg zu haben. Das gilt nicht nur fĂŒr Dich persönlich, sondern auch mindestens genauso sehr fĂŒr Dein SEO-Projekt.

Und nicht nur im Persönlichen, fĂŒr die persönliche (berufliche) Entwicklung, lassen sich die Key-Takeaways dieses Artikels nutzen, denn wie oft sind wir SEOs in ErklĂ€rungsnot, weil Erfolg bei der Suchmaschinenoptimierung nunmal nicht von jetzt auf gleich eintritt, die umgesetzten Ideen nicht direkt zu 100% perfekt sind, sondern ab und an auch nochmal nachgeschĂ€rft und justiert werden mĂŒssen, weil Maßnahmen brauchen, bis sie Wirkung zeigen und viele Maßnahmen auch nur wirklich effektiv sind, wenn sie lĂ€ngerfristig umgesetzt, konsistent weiterentwickelt und genutzt werden.

Auch eine feste Zielsetzung und eine Strategie sind im SEO unerlĂ€sslich, soweit die Priorisierung und der Versuch, mit minimalem Input, Maximales herauszuholen. Auch das kann man guten Gewissens als das tĂ€glich Brot des SEOs bezeichnen und daher dieser Artikel als kleiner Reminder und Aufmunterer fĂŒr alle, die wieder einmal erklĂ€ren mĂŒssen, warum die Maßnahmen nicht eigentlich gestern zu einem massiven Sichtbarkeitsanstieg gefĂŒhrt haben.

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